Skip to content
Geographie · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Klimawandel: Ursachen und Folgen

Aktives Lernen wirkt hier besonders gut, weil Schüler:innen in Klasse 5 konkrete Zusammenhänge zwischen ihrem Alltag und globalen Klimaphänomenen herstellen. Durch Experimente, Daten und Rollenspiele begreifen sie Ursachen und Folgen nachhaltig, statt sie nur aus Texten zu lesen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - KlimawandelKMK: Sekundarstufe I - Globale Herausforderungen
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Ursachen identifizieren

Richten Sie vier Stationen ein: Verbrennung fossiler Brennstoffe (Modelle mit Rauch), Entwaldung (Bilder vor/nach), Landwirtschaft (Methan-Quellen), Verkehr (CO₂-Rechner). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Beobachtungen und diskutieren Ursachen. Abschließende Plenumrunde fasst zusammen.

Erklären Sie, welche menschlichen Aktivitäten den Klimawandel hauptsächlich verursachen.

ModerationstippLassen Sie bei der Stationenrotation zu den Ursachen die Schüler:innen zuerst ihre eigenen Beispiele sammeln, bevor sie die Stationstexte vergleichen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer menschlichen Aktivität (z.B. Autofahren, Stromerzeugung aus Kohle, Rinderzucht). Die Schüler schreiben auf die Rückseite, welches Treibhausgas hauptsächlich freigesetzt wird und welche globale Folge damit verbunden sein kann.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

Datenanalyse: Temperaturtrends

Teilen Sie Diagramme globaler und regionaler Temperaturen aus (z. B. DWD-Daten). Schüler markieren Trends in Paaren, berechnen Veränderungen und prognostizieren Folgen. Präsentationen im Plenum vergleichen Ergebnisse.

Analysieren Sie die globalen und regionalen Folgen des Klimawandels, wie Meeresspiegelanstieg oder Extremwetterereignisse.

ModerationstippBetonen Sie bei der Temperaturdaten-Analyse die Achsenbeschriftungen und Einheiten, damit die Schüler:innen Trends selbst erkennen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Bürgermeister einer deutschen Stadt, die von häufigeren Hitzewellen betroffen ist. Welche drei konkreten Maßnahmen würden Sie vorschlagen, um die Stadt besser an diese Veränderung anzupassen?' Lassen Sie die Schüler ihre Ideen austauschen und begründen.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Zukunftsszenarien

Gruppen erhalten Szenarien (z. B. +2°C vs. Emissionsstopp). Sie skizzieren Folgen für Deutschland, entwickeln Anpassungsmaßnahmen und spielen sie nach. Reflexion: Welche Maßnahmen sind dringend?

Bewerten Sie die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel.

ModerationstippIm Rollenspiel zu Zukunftsszenarien geben Sie den Schüler:innen klare Rollenkarten mit konkreten Interessen vor, um zielgerichtete Diskussionen zu fördern.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Klimafolgen (z.B. schmelzender Gletscher, überflutete Straße, ausgetrockneter Fluss). Bitten Sie die Schüler, auf einem Arbeitsblatt zu jedem Bild eine Ursache und eine mögliche regionale Auswirkung in Deutschland zu notieren.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Concept-Mapping35 Min. · Kleingruppen

Experiment: Treibhauseffekt

Bauen Sie zwei Gläser-Modelle: eines mit CO₂-angereicherter Luft, eines kontrolliert. Messen Sie Erwärmung unter Lampe. Schüler protokollieren Temperaturunterschiede und erklären den Effekt.

Erklären Sie, welche menschlichen Aktivitäten den Klimawandel hauptsächlich verursachen.

ModerationstippBeim Treibhauseffekt-Experiment achten Sie darauf, dass alle Schüler:innen die Thermometerablesungen gleichzeitig vornehmen, um Vergleichbarkeit zu sichern.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer menschlichen Aktivität (z.B. Autofahren, Stromerzeugung aus Kohle, Rinderzucht). Die Schüler schreiben auf die Rückseite, welches Treibhausgas hauptsächlich freigesetzt wird und welche globale Folge damit verbunden sein kann.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit alltagsnahen Beispielen, um das Vorwissen zu aktivieren. Wichtig ist, den Unterschied zwischen natürlichem und menschengemachtem Treibhauseffekt durch klare Experimente und Daten zu verdeutlichen. Vermeiden Sie zu abstrakte Modelle, die die Komplexität der Zusammenhänge verschleiern könnten.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schüler:innen menschliche Aktivitäten mit Treibhausgasen verknüpfen, lokale und globale Klimafolgen unterscheiden und einfache Maßnahmen zur Anpassung benennen. Sie nutzen Fachbegriffe wie CO₂, Methan und Treibhauseffekt korrekt in Diskussionen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zu den Ursachen des Klimawandels glauben einige Schüler:innen, dass natürliche Schwankungen wie Eiszeiten die heutigen Veränderungen erklären.

    Nutzen Sie die Station mit CO₂-Kurven und Emissionsdaten aus der Industrialisierung. Fordern Sie die Schüler:innen auf, die Kurvenverläufe zu vergleichen und den rapiden Anstieg seit 1850 zu beschreiben.

  • Im Rollenspiel zu Zukunftsszenarien sind manche überzeugt, dass Klimafolgen nur ferne Länder wie die Malediven betreffen.

    Nutzen Sie die lokalen Fallstudien aus der Stationenrotation. Lassen Sie die Schüler:innen Wetterdaten ihrer Region sammeln und diskutieren, wie Extremwetterereignisse Deutschland bereits heute beeinflussen.

  • Beim Experiment zum Treibhauseffekt denken einige Schüler:innen, dass weniger CO₂ sofort zu einer Abkühlung führt.

    Besprechen Sie während des Experiments die Trägheit des Klimasystems. Nutzen Sie die Modelle aus der Stationenrotation, um zu zeigen, wie sich Emissionen über Jahrzehnte auswirken.


In dieser Übersicht verwendete Methoden