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Geographie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Nachhaltiger Tourismus als Entwicklungsstrategie

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil nachhaltiger Tourismus komplexe Zusammenhänge zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem erfordert. Durch die Arbeit mit Fallstudien und lokalen Beispielen entwickeln Schülerinnen und Schüler ein tiefes Verständnis für die realen Auswirkungen von Entscheidungen im Tourismussektor.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Nachhaltige Entwicklung
40–60 Min.Kleingruppen4 Aktivitäten

Aktivität 01

Projektbasiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Gruppenanalyse: Fallstudien

Teilen Sie reale Fallbeispiele aus Kenia und Bali aus. Jede Gruppe identifiziert Chancen und Risiken, erstellt eine SWOT-Analyse und präsentiert Ergebnisse. Schließen Sie mit einer Plenumdiskussion ab.

Analysieren Sie die ökonomischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen des Tourismus in Entwicklungsländern.

ModerationstippBei der Gruppenanalyse der Fallstudien darauf achten, dass jede Gruppe gezielt eine Perspektive (ökonomisch, ökologisch, sozial) untersucht und ihre Ergebnisse strukturiert aufbereitet.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen ein: Ökonomen, Umweltschützer und Soziologen. Jede Gruppe soll Argumente für oder gegen ein großes Hotelprojekt an einem Küstenstreifen in einem Entwicklungsland sammeln. Diskutieren Sie anschließend im Plenum die unterschiedlichen Perspektiven und möglichen Kompromisse.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte50 Min. · Kleingruppen

Debatte: Pro und Contra

Formen Sie Pro- und Contra-Teams zum Thema Nachhaltiger Tourismus vs. Massentourismus. Teams recherchieren Argumente, debattieren 20 Minuten und lassen sich von einer Jury bewerten.

Erklären Sie die Prinzipien des nachhaltigen Tourismus.

ModerationstippDie Debatte sollte klar in Pro- und Contra-Argumente unterteilt sein und die Schülerinnen und Schüler anhalten, sowohl wirtschaftliche als auch ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schülerinnen und Schüler, auf einer Karteikarte drei konkrete Maßnahmen zu notieren, die ein kleiner lokaler Reiseveranstalter in einer Region mit hoher Biodiversität ergreifen könnte, um seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen60 Min. · Kleingruppen

Projektplan: Lokaler Tourismuskonzept

Gruppen entwerfen ein nachhaltiges Tourismuskonzept für ein fiktives Dorf. Inkludieren Sie Budget, Maßnahmen und Evaluationskriterien. Präsentation mit Plakat oder Digitaltool.

Bewerten Sie, inwiefern nachhaltiger Tourismus zur lokalen Entwicklung beitragen kann.

ModerationstippBeim Projektplan für ein lokales Tourismuskonzept darauf achten, dass die Schülerinnen und Schüler konkrete Maßnahmen formulieren und nicht nur vage Ideen skizzieren.

Worauf zu achten istStellen Sie den Lernenden eine kurze Fallstudie über ein fiktives Dorf vor, das vom Tourismus abhängig ist. Fragen Sie: 'Welche zwei Hauptrisiken sehen Sie für dieses Dorf und welche zwei konkreten Schritte könnte die Dorfgemeinschaft unternehmen, um diese Risiken zu mindern?'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen40 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Auswirkungen

Richten Sie Stationen für ökonomische, soziale und ökologische Effekte ein. Gruppen sammeln Daten, diskutieren und rotieren. Abschließende Synthese im Plenum.

Analysieren Sie die ökonomischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen des Tourismus in Entwicklungsländern.

ModerationstippBei der Stationenrotation müssen die Materialien an jeder Station so aufbereitet sein, dass sie unterschiedliche Zugänge zu den Auswirkungen ermöglichen – etwa durch Bilder, Daten oder kurze Texte.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen ein: Ökonomen, Umweltschützer und Soziologen. Jede Gruppe soll Argumente für oder gegen ein großes Hotelprojekt an einem Küstenstreifen in einem Entwicklungsland sammeln. Diskutieren Sie anschließend im Plenum die unterschiedlichen Perspektiven und möglichen Kompromisse.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte arbeiten mit authentischen Fallbeispielen, um die Distanz zwischen Theorie und Praxis zu verringern. Sie vermeiden eine rein wirtschaftliche Betrachtung und zeigen stattdessen die Wechselwirkungen zwischen den drei Säulen der Nachhaltigkeit auf. Wichtig ist auch, lokale Perspektiven einzubinden, um die Schülerinnen und Schüler für globale Ungleichheiten zu sensibilisieren.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler die Vor- und Nachteile von Tourismusprojekten differenziert bewerten und konkrete Handlungsmöglichkeiten für nachhaltige Entwicklung benennen können. Sie sollen sowohl globale Herausforderungen als auch lokale Lösungsansätze erkennen und argumentativ vertreten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppenanalyse der Fallstudien könnte die Annahme entstehen: 'Tourismus löst Armut in Entwicklungsländern immer.'

    Nutzen Sie die Fallstudien, um gezielt nach Daten zu suchen, die zeigen, wie Einnahmen verteilt werden. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, konkrete Beispiele aus den Materialien zu benennen und zu diskutieren, warum lokale Vorteile oft begrenzt bleiben.

  • Während des Rollenspiels in der Debatte könnte die Aussage fallen: 'Nachhaltiger Tourismus ist unwirtschaftlich.'

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler als Stakeholder in der Debatte ihre eigenen Kosten-Nutzen-Rechnungen präsentieren. Verwenden Sie Beispiele aus den Fallstudien, um zu zeigen, wie nachhaltige Projekte langfristig stabilere Einnahmen generieren.

  • Während der Stationenrotation mit Bildern und Daten könnte die Einschätzung entstehen: 'Ökologische Risiken sind vernachlässigbar.'

    Nutzen Sie die Stationen, um gezielt Daten zur Übernutzung und deren Auswirkungen zu analysieren. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, wie diese Risiken minimiert werden können.


In dieser Übersicht verwendete Methoden