Skip to content
Geographie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Klimaschutz und internationale Politik

Aktive Methoden wie Rollenspiele und Debatten helfen Schülerinnen und Schülern, die Komplexität internationaler Klimapolitik greifbar zu machen. Durch die Übernahme konkreter Rollen und Perspektiven verstehen sie nicht nur Fakten, sondern auch die Interessenkonflikte und Herausforderungen hinter globalen Entscheidungen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Nachhaltigkeit
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: UN-Klimagipfel

Teilen Sie die Klasse in Delegationen von Ländern und NGOs ein. Jede Gruppe bereitet Positionspapiere vor und verhandelt über NDCs. Abschließend stimmen sie über Kompromisse ab und reflektieren Erfolge und Blockaden.

Analysieren Sie die Ziele und Mechanismen des Pariser Klimaabkommens.

ModerationstippBegrenzen Sie im Rollenspiel die Redezeit pro Land auf drei Minuten, um zügige Verhandlungen zu fördern und alle Stimmen einzubeziehen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen: Vertreter eines Industrielandes, eines Entwicklungslandes und einer NGO. Geben Sie ihnen die Aufgabe, die Verteilung von Klimafinanzierungsmitteln für ein fiktives Anpassungsprojekt zu verhandeln. Fragen Sie nach Abschluss: Welche Argumente waren am überzeugendsten und warum?

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Debatte45 Min. · Partnerarbeit

Debatte: Einhaltung von Klimazielen

Formen Sie Pro- und Contra-Teams zu Themen wie Kohleausstieg. Teams recherchieren Argumente, debattieren 10 Minuten pro Seite und bewerten gegenseitig mit Rubriken.

Erklären Sie, warum es der Weltgemeinschaft schwerfällt, Klimaziele einzuhalten.

ModerationstippModerieren Sie die Debatte zur Einhaltung von Klimazielen mit einer klaren Struktur: Pro- und Contra-Argumente müssen mit konkreten Beispielen aus dem Pariser Abkommen oder NDCs belegt werden.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer Karteikarte zwei Hauptziele des Pariser Klimaabkommens zu nennen und eine konkrete Maßnahme zu beschreiben, die ein Land ergreifen könnte, um eines dieser Ziele zu erreichen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Bürgerversammlung35 Min. · Kleingruppen

NGO-Kampagnen-Analyse

Schülerinnen und Schüler untersuchen Kampagnen von zwei NGOs, erstellen Infografiken zu Strategien und prüfen ihren Einfluss auf Politik. Im Plenum diskutieren sie Wirksamkeit.

Bewerten Sie die Rolle von Nichtregierungsorganisationen im internationalen Klimaschutz.

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler bei der NGO-Kampagnen-Analyse nicht nur Inhalte sammeln, sondern auch die Zielgruppe und den gewählten Kommunikationsstil benennen.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Liste von Aussagen über die Herausforderungen internationaler Klimapolitik bereit (z. B. 'Nationale Souveränität behindert globale Abkommen'). Lassen Sie die Schüler jede Aussage als 'stimme zu', 'stimme nicht zu' oder 'teilweise stimme zu' einstufen und eine kurze Begründung geben.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Bürgerversammlung30 Min. · Ganze Klasse

Zeitstrahl internationaler Abkommen

Gemeinsam bauen Sie einen digitalen oder analogen Zeitstrahl auf, markieren Erfolge und Misserfolge. Jede Schülerin oder jeder Schüler trägt ein Ereignis bei und erklärt es.

Analysieren Sie die Ziele und Mechanismen des Pariser Klimaabkommens.

ModerationstippErstellen Sie für den Zeitstrahl eine gemeinsame Tabelle mit drei Spalten: Jahr, Abkommen und zentrale Wirkung – so wird die Entwicklung der internationalen Klimapolitik transparent.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen: Vertreter eines Industrielandes, eines Entwicklungslandes und einer NGO. Geben Sie ihnen die Aufgabe, die Verteilung von Klimafinanzierungsmitteln für ein fiktives Anpassungsprojekt zu verhandeln. Fragen Sie nach Abschluss: Welche Argumente waren am überzeugendsten und warum?

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Fokussieren Sie auf die Balance zwischen Faktenwissen und Perspektivwechsel. Vermeiden Sie reine Informationsvermittlung, stattdessen sollten Schülerinnen und Schüler durch konkrete Handlungen lernen, warum internationale Abkommen scheitern oder gelingen. Nutzen Sie aktuelle Daten zu Emissionen, um die Diskrepanz zwischen Zielen und Realität sichtbar zu machen. Strukturierte Reflexionsphasen nach jeder Aktivität sind entscheidend, um Lernfortschritte zu sichern.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler die Ziele und Mechanismen des Pariser Klimaabkommens erklären, die Rolle von NDCs und Stocktaking einordnen und kritisch über nationale Interessen sowie Umsetzungshürden diskutieren. Sie wenden ihr Wissen in simulierten Verhandlungen und Analysen an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität Rollenspiel UN-Klimagipfel könnte der Eindruck entstehen, dass das Pariser Abkommen rechtlich bindend ist.

    Nutzen Sie die Simulation, um den Unterschied zwischen freiwilligen NDCs und verbindlichen Verträgen wie dem Kyoto-Protokoll herauszuarbeiten. Fragen Sie nach der Verhandlung: Welche Mechanismen fehlen im Pariser Abkommen, um Länder zur Einhaltung zu verpflichten?

  • Während der Aktivität NGO-Kampagnen-Analyse könnte die Annahme entstehen, NGOs hätten keinen echten Einfluss auf die Klimapolitik.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, in der Kampagnenanalyse konkrete Beispiele zu finden, in denen NGOs politische Entscheidungen beeinflusst haben. Diskutieren Sie im Anschluss: Welche Strategien sind besonders wirksam und warum?

  • Während der Aktivität Zeitstrahl internationaler Abkommen könnte die Annahme entstehen, Klimaziele würden bereits eingehalten.

    Nutzen Sie den Zeitstrahl, um Daten zu Emissionen und Zielsetzungen gegenüberzustellen. Fragen Sie nach: Wo zeigen sich die größten Lücken zwischen Absicht und Umsetzung, und welche Faktoren führen dazu?


In dieser Übersicht verwendete Methoden