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Geographie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Verwitterung und Abtragung

Aktive Lernformen wie Experimente und Modelle eignen sich besonders gut, weil Verwitterung und Abtragung unsichtbare Prozesse sind, die durch Beobachtung und praktische Anwendung greifbar werden. Die Schüler erkennen dabei, wie kleine Veränderungen über lange Zeit große Landschaften formen.

KMK BildungsstandardsSTD.GE.01STD.GE.04
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Experiment: Frostverwitterung

Schüler befüllen Porzellanflaschen mit Wasser und frieren sie ein, um Risse zu beobachten. Sie vergleichen mit unbefüllten Proben und diskutieren physikalische Effekte. Abschließend notieren sie Bedingungen für Frostsprengung.

Differentiieren Sie zwischen physikalischer und chemischer Verwitterung und geben Sie Beispiele für deren Auswirkungen.

ModerationstippLassen Sie die Schüler beim Experiment zur Frostverwitterung selbstständig Hypothesen aufstellen und Messungen durchführen, um die Rolle der Temperaturschwankungen zu verstehen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild einer Landschaft (z.B. eine Wüste, eine Gletscherregion, eine Karsthöhle). Sie sollen den dominierenden Verwitterungs- oder Abtragungsprozess benennen und kurz erklären, warum dieser Prozess in der dargestellten Umgebung vorherrscht.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen60 Min. · Partnerarbeit

Modell: Flussabtragung

Mit Sand, Wasser und einer schrägen Fläche simulieren Schüler Erosion. Sie variieren Gefälle und Volumen, messen Transport und analysieren Faktoren. Eine Reflexion schließt die Abtrag durch Wasser ab.

Erklären Sie, wie Wasser, Wind und Eis als exogene Kräfte die Erdoberfläche formen.

ModerationstippBeim Modell zur Flussabtragung achten Sie darauf, dass die Schüler verschiedene Strömungsgeschwindigkeiten und Gefälleneigungen testen, um deren Einfluss auf die Erosion zu erkennen.

Worauf zu achten istDer Lehrer präsentiert zwei Gesteinsproben (z.B. Sandstein und Marmor) und zwei Szenarien (z.B. eine trockene Wüstenregion, eine feuchte Küstenregion). Die Schüler ordnen jeder Gesteinsprobe das wahrscheinlichere Szenario zu und begründen ihre Wahl anhand der Verwitterungsarten.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse30 Min. · Ganze Klasse

Fallstudienanalyse: Wüstenwind

Schüler untersuchen Fotos von Yardangs und Loess, beschreiben Formen und Mechanismen. Sie kartieren Regionen und bewerten Klimabeeinflussung. Gemeinsam präsentieren sie Erkenntnisse.

Analysieren Sie den Einfluss des Klimas auf die Dominanz bestimmter Verwitterungs- und Abtragungsprozesse.

ModerationstippBei der Fallstudie zu Wüstenwind fordern Sie die Schüler auf, eine Skizze anzufertigen, die zeigt, wie der Wind Sand und Staub bewegt und so Gestein abträgt.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen auf: Wasser, Wind, Eis. Jede Gruppe soll die wichtigsten Erosionsformen und -prozesse diskutieren, die ihre 'Kraft' verursacht. Anschließend präsentiert jede Gruppe ihre Ergebnisse und die Klasse vergleicht die Effektivität der verschiedenen Kräfte bei der Landschaftsgestaltung.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen40 Min. · Einzelarbeit

Beobachtung: Lokale Verwitterung

Schüler sammeln Gesteinsproben vor Ort oder aus Klasse, klassifizieren Verwitterungsformen. Sie fotografieren und erklären Prozesse. Eine Tabelle fasst physikalisch vs. chemisch zusammen.

Differentiieren Sie zwischen physikalischer und chemischer Verwitterung und geben Sie Beispiele für deren Auswirkungen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild einer Landschaft (z.B. eine Wüste, eine Gletscherregion, eine Karsthöhle). Sie sollen den dominierenden Verwitterungs- oder Abtragungsprozess benennen und kurz erklären, warum dieser Prozess in der dargestellten Umgebung vorherrscht.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Verwitterung und Abtragung werden am besten durch direkte Erfahrungen gelehrt. Vermeiden Sie lange theoretische Erklärungen ohne Verknüpfung zur Praxis. Nutzen Sie Alltagsbeobachtungen, etwa wie Risse in Gehwegplatten entstehen oder warum Flussufer unterschiedlich stark abgetragen werden. Studien zeigen, dass Schüler Prozesse besser verstehen, wenn sie selbst aktiv werden und Ergebnisse dokumentieren.

Am Ende wissen die Schüler, Verwitterung und Abtragung klar zu unterscheiden und können konkrete Prozesse mit Beispielen aus der Natur erklären. Sie wenden ihr Wissen an, um Landschaftsformen korrekt zuzuordnen und die dominierenden Kräfte zu benennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Experiment: Frostverwitterung, denken einige Schüler, dass Wasser allein die Gesteinszerstörung verursacht.

    Nutzen Sie die Gelegenheit, um zu betonen, dass die Ausdehnung des gefrierenden Wassers in Rissen die eigentliche Kraft ist. Zeigen Sie den Schülern, wie sich das Volumen im Wasserbehälter beim Gefrieren sichtbar verändert.

  • During Modell: Flussabtragung, glauben einige Schüler, dass Abtragung nur durch Überschwemmungen entsteht.

    Weisen Sie darauf hin, dass selbst kleine, aber konstante Strömungen Gestein abtragen. Lassen Sie die Schüler verschiedene Gefälleneigungen und Strömungsintensitäten testen, um zu sehen, wie sich die Erosion verändert.

  • During Fallstudie: Wüstenwind, wird angenommen, dass chemische Verwitterung in Wüsten die Landschaft prägt.

    Nutzen Sie die Fallstudie, um zu zeigen, dass physikalische Prozesse wie Salzverwitterung und Abrasion durch Wind dominieren. Weisen Sie auf die trockenen Klimabedingungen hin, die chemische Verwitterung verlangsamen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden