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Deutsch · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Märchenfiguren und ihre Funktionen

Aktive Methoden wie Rollenspiele und Stationenlernen machen abstrakte Figurenfunktionen in Märchen greifbar. Kinder begreifen archetypische Rollen besser, wenn sie diese selbst verkörpern oder analysieren, statt nur zu hören oder zu lesen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Lesen - mit Texten und Medien umgehen
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Figurenkonflikte

Teilen Sie die Klasse in Dreiergruppen ein, jede mit Held, Bösewicht und Helfer. Die Gruppen erfinden eine kurze Szene aus einem Märchen und spielen sie vor. Danach besprechen sie kollektiv die Funktionen jeder Figur. Rotieren Sie Rollen für Fairness.

Wie unterscheiden sich die Motivationen von Gut und Böse in Märchen?

ModerationstippLassen Sie beim Rollenspiel 'Figurenkonflikte' die Schülerinnen und Schüler die Figurenkonflikte laut ausagieren, um die emotionalen Motive der Bösewichte erlebbar zu machen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Bild einer Märchenfigur. Sie sollen den Namen der Figur (z.B. Rotkäppchen, Hexe, Dornröschen) und ihre Funktion (Held, Bösewicht, Helfer) auf die Karte schreiben und begründen, warum sie diese Funktion hat.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Karten-Sortieren: Rollen zuordnen

Erstellen Sie Karten mit Figurenbeschreibungen aus Märchen. In Paaren sortieren die Lernenden sie in Kategorien Held, Bösewicht, Helfer und begründen ihre Entscheidungen. Erweitern Sie mit einer Plakatpräsentation der Gründe.

Welche Eigenschaften machen einen Märchenhelden erfolgreich?

ModerationstippBeim Karten-Sortieren 'Rollen zuordnen' achten Sie darauf, dass jedes Kind eine Begründung für seine Zuordnung nennt, um das Verständnis zu vertiefen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellt euch vor, ihr seid ein Märchenheld. Welche drei Eigenschaften wären euch am wichtigsten, um eure Ziele zu erreichen, und warum?' Die Schüler diskutieren in Kleingruppen und präsentieren ihre Ergebnisse.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Comic-Workshop: Eigene Figuren

Individuell skizzieren die Schüler eine Märchenszene mit den drei Figuren. In Kleingruppen tauschen sie Comics aus, identifizieren Rollen und verbessern gegenseitig. Schließen Sie mit einer Galerie-Wanderung ab.

Wie beeinflussen magische Helfer den Verlauf der Geschichte?

ModerationstippIm Comic-Workshop 'Eigene Figuren' fordern Sie die Kinder auf, eine konkrete Schwäche oder Motivation für ihre Figur zu schreiben, um Klischees zu vermeiden.

Worauf zu achten istZeigen Sie kurze Textausschnitte aus verschiedenen Märchen. Die Schüler zeigen mit den Fingern die Zahl 1, wenn sie eine Heldenfigur erkennen, die Zahl 2 für einen Bösewicht und die Zahl 3 für einen Helfer. Besprechen Sie kurz die Begründungen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Lernen an Stationen40 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Märchenanalysen

Richten Sie Stationen mit Auszügen bekannter Märchen ein. Gruppen rotieren, markieren Figuren und notieren deren Funktionen. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Wie unterscheiden sich die Motivationen von Gut und Böse in Märchen?

ModerationstippBeim Stationenlernen 'Märchenanalysen' legen Sie Wert auf den Vergleich verschiedener Helferfiguren, um ihre unterschiedliche Bedeutung zu erkennen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Bild einer Märchenfigur. Sie sollen den Namen der Figur (z.B. Rotkäppchen, Hexe, Dornröschen) und ihre Funktion (Held, Bösewicht, Helfer) auf die Karte schreiben und begründen, warum sie diese Funktion hat.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf narrative Zugänge und körperliche Aktivierung, da Märchenfiguren archetypisch wirken und Kinder durch Nachahmung lernen. Vermeiden Sie abstrakte Erklärungen ohne Kontext. Die Kombination aus Spiel, Analyse und kreativem Gestalten fördert ein nachhaltiges Verständnis der Figurenfunktionen.

Am Ende verstehen die Lernenden, dass Märchenfiguren durch ihre Funktionen die Handlung prägen. Sie können Held, Bösewicht und Helfer benennen, ihre Motive erklären und typische Handlungsmuster erkennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels 'Figurenkonflikte' hören Sie oft Aussagen wie 'Die Hexe ist einfach böse'.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Motive der Figur: Fragen Sie nach, warum die Hexe so handelt. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler eigene Begründungen wie Neid oder Rache formulieren, um die Handlung nachvollziehbar zu machen.

  • Während des Stationenlernens 'Märchenanalysen' wird behauptet, dass Helferfiguren wie der sprechende Fuchs in 'Der süße Brei' unwichtig sind.

    Fordern Sie die Kinder auf, die konkreten Handlungen des Helfertiers zu benennen. Zeigen Sie auf, wie ohne den Fuchs die Lösung des Problems unmöglich wäre, um die Bedeutung der Figur zu verdeutlichen.

  • Im Comic-Workshop 'Eigene Figuren' entstehen oft Figuren ohne Schwächen, die perfekt sind.

    Fordern Sie die Kinder auf, mindestens eine Schwäche oder einen Fehler in ihre Figur einzubauen. Diskutieren Sie gemeinsam, wie diese Eigenschaft die Handlung beeinflussen könnte.


In dieser Übersicht verwendete Methoden