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Deutsch · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Sprache und Geschlecht: Gendern im Diskurs

Die Auseinandersetzung mit Sprache und Geschlecht erfordert aktives Engagement. Methoden wie Philosophical Chairs und World Café ermöglichen es den Lernenden, sich direkt mit kontroversen Argumenten auseinanderzusetzen und eigene Positionen zu entwickeln, anstatt nur passiv zuzuhören.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Sprachwandel und SprachvarietätenKMK: Sekundarstufe II - Sprache und Gesellschaft
60–90 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte90 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Gendern in der Schriftsprache

Die Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils die Argumente für oder gegen die Einführung und Nutzung von gendergerechter Sprache erarbeiten und in einer moderierten Debatte vorstellen. Anschließend erfolgt eine gemeinsame Reflexion über die vorgebrachten Argumente und deren Gewichtung.

Analysieren Sie, wie Sprache Geschlechterrollen und -stereotypen reproduziert oder hinterfragt.

ModerationstippBeim Philosophical Chairs bitten Sie die Lernenden, ihre Sitzposition zu wechseln, wenn sie durch ein Argument überzeugt wurden, und die Gründe für den Wechsel kurz zu benennen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Philosophische Stühle60 Min. · Kleingruppen

Textanalyse: Genderdarstellung in Medien

Kleine Gruppen erhalten unterschiedliche Textauszüge (z.B. Zeitungsartikel, Werbeanzeigen, literarische Texte) und analysieren darin die sprachliche Darstellung von Geschlecht. Sie identifizieren stereotype Formulierungen und untersuchen, ob und wie gendergerechte Sprache eingesetzt wird.

Erklären Sie die Argumente für und gegen geschlechtergerechte Sprache.

ModerationstippStellen Sie beim World Café sicher, dass die Fragen an den einzelnen Tischen aufeinander aufbauen und die Lernenden ermutigt werden, auf die Ideen der vorherigen Gruppen einzugehen.

AnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Philosophische Stühle75 Min. · Kleingruppen

Entwicklung von Gender-Leitlinien

In Kleingruppen erarbeiten die Lernenden eigene Vorschläge für den Umgang mit gendergerechter Sprache in einem fiktiven Schulkontext. Sie begründen ihre Entscheidungen und präsentieren diese der Klasse zur Diskussion.

Bewerten Sie die Auswirkungen des Genderns auf die Verständlichkeit und Ästhetik der Sprache.

ModerationstippBei der Pro-Contra-Debatte fordern Sie die Gruppen auf, nicht nur ihre eigenen Argumente zu präsentieren, sondern auch auf die potenziellen Gegenargumente einzugehen und diese zu entkräften.

AnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSozialbewusstsein
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Bei diesem Thema ist es entscheidend, eine offene und wertschätzende Lernumgebung zu schaffen, in der alle Meinungen respektiert werden. Vermeiden Sie es, eine bestimmte Sprachform als einzig richtig darzustellen; stattdessen fördern Sie kritisches Denken und die Fähigkeit zur differenzierten Argumentation.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Lernenden die Komplexität der Debatte um gendergerechte Sprache erfassen und die Argumente verschiedener Seiten differenziert darstellen können. Sie sind in der Lage, ihre eigene Haltung zu reflektieren und sprachliche Strategien kritisch zu bewerten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Pro-Contra-Debatte zur Gendern in der Schriftsprache, beobachten Sie die Annahme, dass Gendern die Sprache unnötig kompliziert und unästhetisch macht.

    Lenken Sie die Diskussion, indem Sie die Lernenden auffordern, konkrete Beispiele für "komplizierte" oder "unästhetische" gendergerechte Formulierungen zu nennen und diese mit alternativen, als "ästhetisch" empfundenen Formulierungen zu vergleichen, um die subjektive Wahrnehmung von Ästhetik und Komplexität zu hinterfragen.

  • Bei der Textanalyse zur Genderdarstellung in Medien, könnte die Annahme auftreten, dass sprachliche Änderungen keinen Einfluss auf gesellschaftliche Realitäten haben.

    Fordern Sie die Lernenden auf, während der Gruppenarbeit spezifische Textauszüge zu identifizieren, in denen Sprache Stereotypen verstärkt oder aufbricht, und diskutieren Sie anschließend im Plenum, wie diese sprachlichen Muster mit gesellschaftlichen Wahrnehmungen zusammenhängen könnten.

  • Während der Entwicklung von Gender-Leitlinien, könnte die Annahme bestehen, dass Gendern die Sprache unnötig kompliziert und unästhetisch macht.

    Ermutigen Sie die Gruppen, bei der Erstellung ihrer Leitlinien bewusst auf die Verständlichkeit und Lesbarkeit zu achten und verschiedene Optionen zu diskutieren, wie gendergerechte Sprache ästhetisch und klar formuliert werden kann.


In dieser Übersicht verwendete Methoden