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Deutsch · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Expressionistische Großstadtlyrik

Die Auseinandersetzung mit expressionistischer Großstadtlyrik lebt von der aktiven Erfahrung. Durch Methoden wie den Gallery Walk und Chalk Talk können Schüler die Reizüberflutung und die komplexen Emotionen der Metropole sinnlich nachvollziehen und kritisch reflektieren.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Lyrische Texte analysierenKMK: Sekundarstufe II - Motivvergleiche
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang60 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Stadt-Bilder im Wandel

An verschiedenen Stationen vergleichen Schüler Gedichte aus Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Gegenwart. Sie ordnen jedem Gedicht ein passendes Bild oder Geräusch zu und begründen ihre Wahl.

Wie fangen Lyriker die Dynamik und Anonymität der Großstadt sprachlich ein?

ModerationstippBeim Gallery Walk sollten Sie darauf achten, dass die Schüler sich auf die Vergleiche zwischen den Epochen konzentrieren und die Entwicklung der Stadtbilder in den Gedichten herausarbeiten.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein kurzes, unbekanntes expressionistisches Großstadtgedicht. Sie sollen auf einem Zettel zwei zentrale Metaphern identifizieren, die das Gefühl der Entfremdung oder des Schreckens vermitteln, und kurz erklären, wie diese wirken.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Museumsgang50 Min. · Kleingruppen

Workshop: Lyrische Soundscapes

In Kleingruppen erstellen Schüler eine Tonaufnahme eines expressionistischen Gedichts. Sie nutzen Alltagsgeräusche und Rhythmus, um die Hektik und Anonymität der Stadt akustisch erfahrbar zu machen.

Welche Metaphern werden genutzt, um die Zerstörung tradierter Ordnungen darzustellen?

ModerationstippWährend des Chalk Talks ist es wichtig, dass die Schüler sich auf die schriftliche Auseinandersetzung mit dem Text konzentrieren und ihre Gedanken ohne verbale Ablenkung entwickeln.

Worauf zu achten istLehrkraft leitet eine Diskussion mit der Frage: 'Welche sprachlichen Mittel nutzen Lyriker wie Georg Heym, um die Großstadt als einen Ort der Bedrohung darzustellen? Nennt konkrete Beispiele aus den Gedichten und diskutiert ihre Wirkung auf den Leser.'

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Die Stadt als Monster?

Einzelarbeit: Analyse der Metaphern in 'Der Gott der Stadt'. Partner: Vergleich mit der eigenen Wahrnehmung der Stadt heute. Plenum: Diskussion über die Aktualität expressionistischer Ängste.

Analysieren Sie die Rolle der Farbe und des Kontrasts in expressionistischen Gedichten.

ModerationstippIm Ich-Du-Wir-Format ermutigen Sie die Schüler, während des Austauschs in Partnerarbeit gezielt die Metaphern aus 'Der Gott der Stadt' mit ihren eigenen Stadterfahrungen zu vergleichen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Liste mit Begriffen (z.B. 'Anonymität', 'Lärm', 'Licht', 'Schatten', 'Mensch als Masse'). Sie sollen zu jedem Begriff ein passendes Bild oder eine Metapher aus einem der besprochenen expressionistischen Gedichte zuordnen und kurz begründen.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Der pädagogische Ansatz sollte darauf abzielen, die Schüler von einer rein rezeptiven Haltung zu einer aktiven Auseinandersetzung zu führen. Statt nur Fakten zu vermitteln, nutzen wir die Methoden, um eigene Deutungen zu entwickeln und die Ambivalenz der Großstadterfahrung erfahrbar zu machen. Vermeiden Sie es, die Gedichte als rein negativ darzustellen; betonen Sie die Faszination und Dynamik.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schüler die sprachlichen Mittel expressionistischer Lyrik zur Darstellung der Großstadt erkennen und deren Wirkung auf die eigene Wahrnehmung und die des Autors beurteilen können. Sie formulieren eigene Interpretationen und begründen diese anhand konkreter Textbeispiele.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität 'Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen)' beobachten Sie, dass Schüler expressionistische Gedichte als 'falsch' empfinden, weil sie scheinbar Grammatikregeln brechen.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit im Ich-Du-Wir-Format darauf, wie das Experimentieren mit Satzfragmenten in Kleingruppen die ästhetische Absicht hinter der Formauflösung und die Darstellung des Zerfalls der alten Welt verdeutlicht.

  • Bei der Aktivität 'Stationenrotation: Stadt-Bilder im Wandel' nehmen Schüler Großstadtlyrik oft nur als negativ wahr.

    Ermutigen Sie die Schüler während der Stationenrotation, gezielt nach Momenten der Faszination, Freiheit und Geschwindigkeit in den Gedichten zu suchen, um die Ambivalenz der urbanen Erfahrung zu begreifen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden