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Chemie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Polymere: Kunststoffe und ihre Herstellung

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler die abstrakten Konzepte der Polymerchemie durch haptisches Erleben und visuelle Modelle begreifen. Die Kombination aus Bauen, Experimentieren und Diskutieren macht den unsichtbaren Prozess der Kettenbildung greifbar und zeigt direkt, wie Struktur und Eigenschaften zusammenhängen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen: MaterieKMK: Sekundarstufe I - Bewertung
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Projektbasiertes Lernen25 Min. · Partnerarbeit

Modellbau: Polymer-Ketten konstruieren

Paare erhalten Perlen als Monomere und Schnur. Sie verknüpfen 20-30 Perlen zu einer Kette und notieren, wie Länge und Verzweigung die Flexibilität beeinflussen. Abschließend vergleichen sie mit Polyethylen-Modellen.

Erklären Sie den Prozess der Polymerisation am Beispiel von Polyethylen.

ModerationstippBeobachten Sie während der Modellbau-Aktivität, ob Schüler die Verbindungen zwischen den Monomeren bewusst als chemische Reaktion und nicht als einfaches Zusammenstecken verstehen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Erkläre in eigenen Worten, wie aus vielen kleinen Ethylen-Molekülen eine lange Polyethylen-Kette entsteht.' Sie sollen zusätzlich ein Beispiel für ein Produkt nennen, das aus Polyethylen hergestellt wird.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Teststationen: Eigenschaften von Kunststoffen

Richten Sie Stationen ein: Bruchtest mit Plastikstreifen, Löslichkeit in Lösungsmitteln, Wärmebeständigkeit mit Heißwasser. Gruppen rotieren, protokollieren Ergebnisse und ziehen Vergleiche zu Naturstoffen.

Analysieren Sie die Eigenschaften von Kunststoffen im Vergleich zu Naturstoffen.

ModerationstippStellen Sie bei den Teststationen sicher, dass jede Gruppe mindestens zwei Kunststoffe mit gegensätzlichen Eigenschaften (z.B. hart vs. flexibel) vergleicht und ihre Beobachtungen protokolliert.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern eine Tabelle mit den Eigenschaften von zwei Kunststoffen und zwei Naturstoffen (z.B. Härte, Flexibilität, Wasserlöslichkeit, biologische Abbaubarkeit) zur Verfügung. Bitten Sie sie, die Spalte 'Anwendung' für jeden Stoff basierend auf den Eigenschaften auszufüllen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Fishbowl-Diskussion30 Min. · Kleingruppen

Fishbowl-Diskussion: Recycling-Szenarien

Die Klasse teilt sich in Gruppen auf, die Vor- und Nachteile von Mechanik- und Chemieredycling erörtern. Jede Gruppe präsentiert eine Lösung für Plastikmüll, gefolgt von Klassenvoting.

Bewerten Sie die ökologischen Herausforderungen im Zusammenhang mit Kunststoffen und Recycling.

ModerationstippLenken Sie die Diskussion zu Recycling-Szenarien gezielt auf konkrete Beispiele aus dem Alltag, damit Schüler Lösungsansätze nicht nur theoretisch, sondern praxisnah entwickeln.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Welche drei größten ökologischen Herausforderungen sehen Sie bei der Verwendung von Kunststoffen, und welche Lösungsansätze gibt es dafür?' Ermutigen Sie die Schüler, konkrete Beispiele für Recycling oder Alternativen zu nennen.

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen35 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Slime als Polymer herstellen

Schüler mischen PVA-Kleber, Borax-Lösung und Wasser, rühren bis Vernetzung eintritt. Sie beobachten Viskosität und testen Dehnbarkeit, ziehen Parallelen zur Polyethylen-Polymerisation.

Erklären Sie den Prozess der Polymerisation am Beispiel von Polyethylen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Erkläre in eigenen Worten, wie aus vielen kleinen Ethylen-Molekülen eine lange Polyethylen-Kette entsteht.' Sie sollen zusätzlich ein Beispiel für ein Produkt nennen, das aus Polyethylen hergestellt wird.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Setzen Sie auf eine klare Abfolge von konreten Erfahrungen und abstrakter Reflexion: Beginnen Sie mit dem Bauen von Modellen, um den Prozess der Polymerisation sichtbar zu machen. Führen Sie dann Experimente durch, die Eigenschaften erlebbar machen. Abschließend diskutieren Sie Anwendungen und Folgen, um das Gelernte zu verankern. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da sie die Komplexität der Zusammenhänge nicht ausreichend verdeutlichen. Aktuelle Forschung zeigt, dass Schüler durch diese Abfolge nachhaltiger lernen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen Monomer und Polymer erklären können, die Zusammenhänge zwischen Kettenlänge und Materialeigenschaften herstellen und Recyclingwege nicht nur benennen, sondern auch kritisch bewerten. Sie nutzen Fachbegriffe präzise und transferieren ihr Wissen auf Alltagsprodukte.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Modellbau-Aktivität 'Polymer-Ketten konstruieren' hören Sie möglicherweise, dass Schüler die Verknüpfung der Monomere als einfaches Zusammenstecken beschreiben.

    Nutzen Sie die Gelegenheit, um explizit zu fragen: 'Welche Art von Verbindung entsteht hier? Warum ist das keine physikalische Mischung?' und verweisen Sie auf die schriftlichen Hinweise zur chemischen Reaktion an der Tafel.

  • Während der Teststationen 'Eigenschaften von Kunststoffen' könnten Schüler behaupten, dass alle Kunststoffe gleich sind und nur nach 'hart' oder 'weich' unterschieden werden können.

    Fordern Sie die Schüler auf, ihre Beobachtungen mit den Modellen aus der ersten Aktivität zu vergleichen und gezielt nach Unterschieden in der Kettenstruktur zu fragen, z.B. nach der Vernetzung oder Länge der Polymerketten.

  • Während der Diskussion 'Recycling-Szenarien' hören Sie möglicherweise, dass Schüler Kunststoffe als 'unzerstörbar' bezeichnen.

    Lenken Sie die Diskussion auf die Teststationen zurück und fragen Sie: 'Was passiert mit den Kunststoffen, die wir hier getestet haben, wenn sie in die Umwelt gelangen? Zeigen Sie dazu Fotos von Mikroplastik oder Zersetzungsprozessen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden