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Chemie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Lösevorgang und Löslichkeit

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil der Lösevorgang ein dynamischer, unsichtbarer Prozess ist. Durch praktische Experimente und Modelle sehen Schülerinnen und Schüler direkt, wie sich Teilchen verhalten, was abstrakte Konzepte greifbar macht.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen: Struktur-EigenschaftKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung: Experiment
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Löslichkeitsfaktoren

Richten Sie Stationen ein: Temperatur (Salz in heiß/kaltem Wasser wiegen), Druck (Sodaflasche öffnen/schütteln), Polung (Öl/Wasser mit Farbe mischen) und Sättigung (Überschuss-Salz filtern). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Daten.

Erklären Sie den Lösevorgang am Beispiel von Salzen in Wasser.

ModerationstippBereiten Sie bei der Stationenrotation für die Löslichkeitsfaktoren alle Materialien wie Thermometer, Waagen und verschiedene Salze in beschrifteten Gefäßen vor, damit die Schüler direkt loslegen können.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern ein Bild eines Salzkristalls in Wasser zur Verfügung. Bitten Sie sie, auf einer Skala von 1 bis 5 zu bewerten, wie gut sie den Prozess der Hydratation auf Teilchenebene erklären können und warum sie diese Punktzahl gewählt haben.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Löslichkeitskurve zeichnen

Paare lösen Zucker in verschiedenen Wassertemperaturen (20–80 °C), messen gelöste Mengen mit Waage und pipettieren Volumen. Sie plotten die Kurve in ein Diagramm und diskutieren den Trend.

Analysieren Sie den Einfluss von Temperatur und Druck auf die Löslichkeit.

Worauf zu achten istGeben Sie jeder Schülerin und jedem Schüler eine Karte mit einem der folgenden Begriffe: 'Temperatur', 'Druck', 'polares Lösungsmittel', 'unpolarer Stoff'. Bitten Sie sie, eine kurze Erklärung zu schreiben, wie dieser Faktor die Löslichkeit beeinflusst oder erklärt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis35 Min. · Kleingruppen

Gruppenmodell: Teilchenebene des Lösevorgangs

Gruppen bauen mit Kugeln und Stäbchen ein Salzgitter, dann 'Lösung' mit blauen Bändern als Wassermoleküle. Sie filmen den 'Zerfall' und erklären in Plenum.

Begründen Sie das Prinzip 'Ähnliches löst Ähnliches'.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Warum löst sich Öl nicht in Wasser, obwohl beides Flüssigkeiten sind?' Fordern Sie die Schüler auf, ihre Antworten mit dem Prinzip 'Ähnliches löst Ähnliches' und den Eigenschaften polarer und unpolarer Stoffe zu begründen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis40 Min. · Ganze Klasse

Klassenexperiment: Ähnliches löst Ähnliches

Ganze Klasse testet Jod in Wasser vs. Alkohol, Fett in Wasser vs. Benzin. Ergebnisse tabellieren und Prinzip ableiten durch Abstimmung.

Erklären Sie den Lösevorgang am Beispiel von Salzen in Wasser.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern ein Bild eines Salzkristalls in Wasser zur Verfügung. Bitten Sie sie, auf einer Skala von 1 bis 5 zu bewerten, wie gut sie den Prozess der Hydratation auf Teilchenebene erklären können und warum sie diese Punktzahl gewählt haben.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Kombination aus sichtbaren Modellen und handlungsorientierten Versuchen, um das abstrakte Teilchenkonzept zu veranschaulichen. Wichtig ist, dass die Schüler selbst Hypothesen aufstellen und diese im Experiment überprüfen. Vermeiden Sie lange Frontalphasen – die Schüler brauchen Zeit zum Ausprobieren und Diskutieren.

Am Ende der Einheit sollten Schülerinnen und Schüler den Lösevorgang auf Teilchenebene erklären und Löslichkeitsfaktoren gezielt anwenden können. Ihr Verständnis zeigt sich darin, dass sie Experimente planen, Beobachtungen deuten und Missverständnisse korrigieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zu Löslichkeitsfaktoren beobachten Sie, dass Schüler denken, Salz verschwinde einfach im Wasser.

    Nutzen Sie hier die Filtrationsversuche an dieser Station: Bitten Sie die Schüler, eine gesättigte Salzlösung zu filtern und das Gewicht des Filters vor und nach dem Filtrieren zu vergleichen. So wird sichtbar, dass die Ionen zwar unsichtbar sind, aber nicht verschwunden.

  • Während der Paararbeit zum Zeichnen von Löslichkeitskurven halten Schüler fest, dass höhere Temperatur immer mehr Feststoffe löst.

    An dieser Station können Sie gezielt Experimente mit Natriumcarbonat (Soda) und Natriumchlorid (Salz) vorbereiten. Die Schüler sehen, dass Soda bei höherer Temperatur weniger löslich wird, und erkennen so die Ausnahmen zur Regel.

  • Während des Gruppenexperiments zu 'Ähnliches löst Ähnliches' glauben Schüler, Druck wirke nur auf Flüssigkeiten.

    Nutzen Sie hier den Ballonversuch mit CO₂ an dieser Station: Die Schüler sehen, wie sich das Gasvolumen bei Druckänderung verändert, und verstehen so, dass Druck vor allem Gase beeinflusst.


In dieser Übersicht verwendete Methoden