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Chemie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Exergone und endergone Reaktionen

Aktives Lernen ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, die abstrakten Konzepte der freien Enthalpieänderung ΔG durch Berechnungen und Experimente greifbar zu machen. Durch das Wechseln zwischen Stationen, Experimenten und Diskussionen wird der Unterschied zwischen exergonen und endergonen Reaktionen nicht nur theoretisch verstanden, sondern auch praktisch erfahrbar.

KMK BildungsstandardsKMK: SEC-II-FWKMK: SEC-II-KK
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping45 Min. · Partnerarbeit

Stationenrotation: ΔG-Berechnungen

Richten Sie Stationen mit Tabellen zu Reaktionsenthalpien und -entropien ein. Paare berechnen ΔG für gegebene Reaktionen, klassifizieren sie als exergon oder endergon und notieren Beispiele. Abschließende Plenumdiskussion vertieft das Verständnis.

Vergleichen Sie exergone und endergone Reaktionen hinsichtlich ihrer freien Enthalpieänderung.

ModerationstippWährend der Stationenrotation darauf achten, dass jede Gruppe die Berechnungen mit konkreten Zahlenwerten nachvollzieht, um die Rolle von Enthalpie und Entropie zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern zwei Reaktionsgleichungen (eine exergone, eine endergone). Bitten Sie sie, für jede Reaktion anzugeben, ob sie exergon oder endergon ist, und begründen Sie ihre Wahl anhand der freien Enthalpieänderung (ΔG).

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 02

Concept-Mapping50 Min. · Kleingruppen

Gruppenexperiment: Kopplung simulieren

Gruppen mischen Natron und Essig (exergon) mit einer Modell-Endergon-Reaktion wie Blasenbildung unter Druck. Sie beobachten, wie Kopplung die Gesamt-ΔG negativ macht, und zeichnen Energieprofile. Protokolle werden geteilt.

Erklären Sie, wie endergone Reaktionen in biologischen Systemen durch Kopplung ermöglicht werden.

ModerationstippBeim Gruppenexperiment die Kopplung von Reaktionen durch den Vergleich von ΔG-Werten vor und nach der Kopplung sichtbar machen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wie kann eine Zelle eine Reaktion durchführen, die Energie benötigt, wenn die Umgebung selbst nicht genügend Energie liefert?' Leiten Sie eine Diskussion über die Kopplung von Reaktionen und die Rolle von ATP als Energieträger.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Concept-Mapping40 Min. · Ganze Klasse

Klassenmodell: ATP-Zyklus

Die Klasse baut ein großes Modell mit Karten für ATP, ADP und Reaktionen. Jede Gruppe simuliert eine Kopplung, erklärt ΔG-Werte und präsentiert. Alle notieren Verbindungen zu Biologie.

Beurteilen Sie die Rolle von ATP als Energieträger in zellulären Prozessen.

ModerationstippIm ATP-Zyklus-Modell die Dynamik der Umwandlung durch die Schülerinnen und Schüler aktiv durchspielen lassen, um den Kreislauf zu verinnerlichen.

Worauf zu achten istZeigen Sie eine vereinfachte Darstellung der ATP-ADP-Umwandlung. Fragen Sie: 'Ist die ATP-Hydrolyse exergon oder endergon? Welche Art von Prozess wird durch die freigesetzte Energie ermöglicht?'

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 04

Concept-Mapping30 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Fallstudie: Biologische Prozesse

Schülerinnen und Schüler analysieren eine Photosynthese-Gleichung, berechnen ΔG-Schritte und erklären Kopplung mit Atmung. Sie erstellen eine Mindmap und diskutieren in Pairs.

Vergleichen Sie exergone und endergone Reaktionen hinsichtlich ihrer freien Enthalpieänderung.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern zwei Reaktionsgleichungen (eine exergone, eine endergone). Bitten Sie sie, für jede Reaktion anzugeben, ob sie exergon oder endergon ist, und begründen Sie ihre Wahl anhand der freien Enthalpieänderung (ΔG).

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema erfordert klare Struktur und visuelle Hilfen, um die abstrakten thermodynamischen Konzepte zugänglich zu machen. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da die Schülerinnen und Schüler durch eigenes Handeln und Diskutieren die Unterschiede zwischen exergonen und endergonen Reaktionen internalisieren. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie Muskelbewegung oder ATP-Synthese, um die Relevanz für den Organismus zu verdeutlichen.

Erfolgreich lernen die Schülerinnen und Schüler, ΔG-Werte zu berechnen, die Kopplung von Reaktionen zu erklären und die Bedeutung für zelluläre Prozesse zu begründen. Sie können spontane Reaktionen von nicht-spontanen unterscheiden und den ATP-Zyklus als Energieträger modellhaft darstellen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation ΔG-Berechnungen wird beobachtet, dass Schülerinnen und Schüler endergone Reaktionen als spontan einstufen.

    Fragen Sie die Schülerinnen und Schüler, die ΔG > 0 berechnet haben, die spontane Absprache zu begründen und lenken Sie sie zur Kopplung mit exergonen Reaktionen um. Nutzen Sie dazu das Arbeitsblatt mit Beispielen wie der Gluconeogenese.

  • Während der Stationenrotation ΔG-Berechnungen wird ΔG als reine Wärmeenergie interpretiert.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Formel ΔG = ΔH – T·ΔS an konkreten Beispielen anzuwenden und die Bedeutung von Entropieänderungen zu diskutieren.

  • Während des Gruppenexperiments zur Kopplung simulieren Schülerinnen und Schüler ATP-Hydrolyse als immer exergon, unabhängig vom Kontext.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Rollenspiel die ATP-ADP-Umwandlung als gekoppelten Prozess durchspielen und diskutieren Sie, warum die Rückreaktion Energie benötigt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden