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Biologie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Ökologische Sukzession

Aktive Lernformen wirken hier besonders gut, weil ökologische Sukzession ein dynamischer, visueller und prozesshafter Vorgang ist. Durch Bewegung und multisensorische Erfahrungen verstehen Schülerinnen und Schüler die zeitliche Abfolge und die Wechselwirkungen zwischen Arten besser als durch rein theoretische Erklärungen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen SystemKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Zeitstrahl-Challenge45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Sukzessionsphasen

Richten Sie vier Stationen ein: Pionierphase (Moos auf Stein modellieren), Bodenbildung (Schichten mit Nährstoffen aufbauen), Folgesukzession (Pflanzenkarten stapeln), Klimax (stabiles Modell). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, zeichnen Diagramme und notieren Veränderungen.

Erklären Sie die Phasen der ökologischen Sukzession nach einer Störung.

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jede Gruppe Protokollblätter mit den Phasennamen und typischen Arten erhält, um Missverständnisse durch mündliche Weitergabe zu vermeiden.

Worauf zu achten istLehrerinnen und Lehrer zeigen Bilder von verschiedenen Stadien der Sukzession (z.B. Fels, Moos, Gräser, junger Wald, alter Wald). Schülerinnen und Schüler ordnen die Bilder in die richtige Reihenfolge und benennen die jeweilige Sukzessionsphase und typische Arten. Fragen: 'Welche Arten sind hier typisch?' 'Was sind die Hauptunterschiede zwischen Phase A und B?'

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Arten als Sukzessoren

Weisen Sie Schülerinnen und Schüler Rollen zu: Pionierpflanzen, Sträucher, Bäume. Sie agieren eine Störung nach, besetzen schrittweise ein Spielfeld und begründen ihre Etablierung. Abschließend besprechen sie Abhängigkeiten.

Analysieren Sie die Rolle von Pionierarten bei der Besiedlung neuer Lebensräume.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft stellt die Frage: 'Stellen Sie sich vor, ein Waldbrand zerstört einen Teil eines Waldes. Welche Arten werden Sie zuerst sehen, wenn Sie ein Jahr später zurückkehren? Welche Veränderungen im Boden erwarten Sie?' Schülerinnen und Schüler diskutieren in Kleingruppen und präsentieren ihre Hypothesen. Fokus liegt auf der Erklärung der Rolle von Pionierarten und der sekundären Sukzession.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Zeitstrahl-Challenge50 Min. · Partnerarbeit

Freifeldsuche: Lokale Sukzession

Schüler suchen auf dem Schulhof oder nahen Brachflächen Anzeichen von Sukzession, fotografieren Pflanzenfolgen und klassifizieren primär oder sekundär. In Gruppen erstellen sie Zeitstrahlen.

Vergleichen Sie primäre und sekundäre Sukzession und deren Ursachen.

Worauf zu achten istJede Schülerin und jeder Schüler erhält eine Karteikarte. Darauf wird entweder 'Primäre Sukzession' oder 'Sekundäre Sukzession' geschrieben. Die Aufgabe lautet: 'Beschreiben Sie kurz, wo diese Art der Sukzession beginnt und nennen Sie ein Beispiel für eine Störung, die sie auslöst.'

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Zeitstrahl-Challenge35 Min. · Partnerarbeit

Diagrammbau: Vergleich Sukzessionen

Paare bauen Venn-Diagramme für primäre und sekundäre Sukzession, fügen Ursachen, Dauer und Arten ein. Präsentieren und diskutieren Unterschiede.

Erklären Sie die Phasen der ökologischen Sukzession nach einer Störung.

Worauf zu achten istLehrerinnen und Lehrer zeigen Bilder von verschiedenen Stadien der Sukzession (z.B. Fels, Moos, Gräser, junger Wald, alter Wald). Schülerinnen und Schüler ordnen die Bilder in die richtige Reihenfolge und benennen die jeweilige Sukzessionsphase und typische Arten. Fragen: 'Welche Arten sind hier typisch?' 'Was sind die Hauptunterschiede zwischen Phase A und B?'

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit konkreten Beispielen aus der lokalen Umgebung, um abstrakte Konzepte greifbar zu machen. Sie vermeiden statische Darstellungen von Sukzession und betonen stattdessen die Vielfalt möglicher Entwicklungswege. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler besonders gut lernen, wenn sie eigene Beobachtungen mit theoretischen Modellen verknüpfen können.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler Sukzessionsphasen nicht nur benennen, sondern auch Zusammenhänge zwischen Störungsart, Bodenentwicklung und Artenzusammensetzung herstellen können. Sie erkennen, dass Sukzession nicht linear verläuft und Klimaxgesellschaften veränderlich sind.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During der Stationenrotation: Schülerinnen und Schüler gehen davon aus, dass alle Sukzessionspfade gleich schnell und linear verlaufen.

    Nutzen Sie die Stationenrotation, um variierende Karten mit unterschiedlichen Störungsarten und Klimabedingungen einzusetzen. Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Ergebnisse zu vergleichen und gemeinsam zu diskutieren, warum manche Pfade länger dauern oder unvorhersehbare Wendungen nehmen.

  • During der Freifeldsuche: Schülerinnen und Schüler betrachten Klimaxgesellschaften als endgültige und unveränderliche Endzustände.

    Nutzen Sie die Freifeldsuche, um gezielt nach Anzeichen für Störungen (z.B. umgestürzte Bäume, Brandspuren) zu suchen. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler Hypothesen entwickeln, wie sich das Ökosystem nach einer neuen Störung verändern könnte, und korrigieren Sie statische Vorstellungen durch konkrete Beobachtungen.

  • During dem Rollenspiel: Schülerinnen und Schüler halten Pionierarten für zufällig und unwichtig im Sukzessionsprozess.

    Nutzen Sie das Rollenspiel, um die spezialisierten Anpassungen von Pionierarten (z.B. Moose mit Trockenheitsresistenz, Flechten mit Stickstofffixierung) hervorzuheben. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in der Reflexionsphase die ökologischen Netzwerke skizzieren, die ohne diese Arten nicht entstehen könnten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden