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Biologie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Geschmack und Geruch: Chemische Sinne

Aktives Ausprobieren macht die unsichtbaren chemischen Sinne für Schüler greifbar. Beim Geschmackstest oder der Blindgeruchssuche erleben sie selbst, wie eng Geruch und Geschmack zusammenhängen. Diese Erfahrungen verankern das abstrakte Wissen über Rezeptoren und Signalweiterleitung nachhaltig.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Struktur und Funktion
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Geschmackstests

Richten Sie vier Stationen ein: süß/sauer mit Nase zu/offen, salzig/bitter mit Papillenfärbung, umami-Vergleich, Geruchskombination. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Wahrnehmungsunterschiede in einer Tabelle. Abschließende Plenumdiskussion.

Erklären Sie, wie wir verschiedene Geschmacksrichtungen wahrnehmen.

ModerationstippBei der Stationenrotation zu den Geschmackstests sorgen vorbereitete Lösungen mit klaren Konzentrationen für vergleichbare Ergebnisse zwischen den Gruppen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einer der fünf Grundgeschmacksrichtungen. Sie sollen eine chemische Eigenschaft (z.B. Säure für sauer, Zucker für süß) und eine Tierart nennen, deren Geschmackssinn sich von unserem unterscheidet, und kurz begründen warum.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Blindgeruchssuche: Dufttaschen

Füllen Sie Tücher mit Gewürzen, Zitrus, Kaffee und unbekannten Düften. Paare riechen blind und raten Inhalte, dann offen. Sie protokollieren Trefferquoten und diskutieren Geruchsschwelle.

Analysieren Sie die Rolle des Geruchssinns bei der Erkennung von Gefahren und Nahrung.

ModerationstippFür die Blindgeruchssuche verwenden Sie kleine Dufttaschen mit verschiedenen Kräutern oder Gewürzen, die in Stoffbeutel eingenäht und beschriftet sind.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern eine Auswahl von 5-6 verschiedenen, stark riechenden Substanzen (z.B. Kaffee, Zitrone, Essig, Zimt, Minze) in verschlossenen Behältern zur Verfügung. Die Schüler sollen die Behälter öffnen, riechen und versuchen, die Gerüche zu identifizieren und aufzuschreiben, welche olfaktorischen Rezeptoren sie vermutlich aktivieren.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen35 Min. · Einzelarbeit

Tiervergleich: Simulationsspiel

Teilen Sie Karten mit Tieren und Sinnenstärken aus (Hund riecht, Vogel schmeckt schwach). Individuen sortieren Szenarien (Jagd, Nahrung) und präsentieren Gründe. Ergänzen Sie mit Videos.

Vergleichen Sie die menschlichen chemischen Sinne mit denen von Tieren.

ModerationstippBeim Tiervergleichs-Simulationsspiel stellen Sie sicher, dass die Schüler die Spielrollen klar verstehen und die Aufgabenkarten mit konkreten Beispielen für Tierverhalten enthalten.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: Warum ist es für uns Menschen wichtig, sowohl gut schmecken als auch gut riechen zu können? Nennen Sie mindestens zwei Beispiele, bei denen beide Sinne zusammenarbeiten, um uns zu schützen oder uns Genuss zu verschaffen.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen40 Min. · Partnerarbeit

Rezeptor-Modellbau: Zunge basteln

Schüler modellieren Zunge aus Ton mit markierten Papillen und testen mit Flüssigkeiten. Paare erklären Funktion und notieren Beobachtungen. Fotografieren für Portfolio.

Erklären Sie, wie wir verschiedene Geschmacksrichtungen wahrnehmen.

ModerationstippBeim Rezeptor-Modellbau achten Sie darauf, dass die Schüler mit einfachen Materialien wie Ton oder buntem Papier arbeiten, um die Verteilung der Geschmacksrezeptoren nachzuahmen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einer der fünf Grundgeschmacksrichtungen. Sie sollen eine chemische Eigenschaft (z.B. Säure für sauer, Zucker für süß) und eine Tierart nennen, deren Geschmackssinn sich von unserem unterscheidet, und kurz begründen warum.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Biologie-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte nutzen Experimente als Einstieg, um die Sinne zu aktivieren und Neugier zu wecken. Es wird bewusst auf komplexe Fachbegriffe verzichtet, stattdessen stehen Beobachtungen und Vergleiche im Vordergrund. Die Schüler sollen eigene Schlüsse ziehen und durch gezielte Fragen zur Reflexion angeregt werden. Wichtig ist, dass falsche Vorstellungen direkt im Moment des Erlebens korrigiert werden.

Am Ende können die Schüler die fünf Grundgeschmacksrichtungen benennen und erklären, warum Geruch für den Geschmack entscheidend ist. Sie erkennen, dass Rezeptoren verteilt sind und der Geruchssinn sowohl Genuss als auch Warnung ermöglicht. Peer-Diskussionen vertiefen das Verständnis durch gegenseitigen Austausch.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation Geschmackstests beobachten Sie, wie Schüler den Geschmack nur auf die Zunge beziehen.

    Nach dem Tasting mit verstopfter Nase lassen Sie die Schüler ihre vorherigen Vermutungen revidieren und gemeinsam eine neue Hypothese aufstellen, die den Geruch einbezieht.

  • Während der Stationenrotation Geschmackstests sehen Sie Schüler, die annehmen, dass jede Geschmacksrichtung auf einen festen Zungenbereich beschränkt ist.

    Nutzen Sie die Station mit den Markierungen auf der Zungenzeichnung, um gemeinsam zu überprüfen, wo die Schüler süß, sauer oder bitter wahrnehmen und korrigieren Sie falsche Zuordnungen direkt.

  • Bei der Blindgeruchssuche vermuten Schüler, dass der Geruchssinn nur angenehme Düfte wahrnimmt.

    Fügen Sie eine Dufttasche mit einem unangenehmen Geruch (z.B. Fisch oder fauliger Geruch) hinzu und lassen Sie die Schüler die Schutzfunktion des Geruchssinns im Vergleich zu Tieren diskutieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden