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Biologie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Dominante und rezessive Erbgänge

Aktive Lernformen eignen sich besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler die abstrakten Konzepte von dominanten und rezessiven Erbgängen durch eigenes Handeln greifbar machen. Kombinationsquadrate und Simulationen machen die zufällige Natur der Vererbung erlebbar und korrigieren so typische Fehlvorstellungen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
15–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Problemorientiertes Lernen20 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Kombinationsquadrat erstellen

Paare erhalten Karten mit dominanten (z. B. braune Augen BB/Bb) und rezessiven Allelen (bb). Sie zeichnen ein Punnett-Quadrat, berechnen Phänotypen und prognostizieren Nachkommen. Abschließend vergleichen sie Ergebnisse mit der Klasse.

Erklären Sie, warum bestimmte Merkmale eine Generation überspringen können.

ModerationstippWährend der Paararbeit beim Kombinationsquadrat die Schülerinnen und Schüler auffordern, jeden Schritt laut zu erklären, um ihr Denken zu externalisieren.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern ein einfaches Szenario vor, z.B. 'In Erbsen ist die gelbe Samenschale (G) dominant über die grüne (g). Kreuzen Sie eine homozygot dominante Pflanze mit einer homozygot rezessiven Pflanze. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für gelbe Erbsen in der ersten Generation?' Lassen Sie sie das Ergebnis auf einem kleinen Zettel notieren.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Problemorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Gruppenrotation: Erbsensimulation

Drei Stationen: 1. Allele mischen mit Würfeln, 2. Quadrate ausfüllen, 3. Ergebnisse in Stammbaum eintragen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Wahrscheinlichkeiten.

Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Merkmals mithilfe von Kombinationsquadraten.

ModerationstippBei der Erbsensimulation die Gruppen gezielt mischen, sodass schwächere Lernende von stärkeren profitieren können.

Worauf zu achten istGeben Sie jeder Schülerin und jedem Schüler eine Karte mit einem Genotyp (z.B. Aa, aa, AA). Bitten Sie sie, auf der Rückseite zu notieren, welcher Phänotyp daraus resultiert, wenn A für blaue Augen und a für braune Augen steht und braun dominant ist. Fragen Sie zusätzlich: 'Was muss der Genotyp beider Elternteile sein, damit ein rezessives Merkmal bei einem Kind auftreten kann?'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Problemorientiertes Lernen30 Min. · Ganze Klasse

Klassenaktivität: Familiensimulation

Die Klasse simuliert eine Familie mit farbigen Bändern für Allele. Jeder Schüler 'erbt' Merkmale zufällig und zeichnet einen Stammbaum. Gemeinsam diskutieren sie Überspringen von Merkmalen.

Analysieren Sie, was Stammbäume über unsere Vorfahren verraten können.

ModerationstippIn der Familiensimulation die Schülerinnen und Schüler anleiten, ihre Ergebnisse zu präsentieren und gemeinsam mit der Klasse zu diskutieren.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein einfaches Stammbaumdiagramm, das die Vererbung einer dominanten und einer rezessiven Erkrankung darstellt. Stellen Sie die Frage: 'Was unterscheidet die Vererbung dieser beiden Erkrankungen anhand des Stammbaums? Welche Informationen können wir über die Genotypen der Großeltern und Eltern ableiten?'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Problemorientiertes Lernen15 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Übung: Wahrscheinlichkeitsrechnung

Schüler lösen Aufgaben mit verschiedenen Kreuzungen, füllen Quadrate aus und notieren Prozentsätze. Sie wählen reale Beispiele wie Haartyp.

Erklären Sie, warum bestimmte Merkmale eine Generation überspringen können.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern ein einfaches Szenario vor, z.B. 'In Erbsen ist die gelbe Samenschale (G) dominant über die grüne (g). Kreuzen Sie eine homozygot dominante Pflanze mit einer homozygot rezessiven Pflanze. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für gelbe Erbsen in der ersten Generation?' Lassen Sie sie das Ergebnis auf einem kleinen Zettel notieren.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Biologie-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß lernen Schülerinnen und Schüler dieses Thema am besten durch handlungsorientierte Methoden mit sofortiger Rückmeldung. Vermeiden Sie lange Frontalphasen, da die Konzepte schnell abstrakt werden. Stattdessen sollten Sie aktive Phasen mit klaren Reflexionsrunden verbinden, um die Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu sichern.

Am Ende können die Lernenden dominante und rezessive Allele unterscheiden, einfache Kombinationsquadrate selbstständig erstellen und Wahrscheinlichkeiten für Phänotypen berechnen. Sie erkennen, warum rezessive Merkmale Generationen überspringen können und wenden ihr Wissen auf Stammbäume an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Schülerinnen und Schüler denken während der Paararbeit beim Kombinationsquadrat, dass rezessive Merkmale verschwinden und schwächer sind.

    Nutzen Sie die Paararbeit mit den Kombinationsquadraten, um gezielt nachzufragen: 'Wo sehen wir im Quadrat, dass das rezessive Allel weitervererbt wird? Zeichnen Sie ein zweites Quadrat, bei dem das rezessive Merkmal wieder auftaucht.'

  • Schülerinnen und Schüler glauben während der Erbsensimulation, dass jedes Kind genau die Hälfte der Merkmale jedes Elternteils erbt.

    Setzen Sie die Erbsensimulation ein, um die Zufälligkeit zu betonen: 'Zählen Sie gemeinsam, wie oft das rezessive Merkmal in Ihrer Gruppe auftritt. Warum ist die Verteilung nicht genau 50:50?'

  • Schülerinnen und Schüler gehen während der Klassenaktivität Familiensimulation davon aus, dass Stammbäume immer alle Informationen sicher zeigen.

    Nutzen Sie die Familiensimulation, um Lücken zu thematisieren: 'Erstellen Sie einen Stammbaum mit drei Generationen, bei dem ein rezessives Merkmal erst in der dritten Generation auftritt. Welche Genotypen mussten die Großeltern haben?'


In dieser Übersicht verwendete Methoden