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Biologie · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Geschmack und Geruch

Aktive Experimente zeigen Schülerinnen und Schülern direkt, wie eng Geschmack und Geruch zusammenhängen. Wenn sie selbst mit zugehaltener Nase Lebensmittel testen, erleben sie sofort, wie viel der Geschmack von der Nase abhängt und warum Essen bei Erkältung fad schmeckt.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Geschmacksrichtungen testen

Richten Sie fünf Stationen ein, eine pro Grundgeschmack. Schüler probieren markierte Lösungen (Zuckerwasser, Zitronensaft usw.) und notieren Empfindungen. Dann wiederholen sie mit verbundenen Augen. Gruppen rotieren alle 7 Minuten und diskutieren Unterschiede.

Differentiere die fünf Grundgeschmacksrichtungen und ihre Rezeptoren.

ModerationstippVerteilen Sie bei der Stationenrotation genau eine Probe pro Station und legen Sie eine klare Zeitvorgabe fest, damit alle Gruppen gleichmäßig testen können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Geschmack', 'Geruch', 'Aroma'. Sie sollen für jedes Feld ein Wort oder eine kurze Beschreibung eintragen, was sie gelernt haben. Zusätzlich sollen sie eine Frage notieren, die sie noch beschäftigt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Nase-zu-Experiment

Paare essen eine komplexe Speise, wie Apfelstücke mit Zimt, erst normal, dann mit Klammer an der Nase. Sie beschreiben den Geschmacksunterschied und zeichnen ein Diagramm des Zusammenspiels. Abschließende Partnerdiskussion.

Analysiere das Zusammenspiel von Geruchs- und Geschmackssinn bei der Wahrnehmung komplexer Aromen.

ModerationstippBereiten Sie für das Nase-zu-Experiment kleine, mundgerechte Proben vor, die die Schülerinnen und Schüler mit geschlossenen Augen probieren, um Ablenkungen zu vermeiden.

Worauf zu achten istDer Lehrer nennt eine Situation, z.B. 'Eine Zitrone schmeckt sauer'. Die Schüler zeigen mit einer Handbewegung an, welcher Sinn (nur Geschmack, nur Geruch, beides) hauptsächlich beteiligt ist. Anschließend werden die Antworten kurz besprochen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis35 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Aromenrätsel

Verteilen Sie Tücher mit Düften (Zitrone, Vanille). Schüler riechen und raten mit geschlossenen Augen, dann mit Essen kombinieren. Klasse sammelt Ergebnisse an der Tafel und erklärt das Zusammenspiel.

Erkläre, warum bei einer Erkältung das Essen oft fade schmeckt.

ModerationstippFühren Sie das Aromenrätsel als Wettbewerb durch, bei dem Gruppen innerhalb von zwei Minuten möglichst viele richtige Zuordnungen finden müssen, um die Spannung hochzuhalten.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum schmeckt ein Apfel anders, wenn man gleichzeitig eine Erkältung hat und die Nase verstopft ist?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und ihre Vermutungen notieren. Sammeln Sie die Ideen im Plenum und leiten Sie zur Erklärung des Zusammenspiels von Geruch und Geschmack über.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis20 Min. · Einzelarbeit

Individual: Geruchstagebuch

Schüler listen täglich drei Aromen auf, notieren Geruch und Geschmack separat. Zu Hause testen sie mit verstopfter Nase. Nächste Stunde teilen sie Beobachtungen.

Differentiere die fünf Grundgeschmacksrichtungen und ihre Rezeptoren.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler beim Geruchstagebuch auf, nicht nur zu riechen, sondern auch die Intensität und den Ort des Geruchs (z.B. süßlich, stechend) genau zu beschreiben.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Geschmack', 'Geruch', 'Aroma'. Sie sollen für jedes Feld ein Wort oder eine kurze Beschreibung eintragen, was sie gelernt haben. Zusätzlich sollen sie eine Frage notieren, die sie noch beschäftigt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß funktioniert es am besten, wenn die Lehrkraft zunächst eine kurze, klare Erklärung gibt und dann die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden lässt. Vermeiden Sie lange Frontalphasen, da das Thema durch eigenes Ausprobieren viel besser verstanden wird. Achten Sie darauf, dass alle Sinne angesprochen werden: Sehen, Riechen, Schmecken und sogar Hören (z.B. beim Kauen).

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler die fünf Grundgeschmacksrichtungen benennen, die Rolle der Nase für den Geschmack erklären und Missverständnisse wie die feste Geschmacksverteilung auf der Zunge korrigieren können. Sie nutzen Fachbegriffe wie Rezeptoren und Aroma sicher.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zur Geschmacksrichtungen-Testung beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler meinen, Geschmack entstehe nur auf der Zunge.

    Während der Stationenrotation lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Paaren arbeiten und eine Probe einmal mit und einmal ohne zugehaltener Nase probieren. Die Unterschiede werden sofort sichtbar und können im Plenum besprochen werden.

  • Während des Nase-zu-Experiments mit zugehaltener Nase halten einige Schülerinnen und Schüler die Vorstellung aufrecht, dass bestimmte Geschmacksrichtungen nur an bestimmten Zungenregionen wahrgenommen werden.

    Während des Nase-zu-Experiments verteilen Sie Zungenkarten mit markierten Rezeptorzonen. Die Schülerinnen und Schüler markieren selbst, wo sie die Geschmacksrichtungen schmecken, und sehen so, dass die Rezeptoren über die ganze Zunge verteilt sind.

  • Während der Erarbeitung des Themas Erkältung und Geschmack vermuten einige, dass die Zunge bei einer Erkältung weniger empfindlich wird.

    Während der Erarbeitung simulieren Sie mit einer Klammer eine verstopfte Nase und lassen die Schülerinnen und Schüler eine Probe (z.B. Apfel oder Zitrone) probieren. Sie vergleichen die Beobachtungen und ziehen gemeinsam Schlüsse über die Bedeutung der Nase.


In dieser Übersicht verwendete Methoden