Aktivität 01
Paararbeit: Konditionierung simulieren
Paare wählen ein Tier und einen Reiz, z. B. einen Freund als 'Hund'. Einer klingelt wiederholt vor Futtergabe, der andere reagiert mit 'Speicheln'. Nach 10 Wiederholungen testen sie die Reaktion allein auf den Klang und notieren Ergebnisse. Abschließende Reflexion vergleicht mit Pawlow.
Vergleiche angeborenes und erlerntes Verhalten anhand von Beispielen.
ModerationstippBei der Paararbeit zur Konditionierung achten Sie darauf, dass die Schülerpaare konkrete Reize und Reaktionen benennen, nicht nur abstrakte Erklärungen geben.
Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Tier (z.B. Gänsejunges, Hund, Ratte). Sie sollen auf der Rückseite eine kurze Beschreibung geben, welche Art von erlerntem Verhalten (Prägung, klassische oder operante Konditionierung) hier besonders relevant ist und warum.
AnalysierenBewertenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen→· · ·
Aktivität 02
Lernen an Stationen: Prägung erkunden
Drei Stationen: Video von Lorenz' Gänsen anschauen und Notizen machen, Modell mit Entenküken und Stöcken prägen, Diagramm zu Phasen der Prägung zeichnen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und teilen Beobachtungen.
Analysiere die Bedeutung von Prägung für die Entwicklung von Jungtieren.
Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellt euch vor, ihr seid ein Hund. Wie könntet ihr durch klassische Konditionierung lernen, dass die Türklingel bedeutet, dass jemand kommt?' Sammeln Sie Ideen und leiten Sie eine Diskussion über die Rolle von Reizen und Reaktionen.
ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen→· · ·
Aktivität 03
Ganzer Unterricht: Beispiele debattieren
Klasse sammelt Beispiele für angeborenes und erlerntes Verhalten an der Tafel. In Plenum vergleichen Gruppen Vorteile, z. B. Fluchtreflex vs. Werkzeugnutzung bei Krähen. Jede Gruppe präsentiert ein Beispiel mit Begründung.
Erkläre das Prinzip der klassischen und operanten Konditionierung.
Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Tierverhalten (z.B. ein Vogel, der ein Nest baut; ein Hund, der auf ein Kommando sitzt; ein Küken, das der Mutter folgt). Die Schüler ordnen jedem Bild eine Kategorie zu: angeboren, Prägung, klassische Konditionierung, operante Konditionierung und begründen kurz ihre Wahl.
AnalysierenBewertenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen→· · ·
Aktivität 04
Individuelle Aufgabe: Lerntagebuch
Jedes Kind wählt ein Tier und beschreibt ein erlerntes Verhalten, z. B. Katze, die Tür öffnet. Zeichnet Stadien der Konditionierung und notiert, warum es adaptiv ist. Am Ende teilen Freiwillige.
Vergleiche angeborenes und erlerntes Verhalten anhand von Beispielen.
Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Tier (z.B. Gänsejunges, Hund, Ratte). Sie sollen auf der Rückseite eine kurze Beschreibung geben, welche Art von erlerntem Verhalten (Prägung, klassische oder operante Konditionierung) hier besonders relevant ist und warum.
AnalysierenBewertenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen→Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit
Erfahrungsbasiertes Lernen wirkt hier nachhaltiger als Frontalunterricht, weil die Schüler selbst Prozesse durchspielen. Kombinieren Sie praktische Experimente mit Tierbeispielen, um die Brücke zwischen Theorie und Realität zu schlagen. Vermeiden Sie zu komplexe Fachsprache zu Beginn und führen Sie Begriffe schrittweise ein.
Am Ende sollen Lernende zwischen angeborenem und erlerntem Verhalten unterscheiden können und die drei Lernformen sicher an Beispielen erklären. Sie nutzen Fachbegriffe korrekt und transferieren ihr Wissen auf neue Situationen, etwa indem sie selbst Konditionierungsprozesse beschreiben oder Prägungsphasen analysieren.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Erlerntes Verhalten ersetzt immer angeborenes.
Während der Stationenarbeit zu Prägung und Konditionierung beobachten Sie, wie Schüler die Listen mit Beispielen vergleichen. Lenken Sie sie gezielt darauf hin, dass viele Verhaltensweisen angeborene Grundlagen haben, die durch Lernen ergänzt werden, etwa beim Futterverhalten von Vögeln.
Konditionierung funktioniert nur bei Haustieren.
Im Rollenspiel zum wilden Lernen simulieren Schüler Konditionierung bei Tieren wie Eichhörnchen oder Vögeln. Fordern Sie sie auf, eigene Beispiele zu finden und zu begründen, warum auch wilde Tiere lernen müssen – etwa um Gefahren zu meiden.
Prägung ist für alle Tiere gleich.
Bei der Videoanalyse prägungsrelevanter Szenen achten Sie darauf, dass Schüler die sensiblen Phasen markieren und Unterschiede zwischen Arten herausarbeiten. Diskutieren Sie im Anschluss, warum Prägung etwa bei Gänsen anders verläuft als bei Hühnern.
In dieser Übersicht verwendete Methoden