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Biologie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Fortpflanzungsstrategien und Partnerwahl

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Themen Partnerwahl und Fortpflanzungsstrategien oft abstrakte Konzepte wie Fitness und sexuelle Selektion beinhalten. Durch handlungsorientierte Methoden können Schülerinnen und Schüler diese Konzepte direkt erleben und besser verankern.

KMK BildungsstandardsSTD.KMK.BIO.4.2STD.KMK.BIO.3.3
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Tierbeispiele analysieren

Richten Sie Stationen mit Videos oder Fotos von Pfauen, Löwen und Albatrossen ein. Gruppen notieren Selektionsmerkmale, Elternrollen und Paarungstypen. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Warum sind Weibchen oft wählerischer bei der Partnerwahl?

ModerationstippLassen Sie die Stationenrotation mit klaren Zeitvorgaben und einer sichtbaren Aufgabenkarte pro Station durchführen, damit die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet arbeiten.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie mit den Schülern: 'Warum sind Weibchen oft wählerischer bei der Partnerwahl?' Fordern Sie sie auf, mindestens zwei Gründe zu nennen, die mit dem Elterninvestment und der sexuellen Selektion zusammenhängen, und diese mit Beispielen aus der Tierwelt zu belegen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Rollenspiel: Partnerwahl simulieren

Teilen Sie Rollen als Männchen und Weibchen aus, mit Merkmalen wie 'stark' oder 'pfleglich'. Weibchen wählen basierend auf Kriterien, Gruppen reflektieren Selektionsvorteile danach.

Welche Faktoren begünstigen Monogamie gegenüber Polygamie?

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern eine Tabelle mit verschiedenen Tierarten (z. B. Adler, Löwe, Seepferdchen, Pfau). Bitten Sie sie, für jede Art das wahrscheinliche Paarungssystem (Monogamie, Polygynie, Polyandrie) zu identifizieren und kurz zu begründen, warum dieses System unter den gegebenen Umweltbedingungen vorteilhaft sein könnte.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Debatte50 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Monogamie vs. Polygamie

Teilen Sie die Klasse in Pro- und Contra-Gruppen. Jede Gruppe sammelt Argumente aus Beispielen wie Wölfe oder Seehunde. Moderierte Debatte mit Abstimmung schließt ab.

Wie erklären wir Infantizid aus ultimaler Sicht?

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten die Aufgabe, eine kurze Fallstudie über Infantizid bei einer bestimmten Säugetierart zu lesen. Sie sollen dann eine Frage beantworten: 'Wie erhöht Infantizid aus ultimaler Sicht die Fitness des Männchens, das den Infantizid begeht?'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Debatte35 Min. · Partnerarbeit

Datenanalyse: Fitness vergleichen

Geben Sie Datentabellen zu Fortpflanzungserfolgen. Paare berechnen Fitnesswerte und diskutieren Einflussfaktoren wie Investment.

Warum sind Weibchen oft wählerischer bei der Partnerwahl?

Worauf zu achten istDiskutieren Sie mit den Schülern: 'Warum sind Weibchen oft wählerischer bei der Partnerwahl?' Fordern Sie sie auf, mindestens zwei Gründe zu nennen, die mit dem Elterninvestment und der sexuellen Selektion zusammenhängen, und diese mit Beispielen aus der Tierwelt zu belegen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einer kurzen Einordnung der Konzepte, bevor Sie in die Aktivitäten einsteigen. Vermeiden Sie es, zu viel Vorwissen abzufragen, da dies die Schülerinnen und Schüler überfordern kann. Nutzen Sie stattdessen gezielte Impulsfragen, um das Vorwissen zu aktivieren und zu vertiefen. Die Aktivitäten sollten immer wieder mit realen Beobachtungen aus der Tierwelt verknüpft werden, um die abstrakten Konzepte greifbar zu machen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen Elterninvestment, sexueller Selektion und Paarungssystemen erklären können. Sie sollen konkrete Beispiele aus dem Tierreich nennen und evolutionäre Gründe für Partnerwahlstrategien begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation hören Sie möglicherweise Schüleraussagen wie: 'Weibchen wählen immer den physisch stärksten Partner.'

    Nutzen Sie die Stationenrotation, um gezielt auf die Vielfalt der Partnerwahlkriterien hinzuweisen. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Beispiele an den Stationen zu vergleichen und zu erkennen, dass Weibchen oft indirekte Vorteile wie genetische Qualität oder Ressourcen priorisieren.

  • Während der Debatte zur Monogamie vs. Polygamie könnten Schülerinnen und Schüler die Meinung vertreten: 'Monogamie ist bei allen Tieren die Norm und moralisch überlegen.'

    Nutzen Sie die Debatte, um die ökologischen und evolutionären Gründe für verschiedene Paarungssysteme zu thematisieren. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Vor- und Nachteile von Monogamie und Polygamie anhand der Beispiele aus der Tierwelt abzuwägen und zu diskutieren.

  • Während der Gruppendiskussion zu Infantizid könnte die Aussage fallen: 'Infantizid ist rein aggressives Verhalten ohne adaptiven Wert.'

    Verweisen Sie auf die Stationenrotation und die dort analysierten Beispiele. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die ultimalen Gründe für Infantizid bei Löwen oder anderen Arten zu erarbeiten und zu diskutieren, wie dies die Fitness des Männchens erhöht.


In dieser Übersicht verwendete Methoden