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Biologie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Infektionskrankheiten und Erreger

Aktive Lernformen machen die abstrakten und unsichtbaren Krankheitserreger greifbar. Durch praktische Auseinandersetzung erkennen Schülerinnen und Schüler strukturelle Unterschiede und Übertragungswege, die Grundlage für präventives Handeln sind.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Fachwissen: Struktur und FunktionKMK: Sekundarstufe II - System: Wechselwirkung
15–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Gruppenpuzzle20 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Erreger-Klassifikation

Schülerinnen und Schüler erhalten Karten mit Merkmalen von Erregern und sortieren sie in Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Sie diskutieren Unterschiede und Übertragungswege. Abschließend präsentieren Paare ein Beispiel.

Welche Mechanismen nutzen Viren, um die Entdeckung durch das Immunsystem zu umgehen?

ModerationstippFordern Sie die Paararbeit zur Erreger-Klassifikation mit konkreten Materialien wie Mikroskopbildern und Durchsichtmodellen heraus, um Fehlvorstellungen direkt zu thematisieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit dem Namen eines Krankheitserregers (z.B. Influenza-Virus, E. coli, Candida albicans). Die Schüler sollen auf der Karte den Hauptübertragungsweg und eine spezifische Präventionsmaßnahme notieren.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Gruppenpuzzle30 Min. · Kleingruppen

Gruppenmodell: Übertragungswege

In kleinen Gruppen bauen Schülerinnen und Schüler mit Alltagsmaterialien Modelle von Infektionsketten auf, z. B. Tröpfcheninfektion. Sie testen und erklären den Ablauf. Die Modelle werden im Plenum vorgestellt.

Differentiieren Sie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten als Krankheitserreger.

ModerationstippGeben Sie den Gruppenmodell-Bögen klare Kriterien für die Darstellung der Übertragungswege vor, damit die Unterschiede zwischen Tröpfcheninfektion, Kontakt und Vektoren sichtbar werden.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum sind Antibiotika bei viralen Infektionen wirkungslos, aber bei bakteriellen Infektionen entscheidend?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend ihre Schlussfolgerungen im Plenum präsentieren.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Gruppenpuzzle45 Min. · Ganze Klasse

Klassenexperiment: Hygiene-Test

Die ganze Klasse testiert Desinfektionsmittel an Bakterienkulturen (sicher vorbereitet). Ergebnisse werden protokolliert und mit Kontrollen verglichen. Diskussion zu Wirksamkeit und Grenzen.

Analysieren Sie die Bedeutung von Hygiene und Antibiotika im Kampf gegen Infektionen.

ModerationstippNutzen Sie den Hygiene-Test als niedrigschwelligen Einstieg, um Alltagsbezug herzustellen und die Bedeutung von Händewaschen experimentell zu verifizieren.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder oder kurze Videos von verschiedenen Mikroorganismen. Die Schüler sollen auf einem Arbeitsblatt die Erreger klassifizieren (Bakterium, Virus, Pilz, Parasit) und einen möglichen Übertragungsweg für jeden benennen.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Gruppenpuzzle15 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Recherche: Antibiotika

Jede Schülerin und jeder Schüler recherchiert eine Resistenzgeschichte und erstellt eine Infografik. Diese werden geteilt und bewertet.

Welche Mechanismen nutzen Viren, um die Entdeckung durch das Immunsystem zu umgehen?

ModerationstippLassen Sie die individuelle Recherche zu Antibiotika mit klaren Leitfragen wie ‘Wann wirken sie?’ und ‘Warum nicht bei Viren?’ strukturieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit dem Namen eines Krankheitserregers (z.B. Influenza-Virus, E. coli, Candida albicans). Die Schüler sollen auf der Karte den Hauptübertragungsweg und eine spezifische Präventionsmaßnahme notieren.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß gelingt das Thema am besten durch eine Verknüpfung von Modellarbeit und Experiment. Vermeiden Sie reine Wissensvermittlung, da die abstrakten Konzepte sonst schwer verständlich bleiben. Setzen Sie auf kooperative Lernformen, um Fehlvorstellungen durch Peer-Diskussionen zu korrigieren. Achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen den Erregertypen nicht nur auswendig lernen, sondern durch aktive Anwendung verstehen.

Am Ende können die Schülerinnen und Schüler Erreger nach strukturellen Merkmalen klassifizieren, Übertragungswege benennen und gezielt Präventionsmaßnahmen ableiten. Sie erkennen die Grenzen von Antibiotika und verstehen die Rolle der Hygiene in realistischen Zusammenhängen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit zur Erreger-Klassifikation beobachten Sie..., dass Schülerinnen und Schüler Bakterien und Viren gleichsetzen und Antibiotika als universell wirksam ansehen.

    Nutzen Sie die bereitgestellten Mikroskopbilder und die Strukturmerkmale aus der Paararbeit, um zu zeigen, dass Viren keine Zellstruktur besitzen und Antibiotika daher nicht wirken. Stellen Sie gezielte Fragen wie: ‘Wo greift ein Antibiotikum an und warum hilft es nicht bei Viren?’.

  • Während der Gruppenmodellierung der Übertragungswege beobachten Sie..., dass Schülerinnen und Schüler alle Erreger über Tröpfcheninfektion übertragen sehen.

    Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Modelle zu vergleichen und gezielt nach Beispielen für Kontaktinfektion oder Vektoren zu suchen. Zeigen Sie Bilder von Zecken oder kontaminierten Oberflächen als Gegenbeispiele.

  • Während des Hygiene-Tests beobachten Sie..., dass Schülerinnen und Schüler Hygiene als absolute Lösung für alle Infektionen ansehen.

    Nutzen Sie die Ergebnisse des Experiments, um zu diskutieren, dass Luftübertragung oder asymptomatische Träger Hygienemaßnahmen begrenzen. Fragen Sie: ‘Warum hilft Händewaschen nicht gegen Tröpfcheninfektionen in der Luft?’


In dieser Übersicht verwendete Methoden