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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Die Kamera als Werkzeug

Aktives Ausprobieren mit der Kamera zeigt Schülerinnen und Schülern sofort, wie Perspektive, Licht und Ausschnitt die Wirkung beeinflussen. Beim eigenen Fotografieren werden theoretische Konzepte greifbar und bleiben nachhaltig im Gedächtnis. Die Kombination aus praktischem Tun und Reflexion stärkt dabei sowohl die Medienkompetenz als auch das visuelle Denken.

KMK BildungsstandardsMedienProduktion
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Pärchenarbeit: Perspektiven-Wechsel

Schülerinnen und Schüler fotografieren ein Objekt aus drei Perspektiven: Augenhöhe, von oben und von unten. Sie vergleichen die Bilder paarweise und besprechen, wie die Perspektive die Wahrnehmung verändert. Jede Paarung wählt das ausdrucksstärkste Foto aus und präsentiert es.

Wie beeinflusst die Wahl der Perspektive die Aussage eines Fotos?

ModerationstippFordern Sie die Paare während der Pärchenarbeit auf, ihre Fotos nach jeder Perspektivänderung zu vergleichen und zu notieren, wie sich die Wirkung verändert hat.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Foto, das mit unterschiedlichen Perspektiven oder Ausschnitten aufgenommen wurde. Bitten Sie die Schüler, auf einer Karteikarte zu notieren, welche Perspektive/welcher Ausschnitt gewählt wurde und welche Wirkung dies erzielt. Formulieren Sie die Frage: 'Wie verändert dieser Bildausschnitt/diese Perspektive, was Sie sehen und fühlen?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Licht und Schatten

Richten Sie vier Stationen ein: Tageslicht, Lampe mit Diffusor, Spotlicht und Schattenobjekte. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, fotografieren ein Motiv pro Station und notieren Stimmungsveränderungen. Abschließend teilen sie Beobachtungen im Plenum.

Erklären Sie, wie Licht und Schatten die Stimmung eines Bildes verändern können.

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jede Gruppe mindestens einmal mit hartem und einmal mit weichem Licht experimentiert, bevor sie ihre Ergebnisse teilt.

Worauf zu achten istSchüler präsentieren ihre erstellten Fotoserien (ohne Worte). Die Mitschüler erhalten eine Checkliste mit Fragen wie: 'Welche Geschichte erzählt die Serie für dich?', 'Wird die Stimmung durch Licht/Schatten unterstützt?'. Die Schüler geben sich gegenseitig konstruktives Feedback auf der Checkliste.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Fotoserie planen

Die Klasse plant kollektiv eine Geschichte in fünf Bildern ohne Worte. Jede Gruppe übernimmt ein Bild, fotografiert es nach Plan und fügt es zur Serienpräsentation zusammen. Diskussion über Kohärenz und Erzählfluss schließt ab.

Gestalten Sie eine Fotoserie, die eine Geschichte ohne Worte erzählt.

ModerationstippGeben Sie bei der Fotoserie konkrete Vorgaben wie z.B. 'Zeigen Sie Macht durch Perspektive' oder 'Erzeugen Sie Spannung durch Licht', um die Planung zu lenken.

Worauf zu achten istStellen Sie während der praktischen Übungen Fragen wie: 'Wenn Sie das Motiv von unten fotografieren (Froschperspektive), was passiert dann mit der Wirkung?', 'Wie könnten Sie mit Licht und Schatten mehr Spannung erzeugen?'. Beobachten Sie die Reaktionen und Anpassungen der Schüler.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen20 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Übung: Bildausschnitt optimieren

Schülerinnen und Schüler suchen ein Motiv, machen mehrere Aufnahmen mit variierendem Ausschnitt und wählen die beste aus. Sie begründen ihre Wahl schriftlich und teilen ein Foto mit der Klasse.

Wie beeinflusst die Wahl der Perspektive die Aussage eines Fotos?

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Foto, das mit unterschiedlichen Perspektiven oder Ausschnitten aufgenommen wurde. Bitten Sie die Schüler, auf einer Karteikarte zu notieren, welche Perspektive/welcher Ausschnitt gewählt wurde und welche Wirkung dies erzielt. Formulieren Sie die Frage: 'Wie verändert dieser Bildausschnitt/diese Perspektive, was Sie sehen und fühlen?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrerinnen und Lehrer sollten die Einheit mit klaren Experimentieraufträgen starten, die sofortiges Handeln erfordern. Vermeiden Sie lange Erklärungen vor der Praxis, denn die Schülerinnen und Schüler lernen am besten durch eigenes Ausprobieren. Geben Sie gezieltes Feedback während der Übungen, um Missverständnisse wie die Wirkung von Zoom oder Perspektive direkt zu korrigieren. Nutzen Sie die Reflexionsphasen, um theoretische Grundlagen zu festigen und die Beobachtungen der Schülerinnen und Schüler zu strukturieren.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler erklären, warum bestimmte Perspektiven oder Lichtverhältnisse eine bestimmte Stimmung erzeugen. Sie setzen diese Erkenntnisse gezielt ein, um Fotos mit klarer Aussage zu gestalten. Zudem reflektieren sie ihre eigenen und fremden Fotos konstruktiv und begründen ihre Wahl.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Pärchenarbeit Perspektiven-Wechsel beobachten Schülerinnen und Schüler, dass zoomende Aufnahmen oft unscharf oder unnatürlich wirken. Unterbrechen Sie die Übung kurz und fragen Sie: 'Wie verändert sich das Gefühl, wenn wir näher herangehen?'. Fordern Sie die Paare auf, ihre Beobachtungen auf einer kleinen Karte festzuhalten.

    Während der Stationenrotation Licht und Schatten erklären Sie: 'Zoom verändert den Kontext, aber nicht die Stimmung.' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler mit der gleichen Szene zwei Fotos erstellen – eines mit Zoom und eines mit näherer Position – und vergleichen Sie gemeinsam die Wirkung.

  • Während der Pärchenarbeit Perspektiven-Wechsel stellen Schülerinnen und Schüler fest, dass Perspektive keine Rolle spielt. Bitten Sie sie, ihre Fotos zu tauschen und zu raten, welche Perspektive gewählt wurde. Besprechen Sie anschließend, wie die Wahl der Perspektive die Wirkung verändert.

    Während der Stationenrotation Licht und Schatten konfrontieren Sie Schülerinnen und Schüler mit der Aussage: 'Perspektive hat keinen Einfluss.' Lassen Sie sie ein Motiv aus drei verschiedenen Höhen fotografieren und beschreiben, wie sich die emotionale Wirkung ändert.

  • Während der Stationenrotation Licht und Schatten glauben Schülerinnen und Schüler, Licht sei zweitrangig. Fordern Sie sie auf, ein Motiv zuerst mit hartem Licht (z.B. Taschenlampe) und dann mit weichem Licht (z.B. Transparentpapier) zu fotografieren. Fragen Sie: 'Welches Foto wirkt bedrohlicher? Warum?'

    Während der Fotoserie planen Sie eine Diskussion ein: 'Licht ist egal, solange es scharf ist.' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Serien präsentieren und gezielt nach der Lichtsetzung fragen. Fragen Sie: 'Wie würde diese Serie ohne Licht wirken?'.


In dieser Übersicht verwendete Methoden