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Kunst · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Recyclingkunst

Aktives Lernen funktioniert bei Recyclingkunst besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler durch eigenes Experimentieren und Gestalten ein tiefes Verständnis für Materialien entwickeln. Sie erkennen, dass scheinbar wertlose Alltagsgegenstände durch gezielte Bearbeitung neue Bedeutungen erhalten können, was die Verbindung von Ästhetik und Nachhaltigkeit erlebbar macht.

KMK BildungsstandardsBildnerische ProduktionMaterialeigenschaften
20–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Projektbasiertes Lernen30 Min. · Kleingruppen

Materialjagd: Sammeln und Erkunden

Schüler suchen in Gruppen recycelbare Materialien im Schulhof oder Zuhause und sortieren sie nach Eigenschaften wie Härte oder Farbe. Jede Gruppe erstellt eine Tabelle mit Beobachtungen. Abschließend teilen sie Funde in der Klasse.

Erklären Sie, wie scheinbar wertlose Materialien in Kunstwerke verwandelt werden können.

ModerationstippWährend der Materialjagd die Schülerinnen und Schüler auffordern, nicht nur offensichtliche Materialien zu sammeln, sondern auch auf Texturen und Formen zu achten, die sich für künstlerische Zwecke eignen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines alltäglichen Abfallgegenstandes (z.B. Joghurtbecher, Zeitung). Sie schreiben zwei Sätze darüber, wie dieser Gegenstand in einem Kunstwerk verwendet werden könnte und welche Botschaft das Werk vermitteln könnte.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen20 Min. · Einzelarbeit

Skizzenentwurf: Idee visualisieren

Individuell zeichnen Schüler Skizzen für ein Kunstwerk, das Konsumthemen anspricht, unter Berücksichtigung der gesammelten Materialien. Sie notieren Techniken und Botschaften. Peer-Feedback rundet ab.

Analysieren Sie, welche Botschaften durch die Verwendung von Recyclingmaterialien vermittelt werden können.

ModerationstippBei der Skizzenentwürfe die Schülerinnen und Schüler ermutigen, mindestens drei verschiedene Perspektiven oder Verwendungsmöglichkeiten ihres Materials zu skizzieren, um ihre Kreativität zu fördern.

Worauf zu achten istDie Schüler präsentieren ihre Entwürfe für ein Recyclingkunstwerk. Die Partner bewerten den Entwurf anhand von zwei Fragen: 1. Sind die gewählten Materialien für die geplante Botschaft passend? 2. Welche zwei Bearbeitungstechniken würden Sie vorschlagen, um das Material interessant zu gestalten? Die Partner geben sich gegenseitig Feedback.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen60 Min. · Kleingruppen

Bauwerkstatt: Konstruieren

In Gruppen bauen Schüler ihr Kunstwerk mit Kleber, Schnur und Werkzeugen. Sie testen Stabilität und passen an. Fotos dokumentieren den Prozess.

Entwerfen Sie ein Kunstwerk aus Alltagsmüll, das zum Nachdenken über Konsum anregt.

ModerationstippIn der Bauwerkstatt gezielt Materialkombinationen vorschlagen, die widersprüchliche Eigenschaften aufweisen, um die Schülerinnen und Schüler zu innovativen Lösungen anzuregen.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt verschiedene Beispiele von Recyclingkunstwerken. Die Schüler heben eine Karte mit 'Ja' oder 'Nein' hoch, wenn sie glauben, dass das Werk eine klare Botschaft zum Thema Konsum vermittelt. Anschließend werden einige Antworten kurz besprochen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen30 Min. · Ganze Klasse

Galerie-Tour: Präsentieren

Werke werden in der Klasse ausgestellt. Jede Gruppe erklärt Materialwahl und Botschaft. Klassendiskussion bewertet kreative Ansätze.

Erklären Sie, wie scheinbar wertlose Materialien in Kunstwerke verwandelt werden können.

ModerationstippBei der Galerie-Tour darauf achten, dass jedes Kunstwerk nicht nur ausgestellt, sondern auch in einem kurzen Statement der Schöpferin oder des Schöpfers erklärt wird.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines alltäglichen Abfallgegenstandes (z.B. Joghurtbecher, Zeitung). Sie schreiben zwei Sätze darüber, wie dieser Gegenstand in einem Kunstwerk verwendet werden könnte und welche Botschaft das Werk vermitteln könnte.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte wissen, dass Recyclingkunst besonders gut gelingt, wenn der Prozess kleinschrittig und experimentell angelegt ist. Vermeiden Sie vorgefertigte Anleitungen, sondern fördern Sie das eigenständige Probieren und Scheitern als Teil des Lernens. Die Kombination aus praktischer Arbeit und Reflexion über Nachhaltigkeitsthemen vertieft das Verständnis für die Verbindung von Kunst und Umwelt. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler nachhaltiger lernen, wenn sie Materialien selbst erkunden und ihre Werke präsentieren dürfen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Materialien sammeln, sondern gezielt Eigenschaften erkunden und ästhetische Entscheidungen treffen. Ihre Kunstwerke sollten eine klare Botschaft vermitteln und technische sowie gestalterische Aspekte verbinden. Die Präsentation der Werke vor der Klasse rundet den Lernprozess ab und stärkt das Bewusstsein für Recycling als kreativen Prozess.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Materialjagd sehen einige Schülerinnen und Schüler nur Abfall, der keinen künstlerischen Wert hat.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, in einem kurzen Reflexionsbogen zu notieren, welche unerwarteten Eigenschaften das gesammelte Material hat, z.B. Glanz, Flexibilität oder Struktur.

  • Während der Skizzenentwürfe glauben einige, dass nur perfekte Zeichnungen akzeptabel sind.

    Weisen Sie darauf hin, dass Skizzen Ideen festhalten sollen und nicht perfekt sein müssen. Zeigen Sie ihnen Beispiele von schnellen, groben Skizzen bekannter Künstlerinnen und Künstler.

  • Während der Bauwerkstatt denken einige, dass nur bestimmte Materialien für stabile Konstruktionen geeignet sind.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen testen, wie sich verschiedene Materialien verbinden lassen und dokumentieren Sie die Ergebnisse auf einem Plakat.


In dieser Übersicht verwendete Methoden