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Kunst · Klasse 4

Ideen für aktives Lernen

Upcycling-Kunst: Neues aus Altem schaffen

Aktive Lernformen eignen sich hier besonders, weil Schülerinnen und Schüler durch das Anfassen und Umformen von Materialien nicht nur kreativ, sondern auch nachhaltig handeln lernen. Die Verbindung von haptischer Erfahrung mit ästhetischer Gestaltung fördert das Verständnis für Ressourcenschonung nachhaltiger als theoretische Erklärungen allein.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Bildnerische GestaltungKMK: Grundschule - Werkzeuge und Materialien
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Projektbasiertes Lernen20 Min. · Ganze Klasse

Materialsuche: Abfallsammlung

Die Klasse sammelt gemeinsam recycelbare Materialien aus dem Haushalt oder Schulhof. Jede Schülerin und jeder Schüler notiert, woher das Material stammt und welche neuen Möglichkeiten es bietet. Am Ende sortieren sie die Funde thematisch.

Erkläre, wie Alltagsgegenstände durch Upcycling eine neue ästhetische Funktion bekommen können.

ModerationstippBei der Materialsuche die Schülerinnen und Schüler gezielt auf ungewöhnliche Fundstücke hinweisen, z.B. zerknitterte Folien oder kaputte Spielzeuge, die sonst im Müll landen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Welches Material aus deinem Kunstwerk hat dich am meisten überrascht und warum? Wie hat es seine ursprüngliche Funktion verändert?' Sie schreiben eine kurze Antwort auf die Karte.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Gestaltungsstationen: Objekt bauen

Richten Sie Stationen mit Werkzeugen wie Kleber, Scheren und Farben ein. Gruppen wählen Materialien und gestalten ein Kunstobjekt mit einer eigenen Geschichte. Jede Gruppe dokumentiert den Prozess mit Fotos.

Erkläre, welche Botschaft Upcycling-Kunst über den Umgang mit Ressourcen vermittelt.

ModerationstippAn jeder Gestaltungsstation Materialien und Werkzeuge wie Scheren, Kleber, Farben und Nähzeug griffbereit auf einem zentralen Tisch bereitlegen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Worauf zu achten istNach Fertigstellung der Kunstwerke leitet die Lehrkraft eine Klassendiskussion mit folgenden Fragen: 'Welche Botschaft vermittelt euer Kunstwerk über den Umgang mit Müll? Welche neuen Funktionen haben die Materialien bekommen und wie wurde dies sichtbar gemacht?'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Präsentationspaare: Geschichten teilen

In Paaren präsentieren Schülerinnen und Schüler ihr Objekt und erklären die Upcycling-Botschaft. Die Partner stellen Rückfragen zur Nachhaltigkeit. Abschließend wählt die Klasse Favoriten aus.

Gestalte ein Kunstwerk aus weggeworfenen Materialien, das eine neue Geschichte erzählt.

ModerationstippFür die Präsentationspaare klare Zeitvorgaben setzen, z.B. drei Minuten pro Kind, damit alle gleichmäßig zu Wort kommen und die Vorbereitung strukturiert bleibt.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft geht während der Arbeitsphase von Tisch zu Tisch und stellt gezielte Fragen zur Materialauswahl und Bearbeitung: 'Warum hast du dieses Material gewählt? Welche technischen Herausforderungen gab es beim Kleben/Schneiden/Befestigen?'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen25 Min. · Ganze Klasse

Reflexionskreis: Diskussion

Im Kreis besprechen alle, was Upcycling verändert hat. Jede Schülerin und jeder Schüler teilt eine Erkenntnis über Ressourcen. Notizen dienen als Ausgangspunkt für ein Klassenplakat.

Erkläre, wie Alltagsgegenstände durch Upcycling eine neue ästhetische Funktion bekommen können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Welches Material aus deinem Kunstwerk hat dich am meisten überrascht und warum? Wie hat es seine ursprüngliche Funktion verändert?' Sie schreiben eine kurze Antwort auf die Karte.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte starten mit einer lebendigen Materialbesprechung, bei der die Kinder zunächst die Eigenschaften der gesammelten Stoffe beschreiben. Sie vermeiden dabei eine zu frühe Festlegung auf ein konkretes Projekt, sondern lassen Raum für spontane Ideen. Wichtig ist, die Kinder zu ermutigen, Fehler als Teil des kreativen Prozesses zu sehen und nicht zu korrigieren, bevor sie selbst Lösungen gefunden haben.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich daran, dass die Kinder selbstständig Materialien auswählen, diese gezielt bearbeiten und ihre Kunstwerke mit einer klaren Botschaft über Nachhaltigkeit verbinden. Ihre Präsentationen sollen sowohl die kreativen Entscheidungen als auch die ökologische Bedeutung erklären können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Materialsuche beobachten einige Kinder, dass sie nur 'saubere' Materialien wie unbeschädigte Kartons sammeln wollen.

    Gib vor und während der Abfallsammlung explizit vor, auch schmutzige, kaputte oder ungewöhnliche Fundstücke mitzubringen, und zeige Beispiele, wie diese Materialien kreativ umgestaltet werden können.

  • Während des Gestaltungsprozesses entsteht der Eindruck, dass Upcycling nichts an der Menge des Mülls ändert.

    Lass die Kinder während des Bauens zählen, wie viele Materialien sie aus dem Müll gerettet haben, und trage diese Zahlen in einer gemeinsamen Tabelle ein, um die Wirkung sichtbar zu machen.

  • Bei der Präsentation äußern einige Kinder Zweifel an der eigenen Kreativität und sagen, dass ihre Ideen 'zu einfach' seien.

    Fordere sie auf, während der Präsentationspaare ihre Materialwahl und Bearbeitungsschritte zu erklären, und hebe hervor, dass gerade die Einfachheit oft die beste Lösung für Upcycling ist.


In dieser Übersicht verwendete Methoden