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Kunst · Klasse 4

Ideen für aktives Lernen

Surrealismus: Die Welt der Träume

Aktives Gestalten hilft den Kindern, das scheinbar Unerklärliche des Surrealismus konkret zu begreifen. Durch eigenes Experimentieren mit Formen, Farben und Kombinationen erleben sie, wie Künstler wie Dalí und Magritte unsichtbare Traumwelten sichtbar machen. Diese haptische und visuelle Auseinandersetzung macht abstrakte Ideen greifbar und fördert das Verständnis für die Bedeutung hinter den Bildern.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - KunstgeschichteKMK: Grundschule - Bildnerische Gestaltung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel40 Min. · Einzelarbeit

Individual: Surreales Selbstporträt

Jedes Kind malt ein Porträt, bei dem Teile des Körpers durch Alltagsobjekte ersetzt werden, wie ein Kopf aus einer Wolke. Es diskutiert dann, welche Gefühle das Bild erzeugt. Dies trainiert unkonventionelles Denken.

Erkläre, wie Dinge, die nicht zusammenpassen, kombiniert werden können, um eine neue Realität zu zeigen.

ModerationstippBei 'Surreales Selbstporträt' betonen Sie: 'Zeichnet eure Gesichtszüge, aber verzerrt sie bewusst – wie im Traum.'

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit zwei Bildern: einem realistischen und einem surrealistischen. Sie schreiben unter jedes Bild einen Satz, der erklärt, warum es realistisch oder traumhaft wirkt, und nennen ein Element, das sie überrascht.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Paare: Traumszene erfinden

In Paaren erfinden die Kinder eine Szene, in der Objekte Größen wechseln, und malen sie gemeinsam. Sie erklären einander ihre Ideen. So entsteht Austausch über Fantasie.

Erkläre, warum manche surrealistische Bilder wie aus einem Traum wirken.

ModerationstippBei 'Traumszene erfinden' geben Sie den Paaren die Aufgabe: 'Findet zwei konkrete Gegenstände, die ihr zu etwas Neuem verbindet.'

Worauf zu achten istZeigen Sie ein Bild von Dalí oder Magritte. Fragen Sie: 'Welche zwei Dinge seht ihr hier, die normalerweise nicht zusammenpassen? Wie verändert diese Kombination die Bedeutung des Bildes? Stellt euch vor, ihr würdet dieses Bild malen, was würdet ihr anders machen?'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Kleine Gruppen: Collagen aus Magazinen

Gruppen schneiden Bilder aus Zeitschriften und kleben surrealistische Kompositionen. Jede Gruppe präsentiert ihre Arbeit. Dies fördert Materialkunde und Kooperation.

Gestalte ein Bild, das die Größenverhältnisse von Objekten verändert und eine überraschende Wirkung erzeugt.

ModerationstippBei 'Collagen aus Magazinen' fordern Sie: 'Kombiniert mindestens drei Elemente, die normalerweise nichts miteinander zu tun haben.'

Worauf zu achten istLassen Sie die Kinder in Kleingruppen ein Blatt Papier mit drei leeren Kreisen erhalten. Geben Sie ihnen die Aufgabe, in jedem Kreis ein Objekt zu zeichnen, das nicht zu den anderen passt, und dann eine kurze Erklärung zu schreiben, warum sie diese Kombination gewählt haben.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel50 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Klassenraum: Gemeinsames Traumwandbild

Die Klasse malt gemeinsam ein großes Wandbild mit surrealen Elementen. Jeder trägt bei. Es schafft ein klassisches Gemeinschaftswerk.

Erkläre, wie Dinge, die nicht zusammenpassen, kombiniert werden können, um eine neue Realität zu zeigen.

ModerationstippBeim 'Gemeinsamen Traumwandbild' leiten Sie die Klasse an: 'Arbeitet abschnittsweise und achtet darauf, dass die Übergänge zwischen euren Bildern fließend wirken.'

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit zwei Bildern: einem realistischen und einem surrealistischen. Sie schreiben unter jedes Bild einen Satz, der erklärt, warum es realistisch oder traumhaft wirkt, und nennen ein Element, das sie überrascht.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Surrealismus lebt von der Freiheit, Regeln zu brechen – aber diese Freiheit braucht klare Strukturen. Beginnen Sie mit einfachen Übungen zur Verzerrung von Proportionen, bevor die Kinder komplexe Szenen gestalten. Zeigen Sie, wie Dalí mit präzisen Pinselstrichen arbeitet, obwohl seine Bilder unwirklich wirken. Vermeiden Sie zu frühe Diskussionen über 'richtig' oder 'falsch', stattdessen lenken Sie den Fokus auf die Wirkung der Bilder und die Absicht der Künstler.

Die Schülerinnen und Schüler zeigen ihr Verständnis, indem sie Alltagsgegenstände bewusst verzerren oder neu kombinieren, um eine traumhafte Wirkung zu erzielen. Sie erklären ihre Entscheidungen und erkennen, wie Größenverhältnisse und unerwartete Paarungen Bedeutung erzeugen. Ihr Feedback zu den Werken anderer Kinder zeigt, dass sie die Absicht hinter surrealen Darstellungen deuten können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des 'Surrealen Selbstporträts' hören Sie oft: 'Das sieht doch nur komisch aus, ohne Sinn.'

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Verzerrungen: 'Erzählt euch gegenseitig, welche Teile eures Gesichts ihr verändert habt und was diese Veränderung ausdrücken soll. Dalí malte präzise – auch wenn seine Bilder unwirklich wirken.'

  • Während der Arbeit an 'Traumszene erfinden' sagen Kinder: 'Unser Bild sieht gruselig aus, weil es surreal ist.'

    Fragen Sie nach der Wirkung: 'Was passiert, wenn ihr die Gegenstände in einer fröhlichen Farbe malt oder sie mit lustigen Elementen kombiniert? Zeigt, dass Surrealismus auch humorvoll oder poetisch sein kann.'

  • Bei den 'Collagen aus Magazinen' meinen einige: 'Ich brauche besondere Techniken, um das hinzubekommen.'

    Weisen Sie auf die Einfachheit hin: 'Zerschneidet die Bilder bewusst unsauber und klebt sie so zusammen. Die Absicht zählt mehr als die Perfektion.'


In dieser Übersicht verwendete Methoden