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Kunst · Klasse 4

Ideen für aktives Lernen

Druckwerkstatt: Hochdruck mit Linol/Styropor

Aktives Gestalten in der Druckwerkstatt fördert nicht nur die Feinmotorik, sondern macht abstrakte Druckprinzipien wie Seitenrichtigkeit und Materialwirkung durch eigenes Erleben greifbar. Hier verbinden sich Theorie und Praxis, weil Fehler direkt sichtbar werden und Korrekturen sofort möglich sind.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - DruckgrafikKMK: Grundschule - Werkzeuge und Materialien
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen durch Lehren30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Motiventwurf und Ritzen

Paare entwerfen ein einfaches Motiv auf Papier und übertragen es spiegelverkehrt auf Styropor. Sie ritzen feine Linien mit Stiften oder Löffeln aus. Jede Schülerin und jeder Schüler testet den Druckstock sofort mit Farbe.

Erkläre, was beim Drucken mit der Seitenrichtigkeit des Motivs passiert und warum.

ModerationstippGib in der Paararbeit konkrete Aufgaben: Ein Kind entwirft das Motiv, das andere ritzt es in den Druckstock, um klare Rollen zu schaffen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit zwei Feldern. In Feld 1 zeichnen sie ein einfaches Symbol und daneben, wie es spiegelverkehrt aussehen würde. In Feld 2 beschreiben sie kurz, warum das passiert. Dies prüft das Verständnis der Seitenverkehrtheit.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen durch Lehren45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Farbüberdrucken

Richten Sie drei Stationen ein: Grunddruck in Rot, Überdruck in Gelb, Mehrfachüberdruck. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, drucken aufeinander und notieren entstehende Effekte. Abschließende Präsentation der Ergebnisse.

Beschreibe den Unterschied zwischen einer gedruckten und einer gezeichneten Fläche.

ModerationstippStell bei der Stationenrotation sicher, dass jede Station eine andere Farbkombination anbietet, damit die Überlagerungseffekte direkt vergleichbar sind.

Worauf zu achten istLehrerin oder Lehrer hält ein fertiges Druckblatt und einen nicht bearbeiteten Druckstock hoch. Frage: 'Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Oberflächen und wie ist er entstanden?' Schüler antworten mündlich oder schreiben Stichpunkte auf. Dies überprüft das Verständnis von Fläche und Struktur.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen durch Lehren20 Min. · Ganze Klasse

Ganzklassen-Galerie: Druckausstellung

Jede Schülerin und jeder Schüler druckt ihr Motiv mehrmals. Gemeinsam hängen sie die Drucke auf und diskutieren Unterschiede zu Zeichnungen. Reflexionsrunde zu Key Questions.

Erkläre, welche Effekte entstehen, wenn du verschiedene Farben übereinander druckst.

ModerationstippBereite bei der Ganzklassen-Galerie eine einfache Dokumentation vor: Jede Gruppe hängt ihr bestes Druckexperiment mit einem kurzen Erklärungstext aus.

Worauf zu achten istZwei Schüler tauschen ihre Drucke aus, die mit zwei Farben erstellt wurden. Sie bewerten gegenseitig: 'Welche Farbe ist zuerst gedruckt worden? Wie gut sind die Farben ineinander übergegangen? Gibt es interessante neue Farbtöne?' Sie geben sich gegenseitig ein positives Feedback und einen Verbesserungsvorschlag.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen durch Lehren40 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Persönliches Druckexperiment

Schüler wählen ein eigenes Motiv, ritzen es und drucken in zwei Farben übereinander. Sie dokumentieren den Prozess in einem Arbeitsblatt mit Skizzen und Beobachtungen.

Erkläre, was beim Drucken mit der Seitenrichtigkeit des Motivs passiert und warum.

ModerationstippGib beim individuellen Druckexperiment klare Grenzen vor: Nutze nur Primärfarben oder bestimmte Materialien, um die Experimente überschaubar zu halten.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit zwei Feldern. In Feld 1 zeichnen sie ein einfaches Symbol und daneben, wie es spiegelverkehrt aussehen würde. In Feld 2 beschreiben sie kurz, warum das passiert. Dies prüft das Verständnis der Seitenverkehrtheit.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginne mit einer kurzen Demonstration des Hochdruckverfahrens, bei der du das Motiv spiegelt und den Druckprozess Schritt für Schritt zeigst. Vermeide zu lange Erklärungen vorab, sondern lass die Schülerinnen und Schüler die Prinzipien durch eigenes Handeln entdecken. Halte dich zurück mit Korrekturen, solange die Fehler noch kreativ sind und nicht den Lernprozess behindern. Forschung zeigt, dass Fehler in gestalterischen Prozessen oft zu tieferem Verständnis führen als perfekte Vorlagen.

Am Ende der Druckwerkstatt können die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen Druckstock herstellen, das Motiv spiegelverkehrt umsetzen und Farbüberlagerungen gezielt einsetzen. Sie erklären den Unterschied zwischen Zeichnung und gedruckter Fläche und reflektieren ihre Experimente in Worte.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit Motiventwurf und Ritzen kommt es vor, dass Schüler das Motiv nicht spiegelverkehrt ritzen.

    Gib den Schülern eine kleine Vorlage mit Buchstaben oder einfachen Formen, die sie durchpausen können. So sehen sie sofort, wie das Motiv im Druckstock aussehen muss. Besprich nach dem ersten Ritzen gemeinsam die Ergebnisse und korrigiert die Motive gemeinsam.

  • Während der Stationenrotation Farbüberdrucken glauben einige, dass sich alle Farben zu Dunkelbraun vermischen.

    Halte die Schüler an, ihre Farbüberlagerungen genau zu beobachten und Hypothesen zu bilden. Frag sie: 'Welche Farbe liegt oben? Welche Effekte entstehen durch die Reihenfolge?' Dokumentiere ihre Beobachtungen auf einem Plakat für die Klasse.

  • Nach dem individuellen Druckexperiment meinen einige, dass eine gedruckte Fläche genauso glatt ist wie eine gezeichnete.

    Fordere die Schüler auf, ihre Drucke mit den Fingern zu ertasten und mit ihren Zeichnungen zu vergleichen. Lass sie beschreiben, wie sich die Strukturen anfühlen und warum das so ist. Nutze diese sensorischen Erfahrungen für eine kurze Reflexionsrunde.


In dieser Übersicht verwendete Methoden