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Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)Aktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktive Lernformen eignen sich besonders gut für das Thema DSGVO, weil die Schülerinnen und Schüler die abstrakten Regeln im Alltag anwenden müssen. Durch Rollenspiele, Fallanalysen und eigenes Handeln verstehen sie die Bedeutung der Vorschriften schneller und nachhaltiger als durch theoretische Erklärungen allein.

Klasse 9Digitale Welten Gestalten: Informatik und Gesellschaft4 Aktivitäten30 Min.50 Min.

Lernziele

  1. 1Erklären Sie die Kernprinzipien der DSGVO, wie Datensparsamkeit und Transparenz, anhand von Beispielen aus dem digitalen Alltag.
  2. 2Analysieren Sie die Rechte von Einzelpersonen gemäß der DSGVO, z.B. das Recht auf Auskunft und Löschung, und formulieren Sie konkrete Anwendungsfälle.
  3. 3Bewerten Sie die Konsequenzen der Nichteinhaltung der DSGVO für Unternehmen und die Vorteile für Bürger im Hinblick auf den Schutz ihrer persönlichen Daten.
  4. 4Identifizieren Sie personenbezogene Daten in verschiedenen digitalen Kontexten (z.B. Online-Formulare, Social Media) und ordnen Sie sie den DSGVO-Prinzipien zu.

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45 Min.·Kleingruppen

Rollenspiel: Datenschutzvorfall

Teilen Sie die Klasse in Rollen ein: Datenschutzbeauftragter, Betroffener und Firmenleiter. Die Gruppen spielen einen Vorfall nach, in dem Daten ohne Einwilligung weitergegeben werden. Danach besprechen sie gemeinsam, welche DSGVO-Prinzipien verletzt wurden und wie man korrekt handelt.

Vorbereitung & Details

Erklären Sie die Kernprinzipien der DSGVO (z.B. Datensparsamkeit, Transparenz).

Moderationstipp: Lassen Sie im Rollenspiel 'Datenschutzvorfall' die Schülerinnen und Schüler bewusst Rollen aus ihrem eigenen Umfeld wählen, um die Relevanz zu steigern.

Setup: Spielfläche oder entsprechend angeordnete Tische für das Szenario

Materials: Rollenkarten mit Hintergrundinfos und Zielen, Szenario-Briefing

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
50 Min.·Kleingruppen

Fallanalyse: Reale Beispiele

Geben Sie Gruppen aktuelle Fälle wie den Cambridge-Analytica-Skandal aus. Sie identifizieren verletzte Prinzipien, Rechte der Betroffenen und Konsequenzen. Jede Gruppe präsentiert ihre Analyse mit einer Mindmap.

Vorbereitung & Details

Analysieren Sie die Rechte von Einzelpersonen im Rahmen der DSGVO.

Moderationstipp: Führen Sie die Fallanalyse 'Reale Beispiele' mit aktuellen Meldungen durch, die die Schülerinnen und Schüler selbst recherchieren und präsentieren lassen.

Setup: Stühle sind in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet

Materials: Diskussionsfrage oder Impuls (projiziert), Beobachtungsbogen für den Außenkreis

AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
30 Min.·Partnerarbeit

Datenschutz-Quiz: Kahoot-Runde

Erstellen Sie ein digitales Quiz zu Prinzipien und Rechten. Schüler beantworten Fragen im Team-Modus. Nach jeder Runde erklären Sie die richtige Antwort und lassen diskutieren, warum Fehlentscheidungen typisch sind.

Vorbereitung & Details

Bewerten Sie die Bedeutung der DSGVO für Unternehmen und Bürger im digitalen Zeitalter.

Moderationstipp: Nutzen Sie das Datenschutz-Quiz mit Kahoot, um spielerisch Grundlagen abzufragen und dann gezielt Wissenslücken zu schließen.

Setup: Stühle sind in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet

Materials: Diskussionsfrage oder Impuls (projiziert), Beobachtungsbogen für den Außenkreis

AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
35 Min.·Partnerarbeit

Eigene Einwilligung erstellen

Individuell entwerfen Schüler eine Einwilligungserklärung für eine fiktive App. Sie prüfen sie anhand der DSGVO-Kriterien und verbessern sie in Partnerarbeit.

Vorbereitung & Details

Erklären Sie die Kernprinzipien der DSGVO (z.B. Datensparsamkeit, Transparenz).

Moderationstipp: Die Erstellung einer eigenen Einwilligungserklärung sollte am Ende der Einheit stehen, um das Gelernte praktisch anzuwenden.

Setup: Stühle sind in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet

Materials: Diskussionsfrage oder Impuls (projiziert), Beobachtungsbogen für den Außenkreis

AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Unterrichten Sie DSGVO nicht als trockene Rechtsvorschrift, sondern als praktisches Werkzeug für den Alltag. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da das Thema durch eigenes Handeln und Diskussionen besser verstanden wird. Nutzen Sie reale Beispiele aus dem Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler, um die Abstraktion zu reduzieren. Aktuelle Medienberichte über Datenschutzverstöße eignen sich hervorragend, um die Relevanz zu verdeutlichen und Diskussionen anzuregen.

Was Sie erwartet

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler die Kernprinzipien der DSGVO erklären, reale Datenschutzsituationen einordnen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Betroffene formulieren. Sie erkennen, dass Datenschutz kein theoretisches Konstrukt ist, sondern ihr tägliches Leben betrifft.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungWährend des Rollenspiels 'Datenschutzvorfall' hören Sie möglicherweise Aussagen wie: 'Die DSGVO gilt nur für große Unternehmen.'

Was Sie stattdessen lehren sollten

Nutzen Sie die Rollenspiel-Szenarien aus dem Unterrichtsmaterial, um bewusst kleine Firmen oder Vereine einzubeziehen und den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie die DSGVO auch ihren Alltag betrifft.

Häufige FehlvorstellungWährend der Fallanalyse 'Reale Beispiele' könnte die Annahme auftauchen: 'Persönliche Daten sind nur Name und Adresse.'

Was Sie stattdessen lehren sollten

Verweisen Sie die Schülerinnen und Schüler auf die Fallbeispiele im Material, die IP-Adressen, Standortdaten oder Verhaltensprofile enthalten, um die Definition von personenbezogenen Daten zu erweitern.

Häufige FehlvorstellungIm Rollenspiel 'Datenschutzvorfall' könnte geäußert werden: 'DSGVO-Rechte kann man nicht durchsetzen.'

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Rollenspiel konkret die Schritte einer Beschwerde durchgehen und die Rolle der Aufsichtsbehörden im Material nachschlagen, um die Durchsetzbarkeit zu verdeutlichen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach dem Rollenspiel 'Datenschutzvorfall' erhalten die Schülerinnen und Schüler einen kurzen Szenarien-Zettel, auf dem sie notieren: 1. Welches DSGVO-Prinzip wird hier potenziell verletzt? 2. Welches Recht könnte die betroffene Person geltend machen?

Diskussionsfrage

Nach der Fallanalyse 'Reale Beispiele' stellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie gründen ein kleines Online-Geschäft. Welche drei konkreten Schritte müssen Sie sofort unternehmen, um die DSGVO einzuhalten?' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen diskutieren und ihre Ergebnisse im Plenum vorstellen.

Kurze Überprüfung

Während des Datenschutz-Quiz mit Kahoot zeigen Sie eine Liste von Datenpunkten (z.B. Name, IP-Adresse, Lieblingsfarbe, Kaufhistorie, Gesundheitsdaten). Die Schülerinnen und Schüler sollen für jeden Datenpunkt kurz begründen, ob und warum er als personenbezogenes Datum im Sinne der DSGVO gilt.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie Schülerinnen und Schüler, die früh fertig sind, auf, eine fiktive Beschwerde an eine Aufsichtsbehörde zu verfassen und dabei die DSGVO konkret zu zitieren.
  • Bieten Sie Schülerinnen und Schülern, die unsicher sind, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Analyse eines Fallbeispiels an, die sie selbstständig bearbeiten können.
  • Vertiefen Sie mit einer Exkursion oder einem Gastvortrag von einem Datenschutzbeauftragten, um die Berufspraxis zu veranschaulichen.

Schlüsselvokabular

personenbezogene DatenInformationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Beispiele sind Name, Adresse, E-Mail-Adresse oder auch IP-Adressen.
DatensparsamkeitDas Prinzip, nur so viele Daten zu erheben und zu speichern, wie für den jeweiligen Zweck unbedingt notwendig sind. Weniger ist mehr.
TransparenzDie Verpflichtung für Organisationen, klar und verständlich darüber zu informieren, welche Daten sie sammeln, warum sie diese sammeln und wie sie verarbeitet werden.
Recht auf AuskunftDas Recht einer Person, von einem Datenverantwortlichen zu erfahren, ob und welche Daten über sie verarbeitet werden, und eine Kopie dieser Daten zu erhalten.
ZweckbindungDaten dürfen nur für den spezifischen Zweck erhoben und verarbeitet werden, für den sie ursprünglich gesammelt wurden. Eine Weiterverwendung für andere Zwecke ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

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