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Informatik · Klasse 8

Ideen für aktives Lernen

Regelkreise und Feedback

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Regelkreise abstrakte Prinzipien sind, die durch konkrete Handlungen begreifbar werden. Die Schülerinnen und Schüler erleben direkt, wie Feedback und Anpassung in einem System wirken, statt nur darüber zu hören.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Strukturieren und ModellierenKMK: Sekundarstufe I - Informatiksysteme verstehen
15–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel30 Min. · Partnerarbeit

Pärchenarbeit: Regelkreis mit Scratch simulieren

Schüler bauen in Scratch einen einfachen Regelkreis für eine Temperaturregelung. Sie definieren Sensoren, Regler und Aktoren. Am Ende testen sie Stabilität bei Störungen.

Erklären Sie die Funktion eines einfachen Regelkreises in einem automatisierten System.

ModerationstippLassen Sie die Pärchen in Scratch bewusst erst einfache Regelkreise mit klaren Sollwerten programmieren, bevor sie komplexere Variationen ausprobieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer Komponente eines Regelkreises (Sollwert, Istwert, Regler, Stellglied, Feedback). Bitten Sie die Schüler, eine kurze Beschreibung der Funktion dieser Komponente zu schreiben und ein Beispiel aus dem Alltag zu nennen, wo sie vorkommt.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Kleingruppen: Physisches Modell bauen

Mit Lego oder Alltagsmaterialien konstruieren Gruppen einen Regelkreis, z. B. eine Waage mit Feedback. Sie dokumentieren Funktionsweise und Fehlerquellen.

Analysieren Sie, wie Feedback-Informationen zur Korrektur von Aktionen genutzt werden.

ModerationstippFordern Sie die Kleingruppen auf, ihr physisches Modell zunächst nur mit einem Sensor und einem Stellglied zu bauen, um die Grundfunktion zu verstehen.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein einfaches Diagramm eines Regelkreises (z.B. für eine Heizung) und stellen Sie folgende Fragen: 'Was passiert, wenn die gemessene Temperatur unter den Sollwert fällt? Welche Komponente entscheidet, was zu tun ist? Welche Aktion wird ausgeführt, um die Temperatur zu erhöhen?'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel20 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Rollenspiel Feedback

Die Klasse simuliert einen Regelkreis durch Rollenverteilung: Sensor, Regler, Störung. Jeder notiert Beobachtungen zur Feedback-Schleife.

Beurteilen Sie die Bedeutung von Regelkreisen für die Präzision und Stabilität von Robotern.

ModerationstippAchten Sie im Rollenspiel darauf, dass jede Rolle (Sollwert, Istwert, Regler, Stellglied) klar definiert ist und die Schülerinnen und Schüler ihre Handlungen laut begründen.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie mit der Klasse: 'Stellen Sie sich einen Roboter vor, der eine Tasse Kaffee greifen soll. Welche Informationen (Istwerte) benötigt er? Was sind die Sollwerte? Wie könnte ein Regelkreis helfen, die Tasse präzise zu greifen, auch wenn sie leicht verrutscht ist?'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Planspiel15 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Diagramm analysieren

Schüler zeichnen Regelkreise aus Alltagsbeispielen und markieren Feedback-Pfade. Sie erklären Verbesserungen.

Erklären Sie die Funktion eines einfachen Regelkreises in einem automatisierten System.

ModerationstippGeben Sie den Schülerinnen und Schülern beim Diagramm zunächst nur ein unvollständiges Schema, das sie durch Beschriftungen und Pfeile ergänzen müssen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer Komponente eines Regelkreises (Sollwert, Istwert, Regler, Stellglied, Feedback). Bitten Sie die Schüler, eine kurze Beschreibung der Funktion dieser Komponente zu schreiben und ein Beispiel aus dem Alltag zu nennen, wo sie vorkommt.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Regelkreise lehren wir am besten durch eine Mischung aus Simulation und realen Modellen. Vermeiden Sie reine Theoriephasen, sondern lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Prinzipien selbst erkunden. Wichtig ist, dass sie verstehen, dass Regelkreise dynamisch sind und nicht immer sofort perfekt funktionieren. Ein häufiger Fehler ist, Feedback nur als Korrektur zu sehen. Zeigen Sie explizit Beispiele, bei denen positives Feedback eine Verstärkung bewirkt.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Schülerinnen und Schüler die vier Komponenten eines Regelkreises benennen und ihre Funktion in einem konkreten Beispiel erklären können. Sie erkennen, dass Feedback nicht nur korrigiert, sondern auch gezielt verstärken kann.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Scratch-Simulation denken manche Schülerinnen und Schüler, Regelkreise funktionieren immer sofort perfekt ohne Verzögerungen oder Schwingungen.

    Beobachten Sie während der Simulation, wie die Schülerinnen und Schüler auf Verzögerungen oder Oszillationen reagieren. Fordern Sie sie auf, den Regler so anzupassen, dass diese Effekte minimiert werden.

  • Im Rollenspiel wird Feedback oft nur als Korrektur wahrgenommen, nicht als Verstärkung.

    Lenken Sie die Schülerinnen und Schüler während des Rollenspiels explizit darauf, auch Situationen zu benennen, in denen Feedback etwas verstärkt, z.B. die Geschwindigkeit eines Roboters erhöht.

  • Beim Bau des physischen Modells gehen manche davon aus, dass Sensoren optional sind.

    Beobachten Sie, ob die Gruppen ihr Modell ohne Sensoren bauen. Fragen Sie sie konkret: 'Wie misst ihr den Istwert, wenn kein Sensor vorhanden ist?' und fordern Sie sie auf, dies nachzurüsten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden