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Informatik · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Präsentationen gestalten

Aktivierende Lernformen wirken hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse Gestaltungsprinzipien erst durch eigenes Ausprobieren und Reflektieren verinnerlichen. Durch praktische Übungen erleben sie selbst, wie Design Entscheidungen die Wirkung einer Präsentation beeinflussen – nicht durch theoretische Erklärungen, sondern durch konkrete Erfahrungen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - WerkzeugeKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Designprinzipien

Richten Sie vier Stationen ein: Farben (Kombinationen testen), Schriftarten (Lesbarkeit prüfen), Layout (Ausgleich üben), Bilder (Relevanz bewerten). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Entwerfen Sie eine Präsentation, die komplexe Informationen klar und verständlich darstellt.

ModerationstippBeim Stationenlernen: Bereiten Sie pro Station konkrete Materialien vor, z.B. Farbpaletten zum Auswählen, unterschiedliche Schriftarten zum Vergleichen und leere Folienlayouts zum Ausprobieren.

Worauf zu achten istDie Schüler tauschen ihre Entwürfe für eine einzelne Präsentationsfolie aus. Sie geben sich gegenseitig Feedback anhand von zwei Fragen: 1. Sind die wichtigsten Informationen auf den ersten Blick erkennbar? 2. Unterstützen die gewählten Farben und die Schriftart die Botschaft der Folie?

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen durch Lehren30 Min. · Partnerarbeit

Peer-Review: Präsentationsentwurf

Schüler erstellen in Paaren einen Entwurf zu einem Thema. Partner geben Feedback zu Klarheit und Design mit einer Checkliste. Paare überarbeiten und präsentieren die finale Version der Klasse.

Analysieren Sie die Wirkung von Farben, Schriftarten und Layout auf die Botschaft einer Präsentation.

ModerationstippBeim Peer-Review: Geben Sie den Schülerinnen und Schülern klare Kriterien an die Hand, z.B. eine Checkliste mit Fragen zu Lesbarkeit und Botschaftsvermittlung.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Folie mit drei verschiedenen Farbpaletten und drei verschiedenen Schriftartenkombinationen. Sie schreiben auf einen Zettel, welche Kombination sie für eine Präsentation über 'Haustiere' am besten finden und begründen ihre Wahl mit einem Satz.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen durch Lehren40 Min. · Kleingruppen

Zielgruppen-Analyse: Präsentation anpassen

Teilen Sie die Klasse in Gruppen ein. Jede Gruppe passt eine Vorlage für unterschiedliche Zielgruppen an, z. B. Kinder oder Erwachsene. Testen Sie durch Rollenspiele und bewerten Sie die Wirkung.

Bewerten Sie die Effektivität verschiedener Präsentationstechniken für unterschiedliche Zielgruppen.

ModerationstippBei der Zielgruppen-Analyse: Lassen Sie die Lernenden konkrete Zielgruppen benennen, z.B. jüngere Kinder oder Erwachsene, und überlegen, wie die Präsentation darauf eingehen sollte.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt eine Beispielpräsentation und stellt gezielte Fragen: 'Welche Farbe dominiert hier und welche Wirkung hat sie?', 'Ist die Schrift gut lesbar? Warum oder warum nicht?', 'Wie könnte man das Layout verbessern, um die Kernbotschaft stärker hervorzuheben?'

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen durch Lehren35 Min. · Ganze Klasse

Galerie-Wanderung: Beste Präsentationen

Schüler hängen Entwürfe aus oder zeigen sie digital. Die Klasse wandert durch und votet mit Sticky Notes auf Stärken. Diskutieren Sie Kriterien und Tipps gemeinsam.

Entwerfen Sie eine Präsentation, die komplexe Informationen klar und verständlich darstellt.

ModerationstippBei der Galerie-Wanderung: Planen Sie genug Zeit ein, damit alle Präsentationen in Ruhe betrachtet und bewertet werden können, und geben Sie Feedbackbögen mit festen Bewertungskriterien aus.

Worauf zu achten istDie Schüler tauschen ihre Entwürfe für eine einzelne Präsentationsfolie aus. Sie geben sich gegenseitig Feedback anhand von zwei Fragen: 1. Sind die wichtigsten Informationen auf den ersten Blick erkennbar? 2. Unterstützen die gewählten Farben und die Schriftart die Botschaft der Folie?

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Informatik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf iterative Prozesse: Zuerst Gestaltungsprinzipien theoretisch einführen, dann sofort praktisch anwenden lassen. Wichtig ist, dass Fehler nicht bestraft, sondern als Lernchance genutzt werden. Die Lehrkraft gibt während des Prozesses gezielte Impulse, z.B. durch Fragen wie 'Was fällt dem Betrachter als Erstes auf?' oder 'Würde das auch aus der letzten Reihe gut lesbar sein?'

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Jugendliche Designprinzipien bewusst anwenden und ihre Entscheidungen für Farben, Schriftarten und Layouts begründen können. Sie erkennen, wie kleine Änderungen große Auswirkungen auf die Verständlichkeit und Wirkung haben. Am Ende können sie Präsentationen für verschiedene Zielgruppen passend gestalten und konstruktiv bewerten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens zu Designprinzipien hören Sie möglicherweise Schüler sagen: 'Mehr Farben und Effekte machen eine Präsentation besser.'

    Legen Sie in der Station zu Farben und Effekten konkrete Beispiele bereit: eine überladene Folie und eine reduzierte Version derselben Folie. Die Schüler testen in Kleingruppen, welche Version besser verstanden wird und begründen ihre Wahl im Lerntagebuch.

  • Während des Stationenlernens zu Schriftarten hören Sie möglicherweise Schüler sagen: 'Schriftgröße ist egal, solange der Text lesbar ist.'

    In der Station zur Schriftart lassen Sie die Schüler aus verschiedenen Entfernungen lesen und bewerten. Sie notieren, welche Schriftgrößen und -arten aus 3 Metern Entfernung noch klar erkennbar sind, und passen ihre Entwürfe entsprechend an.

  • Während der Peer-Reviews zu Präsentationsentwürfen hören Sie möglicherweise Schüler sagen: 'Animationen sind immer gut für Spannung.'

    Geben Sie den Peer-Revisoren die Aufgabe, die Wirkung von Animationen zu testen: Sie lassen die Präsentation mit und ohne Animationen abspielen und messen, wie lange die Zuschauer auf den Folien bleiben. Die Erkenntnisse werden in der Klasse diskutiert.


In dieser Übersicht verwendete Methoden