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Geographie · Klasse 8

Ideen für aktives Lernen

Erneuerbare Energien: Potenziale und Herausforderungen

Aktive Lernformen machen die räumlichen und zeitlichen Bedingungen erneuerbarer Energien greifbar. Durch konkretes Arbeiten mit Karten, Modellen und Rollenspielen verstehen Schülerinnen und Schüler, warum Windkraft nicht überall gleich gut funktioniert und warum Speicherlösungen unverzichtbar sind.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Mensch-Umwelt-SystemKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Energieträger vergleichen

Richten Sie Stationen für Sonne, Wind, Wasser und Biomasse ein. An jeder Station notieren Gruppen Potenziale, Herausforderungen und räumliche Voraussetzungen anhand von Karten und Modellen. Abschließend präsentieren sie Erkenntnisse.

Welche räumlichen Voraussetzungen benötigen Windkraft und Solarenergie?

ModerationstippLassen Sie bei der Stationenrotation bewusst ähnliche Materialien (z.B. Kartenausschnitte) vergleichen, um Unterschiede in der Eignung von Standorten sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer erneuerbaren Energiequelle (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse). Sie schreiben eine kurze Antwort auf die Frage: 'Welche zwei wichtigsten räumlichen Voraussetzungen benötigt diese Energiequelle, und wo in Deutschland sind diese am besten gegeben?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Kartenanalyse: Regionale Potenziale

Verteilen Sie Weltkarten mit Klimadaten. Paare markieren geeignete Regionen für Solar- und Windkraft, begründen mit Windgeschwindigkeiten und Sonnenscheinstunden. Gemeinsam erörtern sie Speicherbedarf.

Vergleichen Sie die Potenziale und Herausforderungen verschiedener erneuerbarer Energien.

ModerationstippFühren Sie die Kartenanalyse schrittweise ein: Beginnen Sie mit einer klaren Legende, bevor die Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiten.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage in Kleingruppen: 'Welche Rolle spielen Energiespeicher für die Energiewende in Deutschland? Nennen Sie mindestens zwei Vorteile und eine Herausforderung.' Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Energiewende-Debatte

Teilen Sie Rollen zu (z. B. Politiker, Umweltschützer, Unternehmer). Jede Gruppe bereitet Argumente zu Potenzialen und Herausforderungen vor, debattiert dann im Plenum über Speichersysteme.

Analysieren Sie die Rolle von Energiespeichersystemen für die Energiewende.

ModerationstippSteuern Sie das Rollenspiel durch klare Rollenkarten und eine vorbereitete Pro-Contra-Liste, damit die Diskussion fokussiert bleibt.

Worauf zu achten istZeigen Sie eine Weltkarte mit markierten Regionen (z.B. Sahara, Nordsee, Amazonasbecken). Die Schüler ordnen jeder Region eine oder zwei geeignete erneuerbare Energiequellen zu und begründen kurz ihre Wahl.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen40 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Energiespeicher simulieren

Schüler bauen mit Materialien einen Pumpspeicher nach. Sie testen Wasserumlauf bei variierender Nachfrage und protokollieren Effizienz. Diskussion schließt mit realen Anwendungen ab.

Welche räumlichen Voraussetzungen benötigen Windkraft und Solarenergie?

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer erneuerbaren Energiequelle (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse). Sie schreiben eine kurze Antwort auf die Frage: 'Welche zwei wichtigsten räumlichen Voraussetzungen benötigt diese Energiequelle, und wo in Deutschland sind diese am besten gegeben?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte sollten gezielt den Unterschied zwischen theoretischem Potenzial und realer Umsetzbarkeit thematisieren. Vermeiden Sie es, erneuerbare Energien als 'die Lösung' darzustellen – stattdessen betonen Sie die Komplexität der Energiewende. Forschungsbasiert wirkt besonders anschaulich, wenn Sie aktuelle Daten (z.B. zu CO2-Einsparungen) direkt in die Aktivitäten einbauen.

Am Ende der Einheit können Schülerinnen und Schüler räumliche Voraussetzungen konkreten Energieträgern zuordnen, regionale Potenziale begründet vergleichen und die Rolle von Speichern für die Versorgungssicherheit erklären. Sie erkennen auch typische Konflikte bei der Nutzung erneuerbarer Energien.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Erneuerbare Energien sind immer sofort verfügbar und ersetzen fossile Brennstoffe lückenlos.

    Während der Stationenrotation (Aktivität 1) achten Sie auf die Materialien zu Fluktuation. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, mit den vorliegenden Daten konkrete Zeiten ohne Energieertrag zu identifizieren und daraus Speicherbedarf abzuleiten.

  • Wind- und Solaranlagen haben keine Umweltauswirkungen.

    Bei der Kartenanalyse (Aktivität 2) fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, Schutzgebiete und Vogelflugrouten in die Bewertung der Eignung einzubeziehen. Diskutieren Sie gemeinsam, wie solche Konflikte gelöst werden können.

  • Biomasse ist unerschöpflich und umweltneutral.

    In der Stationenrotation (Aktivität 1) kontrastieren Sie die Materialien zu Biomasse mit denen zu Wind- und Solarenergie. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, Vor- und Nachteile direkt zu vergleichen und auf Monokulturen hinzuweisen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden