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Geographie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Verwitterung: Gesteinszerstörung durch Naturkräfte

Aktive Experimente und Beobachtungen machen die unsichtbaren Kräfte der Verwitterung greifbar. Schülerinnen und Schüler erleben selbst, wie Gestein durch Temperatur, Wasser und Lebewesen verändert wird, statt nur darüber zu lesen. Diese haptischen und visuellen Erfahrungen festigen ihr Verständnis nachhaltiger als abstrakte Erklärungen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Verwitterungsarten

Richten Sie Stationen ein: Physikalisch (Frostmodell mit Eiswürfeln in Gesteinsspalten), chemisch (Kalkstein in Essig), biologisch (Moos auf Ziegeln), Beobachtung (Fotos vergangener Gesteine). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Veränderungen und Ursachen.

Vergleichen Sie die Prozesse der physikalischen und chemischen Verwitterung.

ModerationstippLassen Sie während der Stationenrotation die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen direkt auf einem Protokollblatt notieren, um den Vergleich der Prozesse zu fördern.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schülerinnen und Schüler auf einer Karteikarte ein Beispiel für physikalische und ein Beispiel für chemische Verwitterung notieren. Bitten Sie sie anschließend, für jedes Beispiel eine kurze Erklärung zu geben, warum es zu dieser Verwitterungsart gehört.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Chemische Verwitterung

Geben Sie Paaren Kalksteinstücke und verdünnte Säure. Sie beobachten Blasenbildung, messen Masse vor/nach und vergleichen mit unbeeinflussten Proben. Abschließende Diskussion klärt Rolle von CO2 im Regen.

Erklären Sie, wie das Klima die Art und Intensität der Verwitterung beeinflusst.

ModerationstippMischen Sie beim Experiment zur chemischen Verwitterung die Gruppen so, dass jede mindestens eine Person mit Laborerfahrung enthält, um die Durchführung zu beschleunigen.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Gesteinsoberflächen (z.B. glatte, abgerundete Steine; poröse Steine mit Rissen; Steine mit Rostflecken). Fragen Sie: 'Welche Verwitterungsart hat dieses Gestein wahrscheinlich am stärksten beeinflusst und warum?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Ganze Klasse

Freifeldbeobachtung: Lokale Verwitterung

Führen Sie die Klasse zu einer Mauer oder Felsen. Schüler skizzieren Risse, Flechten und Zersetzung, kategorisieren Prozesse und notieren Witterungsbedingungen. Im Klassenzimmer teilen sie Fotos und Analysen.

Analysieren Sie die Rolle der Verwitterung bei der Bodenbildung.

ModerationstippPlanen Sie für die Freifeldbeobachtung eine klare Route vor und weisen Sie die Gruppen an, mindestens drei verschiedene Gesteinstypen zu dokumentieren.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wie würde sich die Verwitterung eines Gesteins in einer Wüstenregion (z.B. Sahara) von der Verwitterung desselben Gesteins in einem tropischen Regenwald (z.B. Amazonas) unterscheiden?' Leiten Sie eine Diskussion über die Rolle von Wasser und Temperatur.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen35 Min. · Einzelarbeit

Modellbau: Verwitterungsketten

Individuen bauen Kettenmodelle mit Karten: Gestein zu Sand zu Boden. Sie markieren physikalische/chemische Schritte und Klimafaktoren. Präsentation in Kleingruppen vertieft Verbindungen.

Vergleichen Sie die Prozesse der physikalischen und chemischen Verwitterung.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schülerinnen und Schüler auf einer Karteikarte ein Beispiel für physikalische und ein Beispiel für chemische Verwitterung notieren. Bitten Sie sie anschließend, für jedes Beispiel eine kurze Erklärung zu geben, warum es zu dieser Verwitterungsart gehört.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Führen Sie die Schülerinnen und Schüler schrittweise von konkreten Erfahrungen zu abstrakten Konzepten. Beginnen Sie mit sichtbaren Veränderungen durch physikalische Prozesse, bevor Sie zu langsamen chemischen Reaktionen übergehen. Vermeiden Sie Überforderung, indem Sie komplexe Begriffe wie pH-Wert oder Oxidation erst einführen, wenn die Schülerinnen und Schüler die Basics verstanden haben. Nutzen Sie analoge Vergleiche, etwa wie Zucker sich in Tee auflöst, um chemische Verwitterung zu veranschaulichen.

Am Ende verstehen die Lernenden die drei Verwitterungsarten klar, können Beispiele zuordnen und Zusammenhänge zwischen Klima und Verwitterungsintensität erklären. Sie nutzen Fachbegriffe präzise und transferieren ihr Wissen auf neue Situationen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During der Stationenrotation Verwitterungsarten, watch for Schüler, die mechanische Prozesse wie Wind oder Wasser als einzige Ursache nennen.

    Nutzen Sie die Station zur chemischen Verwitterung, um gezielt nachzufragen: 'Was passiert, wenn Regenwasser auf Kalkstein trifft?' und lassen Sie die Gruppe die sichtbare Reaktion beschreiben.

  • During dem Experiment Chemische Verwitterung, watch for Schüler, die Verwitterung als schnellen Prozess wahrnehmen.

    Führen Sie eine Zwischenmessung nach 10 Minuten durch und vergleichen Sie mit dem Ausgangszustand. Fragen Sie: 'Warum sehen wir jetzt schon Veränderungen, obwohl Verwitterung in der Natur Jahre dauert?'

  • During der Freifeldbeobachtung Lokale Verwitterung, watch for Schüler, die Klima als unwichtig für Verwitterungsprozesse einordnen.

    Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Beobachtungen mit einer Klimakarte zu vergleichen und zu begründen, warum in ihrer Region bestimmte Prozesse dominieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden