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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Digitale Karten und Geoinformationssysteme (GIS)

Kinder in Klasse 6 lernen räumliche Zusammenhänge am besten durch eigenes Handeln. Digitale Karten und GIS bieten hier ein ideales Werkzeug, weil Schülerinnen und Schüler sofort sichtbare Ergebnisse ihrer Handlungen sehen und sofort bewerten können. Die Kombination aus visueller Darstellung und interaktivem Ausprobieren fördert nachhaltiges Lernen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Digitale GeomedienKMK: Sekundarstufe I - Medienkompetenz
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Projektbasiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paarbeit: Routenvergleich

Paare öffnen Google Maps und eine gedruckte Karte des Nahraums. Sie planen dieselbe Route zu einem Ort und notieren Unterschiede in Zeit, Entfernung und Details. Abschließend teilen sie Vor- und Nachteile in der Klasse.

Vergleichen Sie die Vorteile digitaler Karten gegenüber gedruckten Karten für die Navigation und Informationssuche.

ModerationstippLassen Sie bei der Paarbeit Routenvergleich die Schüler ihre Routen auf Papier und digital skizzieren, bevor sie die App nutzen, um den Mehrwert digitaler Tools direkt zu erleben.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer einfachen Navigationsaufgabe (z.B. 'Finde den schnellsten Weg von A nach B'). Bitten Sie die Schüler, auf der Rückseite zwei Vorteile einer digitalen Karte gegenüber einer gedruckten Karte für diese Aufgabe zu notieren.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Kleingruppen: GIS-Layer-Exploration

Gruppen laden eine einfache Online-GIS-App wie ArcGIS Online. Sie überlagern Layer zu Verkehr und Grünflächen in ihrer Stadt, identifizieren Probleme wie Staus und diskutieren Lösungsvorschläge. Ergebnisse werden als Screenshot präsentiert.

Erklären Sie, wie Geoinformationssysteme (GIS) zur Lösung räumlicher Probleme beitragen können.

ModerationstippFordern Sie bei der GIS-Layer-Exploration Kleingruppen auf, ihre Beobachtungen auf Haftnotizzetteln festzuhalten und diese an einer Pinnwand zu sortieren, um Muster sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie müssten den besten Standort für ein neues Jugendzentrum in Ihrer Stadt finden. Welche Informationen würden Sie benötigen und wie könnten digitale Karten oder ein GIS Ihnen dabei helfen?' Lassen Sie die Schüler ihre Ideen austauschen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen50 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Geodaten-Jagd

Die Klasse startet eine Schatzsuche mit Tablets: Stationen fordern Suche nach Koordinaten, Höhenangaben und Luftbildern. Teams sammeln Punkte durch präzise Funde und reflektieren Genauigkeit digitaler Daten.

Beurteilen Sie die Relevanz von digitalen Geodaten für den Alltag und verschiedene Berufsfelder.

ModerationstippPlanen Sie die Geodaten-Jagd so, dass die Schüler nicht nur Fakten sammeln, sondern auch eigene Fragen entwickeln, die sie dann mit den Tools beantworten müssen.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein Bild eines einfachen GIS-Interfaces mit verschiedenen Layern (z.B. Straßen, Gebäude, Grünflächen). Fragen Sie die Schüler: 'Welche Art von Information sehen Sie in jedem Layer? Wie könnten diese Layer kombiniert werden, um eine Entscheidung zu treffen?'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen20 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Berufsrecherche

Jeder Schüler recherchiert mit GIS-Tools einen Beruf, der Geodaten nutzt, z.B. Feuerwehr. Sie erstellen eine kurze Notiz zu Anwendungen und teilen ein Beispiel.

Vergleichen Sie die Vorteile digitaler Karten gegenüber gedruckten Karten für die Navigation und Informationssuche.

ModerationstippBei der Berufsrecherche geben Sie konkrete Suchbegriffe vor und fordern eine kurze Präsentation mit Fokus auf die genutzten Karten oder GIS-Anwendungen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer einfachen Navigationsaufgabe (z.B. 'Finde den schnellsten Weg von A nach B'). Bitten Sie die Schüler, auf der Rückseite zwei Vorteile einer digitalen Karte gegenüber einer gedruckten Karte für diese Aufgabe zu notieren.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Digitale Karten und GIS leben vom konkreten Tun. Vermeiden Sie abstrakte Erklärungen zu Layern oder Koordinaten. Stattdessen: Lassen Sie die Schüler selbst Daten einpflegen, Routen planen oder Standorte vergleichen. Die Technik sollte Werkzeug bleiben, nicht zum Selbstzweck werden. Studien zeigen, dass Schüler durch aktives Handeln ein nachhaltigeres Verständnis für räumliche Daten entwickeln als durch reines Zuhören.

Am Ende der Einheit erkennen Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen digitalen und gedruckten Karten. Sie können einfache GIS-Tools nutzen und erklären, warum digitale Daten aktueller, aber auch fehleranfälliger sein können. Gruppenarbeiten zeigen, dass GIS im Alltag relevant ist.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paarbeit Routenvergleich entwickeln Schüler oft die Annahme, dass digitale Karten immer exakt sind.

    Nutzen Sie die Skizzen der Schüler auf Papier als Vergleichsgrundlage. Fordern Sie sie auf, Unterschiede zwischen ihrer Skizze und der App zu markieren und zu diskutieren, warum die App Abweichungen zeigen könnte.

  • Während der GIS-Layer-Exploration denken einige Schüler, GIS sei nur für Spezialisten gedacht.

    Lassen Sie die Kleingruppen ihre Layer-Ergebnisse präsentieren und fragen Sie gezielt: Wo haben Sie solche Funktionen schon im Alltag gesehen? So wird der Bezug zu Navigations-Apps oder Lieferdiensten hergestellt.

  • Während der Geodaten-Jagd kommen Schüler manchmal zu dem Schluss, gedruckte Karten seien nutzlos.

    Legen Sie an einer Station eine gedruckte Karte und eine digitale Karte parallel aus. Fordern Sie die Schüler auf, Aufgaben zu lösen, die jeweils eine Karte besser erfüllt, um die Komplementarität zu erkennen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden