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Geographie · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Schattenseiten des Reisens: Massentourismus und Folgen

Aktives Lernen eignet sich hier besonders, weil Massentourismus ein komplexes, mehrdimensionales Problem ist. Durch handlungsorientierte Methoden verstehen Schüler ökologische, soziale und ökonomische Zusammenhänge direkter und entwickeln Empathie für betroffene Regionen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Nachhaltiges HandelnKMK: Sekundarstufe I - Globale Verantwortung
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Folgen des Tourismus

Richten Sie drei Stationen ein: Ökologie (Bilder von Müllstränden analysieren), Soziales (Interviews mit Locals simulieren), Ökonomie (Geldflüsse in Diagrammen nachzeichnen). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Zerstört der Massentourismus langfristig das, was er kurzfristig sucht, und welche Beispiele gibt es dafür?

ModerationstippBeim Stationenlernen sorgen klare Arbeitsaufträge und Zeitvorgaben dafür, dass jede Gruppe zu allen Folgen Material findet und nicht in Details versinkt.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem der drei Schlüsselbegriffe: 'ökologisch', 'sozial', 'ökonomisch'. Sie sollen eine konkrete negative Folge des Massentourismus für diesen Bereich nennen und eine mögliche Gegenmaßnahme vorschlagen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Fishbowl-Diskussion30 Min. · Partnerarbeit

Fallstudien-Analyse: Venedig vs. Lofoten

Teilen Sie Paare Gruppen zu zwei Regionen zu, mit Quellen zu Folgen. Sie erstellen Pros- und Cons-Listen und präsentieren Lösungsvorschläge. Schließen Sie mit einer Klassenabstimmung ab.

Wie können wir als Reisende dazu beitragen, die Umwelt zu schonen und die lokale Bevölkerung zu unterstützen?

ModerationstippBei der Fallstudien-Analyse Venedig vs. Lofoten lenken Sie die Diskussion mit Fokusfragen zu Ähnlichkeiten und Unterschieden, um Oberflächlichkeiten zu vermeiden.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülern zwei Bilder: eines von einem überfüllten Strand und eines von einer intakten Naturlandschaft. Stellen Sie die Frage: 'Welche Spuren hinterlässt der Mensch in beiden Fällen, und wie könnten wir als Reisende dazu beitragen, die zweite Landschaft zu schützen?'

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Tourist und Einheimischer

Schüler verkörpern Rollen in Szenarien wie Hotelbau oder Strandbesuch. Sie verhandeln Kompromisse und reflektieren in Briefen Perspektiven. Die Klasse bewertet faire Lösungen.

Bewerten Sie, wem das Geld, das Touristen im Urlaub ausgeben, tatsächlich nützt und welche Rolle lokale Gemeinschaften spielen.

ModerationstippIm Rollenspiel geben Sie den Schülern vorbereitete Rollenkarten mit klaren Interessen und begrenzen die Redezeit pro Person auf zwei Minuten, um Fairness zu sichern.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, in Kleingruppen drei Fragen zu beantworten: 1. Nenne ein Beispiel, wo Tourismus seine eigene Attraktivität zerstört. 2. Wer profitiert am meisten vom Geld eines typischen Touristen? 3. Was ist eine einfache Regel für umweltfreundliches Reisen?

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Fishbowl-Diskussion35 Min. · Einzelarbeit

Nachhaltiges Reisebudget

Individuell planen Schüler einen Urlaub mit Budget, das lokale Produkte priorisiert. Sie berechnen CO2-Fußabdruck und vergleichen mit Massentourismus. Gemeinsam optimieren.

Zerstört der Massentourismus langfristig das, was er kurzfristig sucht, und welche Beispiele gibt es dafür?

ModerationstippBeim nachhaltigen Reisebudget achten Sie darauf, dass Schüler nicht nur Kosten, sondern auch ökologische und soziale Faktoren in ihre Planung einbeziehen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem der drei Schlüsselbegriffe: 'ökologisch', 'sozial', 'ökonomisch'. Sie sollen eine konkrete negative Folge des Massentourismus für diesen Bereich nennen und eine mögliche Gegenmaßnahme vorschlagen.

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte betonen, dass dieses Thema nicht nur Faktenwissen erfordert, sondern Perspektivwechsel und Handlungsorientierung. Vermeiden Sie es, die Diskussion auf Schuldzuweisungen zu reduzieren. Stattdessen sollten Schüler erkennen, dass Reisen nicht per se schlecht sind, aber verantwortungsvoller gestaltet werden müssen. Nutzen Sie lokale Bezüge, um die Relevanz zu erhöhen und Handlungsdruck zu erzeugen.

Erfolg zeigt sich darin, dass Schüler konkrete Folgen des Massentourismus benennen können und eigene Handlungsmöglichkeiten erkennen. Sie sollen lokale Perspektiven einnehmen und nachhaltige Alternativen kritisch bewerten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels ‚Tourist und Einheimischer‘ achten Sie darauf, dass einige Schüler denken, Tourismus bringe immer viele Jobs für Einheimische.

    Nutzen Sie die Rollenkarten, um zu zeigen, dass viele Jobs saisonal und niedrig bezahlt sind. Fordern Sie die Schüler auf, in der Diskussion zu erkennen, wie Geld an Kettenhotels fließt und welche Alternativen es gibt.

  • Während des Stationenlernens ‚Folgen des Tourismus‘ könnte ein Schüler annehmen, ökologische Schäden durch Touristen verschwinden schnell.

    Zeigen Sie den Schülern am Stationenmaterial Bildserien, die Veränderungen über Jahre hinweg dokumentieren. Lassen Sie sie in Gruppen Zeitachsen erstellen, um bleibende Effekte sichtbar zu machen.

  • Während der Fallstudien-Analyse ‚Venedig vs. Lofoten‘ glauben manche Schüler, nur ferne Länder litten unter Massentourismus.

    Integrieren Sie lokale Beispiele wie die Ostsee oder die Alpen in die Analyse. Lassen Sie die Schüler in Paararbeit erkennen, wie auch deutsche Regionen betroffen sind und welche Verantwortung sie selbst tragen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden