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Geographie · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Globalisierung der Landwirtschaft: Import und Export

Aktives Lernen macht die abstrakten Zusammenhänge der globalisierten Landwirtschaft greifbar. Durch praktische Stationen, Rollenspiele und Kartenarbeit verstehen Schülerinnen und Schüler komplexe Warenströme und deren Auswirkungen konkret und anwendungsbezogen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Globale VerflechtungenKMK: Sekundarstufe I - Konsumverhalten
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Brainstorming-Karussell45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Etiketten-Analyse

Richten Sie vier Stationen ein: 1. Herkunftsländer markieren, 2. Transportwege nachzeichnen, 3. CO2-Fußabdruck schätzen, 4. Vor- und Nachteile listen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Beobachtungen. Abschließende Plenumdiskussion fasst Ergebnisse zusammen.

Warum finden wir im Supermarkt das ganze Jahr über Produkte, die in Deutschland nicht saisonal sind?

ModerationstippBei der Etiketten-Analyse darauf achten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Herkunft, sondern auch Gütesiegel und Transportwege auf den Verpackungen identifizieren.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer kleinen Karte zwei Lebensmittel zu notieren, die sie kürzlich gegessen haben. Für jedes Lebensmittel sollen sie angeben, ob es wahrscheinlich importiert wurde und warum. Sie sollen zudem einen Vorteil und einen Nachteil des Imports für Deutschland nennen.

ErinnernVerstehenAnalysierenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Import-Export-Verhandlung

Teilen Sie Rollen zu: Farmer, Händler, Verbraucher, Umweltschützer. Gruppen verhandeln über einen Bananenimport und notieren Argumente. Jede Gruppe präsentiert ihre Position, die Klasse bewertet faire Lösungen.

Analysieren Sie die Vor- und Nachteile des Imports von Lebensmitteln aus fernen Ländern für Verbraucher und Produzenten.

ModerationstippIm Rollenspiel als Moderator fungieren, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler aktiv in die Verhandlungsrunden eingebunden werden und ihre Argumente auf Fakten stützen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Ist es besser, Obst und Gemüse aus der Region zu kaufen, auch wenn es nicht das ganze Jahr über verfügbar ist, oder importierte Produkte zu bevorzugen, die immer erhältlich sind?' Lassen Sie die Schüler ihre Meinungen begründen und auf die Perspektiven von Verbrauchern und Produzenten eingehen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Brainstorming-Karussell35 Min. · Partnerarbeit

Weltkarte: Warenrouten zeichnen

Schüler erhalten Weltkarten und Supermarktprodukte. Sie zeichnen Routen von Anbau bis Regal ein, berechnen grobe Distanzen und diskutieren Emissionen. Paare vergleichen ihre Karten und teilen Erkenntnisse.

Bewerten Sie die ökologischen und sozialen Folgen des globalen Lebensmittelhandels, insbesondere im Hinblick auf Transportwege und Arbeitsbedingungen.

ModerationstippBei der Weltkartenarbeit darauf achten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Routen zeichnen, sondern auch die Gründe für die gewählten Pfade reflektieren und diskutieren.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Lebensmitteln (z.B. Bananen, Äpfel aus Deutschland, Avocados, Kartoffeln). Bitten Sie die Schüler, für jedes Lebensmittel zu entscheiden, ob es typischerweise importiert oder lokal produziert wird, und kurz zu erklären, warum sie das denken.

ErinnernVerstehenAnalysierenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Debatte40 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Lokal vs. Global

Teilen Sie die Klasse in zwei Lager: Befürworter lokaler Produkte und Importanhänger. Jede Seite bereitet Argumente vor, debattiert 10 Minuten. Moderation notiert Stärken beider Seiten für ein Abwägen.

Warum finden wir im Supermarkt das ganze Jahr über Produkte, die in Deutschland nicht saisonal sind?

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer kleinen Karte zwei Lebensmittel zu notieren, die sie kürzlich gegessen haben. Für jedes Lebensmittel sollen sie angeben, ob es wahrscheinlich importiert wurde und warum. Sie sollen zudem einen Vorteil und einen Nachteil des Imports für Deutschland nennen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema profitiert von einer handlungsorientierten und multiperspektivischen Herangehensweise. Vermeiden Sie Frontalunterricht, der komplexe Zusammenhänge nur theoretisch erklärt. Stattdessen sollten Sie Schülerinnen und Schüler durch gezielte Fragen anregen, selbstständig Zusammenhänge zu erkennen. Nutzen Sie Alltagsbezug, um die Relevanz des Themas zu verdeutlichen und Emotionen zu wecken. Forschung zeigt, dass Lernende nachhaltiger lernen, wenn sie aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und die Konsequenzen ihres Handelns spüren.

Erfolgreich ist die Einheit, wenn die Schülerinnen und Schüler nach Abschluss nicht nur Import- und Exportwege benennen, sondern auch deren Vor- und Nachteile aus verschiedenen Perspektiven abwägen und begründet Entscheidungen treffen können. Die Fähigkeit, lokale und globale Zusammenhänge zu vergleichen und kritisch zu reflektieren, steht im Mittelpunkt.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation Etiketten-Analyse beobachten Schülerinnen und Schüler häufig die Aussage: 'Importierte Lebensmittel sind immer schlechter als lokale.'

    Nutzen Sie die Etiketten als konkrete Grundlage, um die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zu bitten, Qualitätslabel wie 'Bio-Siegel' oder 'Fairtrade' auf den Verpackungen zu identifizieren und deren Bedeutung zu diskutieren. Anschließend präsentieren die Gruppen ihre Funde und korrigieren gemeinsam Vorurteile.

  • Während der Weltkarte Warenrouten zeichnen äußern Schülerinnen und Schüler manchmal: 'Transport hat keinen großen Einfluss auf die Umwelt.'

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, während des Zeichnens der Routen die Distanzen zu messen und in einem zweiten Schritt die geschätzten CO2-Emissionen für jeden Transportweg zu berechnen. Nutzen Sie diese Daten, um im Plenum über die realen Umweltauswirkungen zu sprechen.

  • Während des Rollenspiels Import-Export-Verhandlung hören Sie oft: 'Globaler Handel schadet nur der lokalen Landwirtschaft.'

    Beziehen Sie die Schülerinnen und Schüler nach dem Rollenspiel in eine Reflexionsrunde ein, in der sie die verschiedenen Rollen (Bauer, Importeur, Händler) und deren Perspektiven vergleichen. Fragen Sie gezielt nach Beispielen aus dem Spiel, die zeigen, wie globaler Handel auch Chancen für lokale Produzenten bieten kann.


In dieser Übersicht verwendete Methoden