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Geographie · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Bürgerschaftliches Engagement: Gemeinsam für die Umwelt

Aktives Lernen eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil Schüler*innen der Klasse 5 Handlungsmöglichkeiten direkt ausprobieren und Erfolgserlebnisse sammeln können. Durch praktische Aktionen wie Projektschritte oder Rollenspiele wird der abstrakte Begriff des bürgerschaftlichen Engagements konkret und greifbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Bürgerschaftliches EngagementKMK: Sekundarstufe I - Partizipation
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Bürgerversammlung50 Min. · Kleingruppen

Projektplanung: Schulumweltaktion

Schüler*innen in Gruppen identifizieren ein Umweltproblem in der Schule, wie Plastikmüll. Sie planen eine Aktion, z. B. Sammelkampagne, erstellen Plakate und präsentieren den Plan der Klasse. Abschließend wird die Aktion umgesetzt und evaluiert.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich als Einzelner oder in der Gruppe für den Umweltschutz zu engagieren?

ModerationstippLegen Sie bei der Projektplanung klare Rollen und Meilensteine fest, damit die Schüler*innen die Schritte von der Idee zur Umsetzung nachvollziehen.

Worauf zu achten istDie Schüler*innen erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nenne eine Umweltaktion, die du oder deine Klasse durchführen könntet, und erkläre kurz, warum kollektives Handeln bei dieser Aktion wichtig ist.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Rollenspiel35 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Lokale Initiative

Gruppen übernehmen Rollen wie Bürgermeister, Anwohner und Aktivist*innen bei einer Sitzung zu einem Umweltschutzprojekt. Sie diskutieren Argumente, verhandeln Lösungen und protokollieren Ergebnisse. Die Klasse bewertet die Wirksamkeit.

Analysieren Sie die Wirkung von lokalen Initiativen und globalen Bewegungen im Umweltschutz.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche Vorteile hat es, wenn viele Menschen gemeinsam für den Umweltschutz aktiv werden, verglichen mit dem, was eine einzelne Person tun kann?' Leiten Sie eine kurze Klassendiskussion, um die Kernideen zu sammeln.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Bürgerversammlung40 Min. · Partnerarbeit

Diskussionskarussell: Global vs. Lokal

Paare rotieren zu Stationen mit Beispielen globaler und lokaler Initiativen. Sie notieren Vor- und Nachteile, diskutieren in der großen Runde und begründen, warum kollektives Handeln beide Ebenen braucht.

Begründen Sie, warum kollektives Handeln für die Lösung globaler Umweltprobleme unerlässlich ist.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Umweltaktionen (z.B. Mülltrennung, Petition unterschreiben, Baum pflanzen). Bitten Sie die Schüler*innen, aufzustehen, wenn sie denken, dass die Aktion hauptsächlich individuelles Engagement erfordert, und sitzen zu bleiben, wenn sie kollektives Handeln betont. Fragen Sie nach Begründungen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Bürgerversammlung30 Min. · Ganze Klasse

Petition erstellen: Klimaschutz

Die Klasse sammelt Ideen für eine Schüler*innen-Petition zu einem lokalen Thema. Individuen schreiben Entwürfe, die Gruppe wählt aus und übt die Übergabe an die Schulleitung.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich als Einzelner oder in der Gruppe für den Umweltschutz zu engagieren?

Worauf zu achten istDie Schüler*innen erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nenne eine Umweltaktion, die du oder deine Klasse durchführen könntet, und erkläre kurz, warum kollektives Handeln bei dieser Aktion wichtig ist.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf handlungsorientierte Methoden, die Selbstwirksamkeit fördern. Vermeiden Sie Frontalunterricht zu diesem Thema, da abstrakte Diskussionen ohne Bezug zur Lebenswelt wenig nachhaltig wirken. Nutzen Sie stattdessen lokale Bezüge und ermöglichen Sie schnelle Erfolgserlebnisse durch kleine, umsetzbare Projekte.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich daran, dass Schüler*innen konkrete Umweltaktionen planen und umsetzen können sowie die Bedeutung von Gruppenhandeln für globale Probleme erkennen. Sie begründen ihre Ideen und transferieren Gelerntes auf neue Situationen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels 'Lokale Initiative' könnte die Aussage fallen: 'Nur Erwachsene oder Experten können Umweltschutz vorantreiben.'

    Nutzen Sie die vorbereiteten Rollenkarten, um konkret zu zeigen, wie Kinderinitiativen wie Schulgärten oder Müllsammelaktionen erfolgreich sind. Fragen Sie die Schüler*innen nach eigenen Beispielen und vergleichen Sie diese mit den Rollen.

  • Während der Projektplanung 'Schulumweltaktion' könnte geäußert werden: 'Einzelne Handlungen sind effektiver als Gruppenarbeit.'

    Fordern Sie die Schüler*innen auf, ihre Projektideen zunächst als Einzelaktion zu skizzieren und dann in Kleingruppen zu überarbeiten. Lassen Sie sie die Unterschiede in Machbarkeit und Wirkung diskutieren.

  • Während des Diskussionskarussells 'Global vs. Lokal' könnte die Aussage kommen: 'Globale Probleme lassen sich nicht lokal lösen.'

    Nutzen Sie die vorbereiteten Beispiele lokaler Initiativen wie Stadtbienenprojekte oder Urban Gardening. Lassen Sie die Schüler*innen in Stationen die Vernetzung dieser Projekte mit globalen Themen wie Biodiversität oder CO2-Reduktion kartieren und präsentieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden