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Post-Wachstumsökonomie und DegrowthAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktive Methoden machen das abstrakte Konzept der Post-Wachstumsökonomie greifbar, da Schülerinnen und Schüler komplexe Zusammenhänge durch Rollenspiele, Debatten und Analysen selbst erarbeiten müssen. Dies fördert nicht nur das kritische Denken, sondern auch die Fähigkeit, ökonomische Modelle mit realen Lebenssituationen zu verknüpfen.

Klasse 12Globale Herausforderungen und Zukunftsfähige Gestaltung der Erde4 Aktivitäten35 Min.50 Min.

Lernziele

  1. 1Analysieren Sie die Annahmen und Grenzen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Wohlstandsindikator.
  2. 2Bewerten Sie alternative Wohlstandsindikatoren wie den Happy Planet Index oder die Gemeinwohlökonomie hinsichtlich ihrer Eignung für eine Post-Wachstumsgesellschaft.
  3. 3Entwerfen Sie einen exemplarischen Tagesablauf in einer Gesellschaft, die auf Suffizienz und nicht auf Wachstum basiert, und begründen Sie die Wahl der Aktivitäten.
  4. 4Kritisieren Sie die politischen und wirtschaftlichen Hürden, die einer Implementierung von Degrowth-Strategien entgegenstehen.

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50 Min.·Kleingruppen

Rollenspiel: Alltag in der Post-Wachstumsgesellschaft

Gruppen entwerfen einen typischen Tag mit reduziertem Konsum, lokaler Produktion und Freizeitfokus. Sie präsentieren Szenarien und lassen sich von anderen Gruppen befragen. Abschließend bewerten alle Vor- und Nachteile gemeinsam.

Vorbereitung & Details

Ist Wohlstand ohne Wachstum möglich und welche Indikatoren könnten ihn stattdessen messen?

Moderationstipp: Führen Sie beim Rollenspiel klare Rollenprofile ein, damit die Schülerinnen und Schüler sich gezielt in Perspektiven hineinversetzen können.

Setup: Spielfläche oder entsprechend angeordnete Tische für das Szenario

Materials: Rollenkarten mit Hintergrundinfos und Zielen, Szenario-Briefing

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
45 Min.·Ganze Klasse

Debatte: Wachstum vs. Degrowth

Teilen Sie die Klasse in Pro- und Contra-Teams. Jede Seite bereitet Argumente vor, inklusive alternativer Indikatoren. Nach 20 Minuten Debatte stimmt die Klasse ab und reflektiert.

Vorbereitung & Details

Entwerfen Sie einen Alltag in einer Post-Wachstumsgesellschaft und analysieren Sie dessen Vor- und Nachteile.

Moderationstipp: Legen Sie für die Debatte eine klare Zeitstruktur fest, um alle Argumente zu berücksichtigen und eine ausgewogene Diskussion zu fördern.

Setup: Zwei sich gegenüberstehende Teams, Sitzplätze für das Publikum

Materials: Thesenkarte für die Debatte, Recherche-Dossier für jede Seite, Bewertungsbogen für das Publikum, Stoppuhr

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
40 Min.·Partnerarbeit

Workshop: Alternative Wohlstandsindikatoren

In Paaren listen Schüler Indikatoren wie Zeitwohlstand oder Biodiversität auf und erstellen ein Messinstrument. Gruppen präsentieren und vergleichen Modelle.

Vorbereitung & Details

Bewerten Sie, welche Branchen für eine echte Nachhaltigkeit schrumpfen müssten und welche politischen Hürden dabei bestehen.

Moderationstipp: Nutzen Sie beim Workshop zu alternativen Wohlstandsindikatoren konkrete Beispiele wie den Happy Planet Index, um die Vergleichbarkeit zwischen Ländern zu verdeutlichen.

Setup: Zwei sich gegenüberstehende Teams, Sitzplätze für das Publikum

Materials: Thesenkarte für die Debatte, Recherche-Dossier für jede Seite, Bewertungsbogen für das Publikum, Stoppuhr

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
35 Min.·Kleingruppen

Branchen-Analyse: Schrumpfpotenziale

Individuell recherchieren Schüler eine Branche, notieren Schrumpfnotwendigkeiten und Hürden. In Kleingruppen diskutieren und visualisieren sie Ergebnisse auf Plakaten.

Vorbereitung & Details

Ist Wohlstand ohne Wachstum möglich und welche Indikatoren könnten ihn stattdessen messen?

Moderationstipp: Fordern Sie bei der Branchen-Analyse eine klare Trennung zwischen ökonomischen und ökologischen Argumenten, um die Komplexität des Themas zu reduzieren.

Setup: Zwei sich gegenüberstehende Teams, Sitzplätze für das Publikum

Materials: Thesenkarte für die Debatte, Recherche-Dossier für jede Seite, Bewertungsbogen für das Publikum, Stoppuhr

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Erfahrene Lehrkräfte wissen, dass das Thema Post-Wachstumsökonomie nur durch eine Mischung aus kognitiver Aktivierung und emotionaler Betroffenheit wirkt. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen und setzen Sie stattdessen auf interaktive Formate, die Schülerinnen und Schüler dazu bringen, ihre eigenen Werte und Konsumgewohnheiten zu reflektieren. Forschung zeigt, dass gerade die Kombination aus Debatten, Rollenspielen und handlungsorientierten Analysen nachhaltiges Lernen fördert.

Was Sie erwartet

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler alternative Wohlstandsmodelle nicht nur kennen, sondern auch bewerten und in Alltagsszenarien anwenden können. Sie sollen Vor- und Nachteile abwägen, politische Hürden erkennen und konkrete Handlungsoptionen ableiten.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungDegrowth führt zwangsläufig zu Armut und Arbeitslosigkeit.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Während des Rollenspiels 'Alltag in der Post-Wachstumsgesellschaft' können Sie gezielt Gegenbeispiele einbringen, wie etwa das Glücksmodell Bhutans, und die Schülerinnen und Schüler dazu auffordern, in ihren Rollen nach alternativen Wirtschaftsmodellen zu suchen, die Armut verhindern.

Häufige FehlvorstellungBIP ist der einzig objektive Wohlstandsmaßstab.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Im Workshop 'Alternative Wohlstandsindikatoren' lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen den Happy Planet Index oder das Bruttonationale Glück mit dem BIP vergleichen und bewusst nach Schwächen des BIP fragen.

Häufige FehlvorstellungPost-Wachstum ist utopisch und politisch unrealisierbar.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Im Rollenspiel 'Alltag in der Post-Wachstumsgesellschaft' konfrontieren Sie die Schülerinnen und Schüler mit politischen Hürden wie Lobbyeinfluss und bitten sie, in ihren Rollen Lösungsansätze zu entwickeln, die auf realen Beispielen wie der Gemeinwohl-Ökonomie basieren.

Ideen zur Lernstandserhebung

Diskussionsfrage

Nach dem Rollenspiel 'Alltag in der Post-Wachstumsgesellschaft' teilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf und geben jeder Gruppe die Frage: 'Welche drei Branchen müssten in einer Post-Wachstumsgesellschaft signifikant schrumpfen und warum?' Die Gruppen diskutieren ihre Antworten und präsentieren die Kernergebnisse im Plenum.

Lernstandskontrolle

Nach dem Workshop 'Alternative Wohlstandsindikatoren' bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, auf einem Zettel zwei Punkte zu notieren: 1. Ein konkretes Beispiel für einen persönlichen Konsumverzicht, der zu einer nachhaltigeren Lebensweise beiträgt. 2. Eine Frage, die sie nach der heutigen Stunde zum Thema Post-Wachstum noch beschäftigt.

Kurze Überprüfung

Während der Debatte 'Wachstum vs. Degrowth' stellen Sie eine Reihe von Aussagen zum Thema Post-Wachstum und Degrowth auf (z.B. 'BIP-Wachstum ist immer positiv für die Gesellschaft.'). Die Schülerinnen und Schüler signalisieren mit Daumen hoch/runter oder mit Kärtchen (stimme zu/stimme nicht zu) ihre Zustimmung oder Ablehnung und begründen ihre Position kurz.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ein fiktives Gesetz zur Förderung der Post-Wachstumsökonomie zu entwerfen und dessen Umsetzung zu skizzieren.
  • Bieten Sie Schülern, die unsicher sind, eine vorbereitete Liste mit Argumenten pro und contra Wachstum an, die sie als Grundlage für ihre Debatte nutzen können.
  • Vertiefen Sie das Thema durch eine Recherche zu erfolgreichen Post-Wachstums-Projekten in der Region oder weltweit und lassen Sie die Ergebnisse im Plenum vorstellen.

Schlüsselvokabular

DegrowthEin Konzept, das eine geplante, demokratische und gerechte Verringerung der materiellen und energetischen Produktion und des Konsums in wohlhabenden Ländern anstrebt, um ökologische und soziale Krisen zu bewältigen.
Post-WachstumsökonomieEin Wirtschaftssystem, das nicht mehr auf kontinuierliches BIP-Wachstum als primäres Ziel setzt, sondern Wohlstand und Lebensqualität anders definiert und misst.
SuffizienzDas Prinzip, das ausreicht zu leben und zu konsumieren, anstatt immer mehr anzustreben. Es betont die Reduktion von Konsum und Produktion auf ein ökologisch und sozial verträgliches Maß.
GemeinwohlökonomieEin Wirtschaftsmodell, das das Gemeinwohl über den Profit stellt und Unternehmen anhand ihres Beitrags zum Gemeinwohl bewertet, anstatt nur anhand ihres finanziellen Erfolgs.
Ökologischer FußabdruckEin Maß für den Verbrauch von natürlichen Ressourcen durch eine Bevölkerung, eine Region oder eine Aktivität, ausgedrückt in der Fläche biologisch produktiven Landes, die zur Deckung des Verbrauchs und zur Assimilation der Abfälle benötigt wird.

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