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Deutsch · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Aktiv und Passiv

Aktiv und Passiv zu unterscheiden, gelingt Schülern besonders gut, wenn sie Sprache handelnd erleben. Durch Umformulierungen und Analysen in Partner- und Gruppenarbeit wird der strukturelle Unterschied greifbar und bleibt nachhaltig im Gedächtnis.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Sprache und Sprachgebrauch untersuchenKMK: Sekundarstufe I - Schreiben
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Stummes Schreibgespräch30 Min. · Partnerarbeit

Partnerarbeit: Satz-Umformer

Paare erhalten Karten mit aktiven Sätzen und formen sie ins Passiv um, dann umgekehrt. Sie diskutieren, wann jede Form besser passt, und präsentieren Beispiele. Abschluss: Gemeinsamer Text mit beiden Formen schreiben.

Differenzieren Sie zwischen der aktiven und passiven Satzkonstruktion.

ModerationstippLassen Sie bei der Partnerarbeit 'Satz-Umformer' bewusst auch unpassende Umformungen zu, um gemeinsam zu diskutieren, warum manche Sätze nicht ins Passiv übertragbar sind.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern zwei Sätze vor, einen im Aktiv und einen im Passiv. Bitten Sie sie, auf dem Zettel zu notieren, welcher Satz im Aktiv und welcher im Passiv steht und warum sie das denken. Nennen Sie außerdem jeweils das Subjekt.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 02

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Text-Analyse

Vier Stationen: 1. Aktiv-Sätze identifizieren, 2. Passiv umwandeln, 3. Wirkung bewerten, 4. Eigener Satz erfinden. Gruppen rotieren, notieren Beobachtungen und teilen im Plenum.

Erklären Sie, wann der Einsatz des Passivs im Text sinnvoll ist.

ModerationstippBeim Stationenlernen 'Text-Analyse' legen Sie an jeder Station ein Beispiel mit falschem Passiv aus, das die Schüler korrigieren müssen.

Worauf zu achten istTeilen Sie kurze Textabschnitte aus verschiedenen Quellen (z.B. Märchen, Nachrichten, wissenschaftlicher Text) aus. Die Schülerinnen und Schüler markieren alle Passivkonstruktionen und überlegen kurz, warum der Autor diese Form gewählt haben könnte.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Stummes Schreibgespräch40 Min. · Kleingruppen

Klassenkarussell: Medientexte

Schülerinnen und Schüler analysieren Zeitungsartikel in rotierenden Gruppen auf Aktiv- und Passivanteile. Sie markieren Formen, diskutieren Zweck und erstellen eine Tabelle mit Beispielen.

Bewerten Sie, wie die Wahl zwischen Aktiv und Passiv die Wirkung eines Satzes verändert.

ModerationstippIm 'Klassenkarussell' zu Medientexten achten Sie darauf, dass die Gruppen nicht nur Passivformen markieren, sondern auch die Absicht des Autors hinter der Wahl erklären.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler schreiben einen kurzen Absatz (ca. 5 Sätze) über ihren letzten Schultag, wobei sie mindestens zwei Passivsätze einbauen sollen. Anschließend tauschen sie die Texte und geben sich gegenseitig Feedback: Sind die Passivsätze korrekt gebildet? Passen sie zur Aussage? Sie notieren ihre Verbesserungsvorschläge auf dem Partnerzettel.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 04

Stummes Schreibgespräch25 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Schreibwerkstatt

Jede Schülerin und jeder Schüler schreibt einen Absatz zu einem Thema erst im Aktiv, dann im Passiv. Sie vergleichen Wirkungen und wählen die passende Version für einen finalen Text.

Differenzieren Sie zwischen der aktiven und passiven Satzkonstruktion.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern zwei Sätze vor, einen im Aktiv und einen im Passiv. Bitten Sie sie, auf dem Zettel zu notieren, welcher Satz im Aktiv und welcher im Passiv steht und warum sie das denken. Nennen Sie außerdem jeweils das Subjekt.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Deutsch-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit klaren Beispielen, die den Fokus auf die Handlung und den Handelnden legen. Sie vermeiden abstrakte Regel-Erklärungen und setzen stattdessen auf handlungsorientierte Übungen. Wichtig ist, dass Schüler selbst entdecken, wann Aktiv oder Passiv sinnvoller ist, statt es vorzugeben. Fehler werden produktiv genutzt, um Regeln gemeinsam zu erarbeiten.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler aktive und passive Sätze sicher erkennen, umformen und in eigenen Texten zielgerichtet einsetzen. Sie begründen ihre Entscheidungen für eine bestimmte Form und erkennen deren Wirkung im Kontext.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During der Partnerarbeit 'Satz-Umformer' glauben einige Schülerinnen und Schüler, Passiv sei immer umständlich und schwer verständlich.

    Nutzen Sie die Partnerarbeit, um gezielt Beispiele aus Nachrichten oder Alltagssituationen zu wählen, bei denen Passiv den Fokus auf das Opfer oder den betroffenen Gegenstand lenkt. Diskutieren Sie gemeinsam, warum diese Form hier sinnvoll ist.

  • During der Partnerarbeit 'Satz-Umformer' vergessen Schüler oft das Hilfsverb 'werden' im Passiv.

    Lassen Sie die Schüler die Umformungen schriftlich auf Karteikarten festhalten und gegenseitig überprüfen. So wird die Struktur 'Subjekt + werden + Partizip II' sichtbar und bleibt im Gedächtnis.

  • During dem Stationenlernen 'Text-Analyse' gehen einige davon aus, dass sich jeder Satz ins Passiv umwandeln lässt.

    Stellen Sie an einer Station bewusst Sätze mit unbestimmtem Täter bereit und lassen Sie die Schüler diskutieren, warum diese nicht oder nur schwer ins Passiv übertragen werden können. So entwickeln sie ein nuanciertes Verständnis.


In dieser Übersicht verwendete Methoden