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Deutsch · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Eigene Gedichte schreiben

Aktives Ausprobieren macht Sprache lebendig. Beim Schreiben eigener Gedichte erleben Kinder in Klasse 3, wie Wörter klingen, sich reimen und Stimmungen wecken. Durch Sortieren, Klopfen und gemeinsames Dichten begreifen sie Regeln der Lyrik nicht als starre Vorgaben, sondern als Werkzeuge für ihre Kreativität.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Schreiben - Texte verfassenKMK: Grundschule - Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
25–40 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

RAFT-Methode25 Min. · Kleingruppen

Reimkarten-Sortieren: Tiergedichte

Teilen Sie Karten mit Tiernamen und reimenden Wörtern aus. Kinder sortieren Paare in kleinen Gruppen und erfinden kurze Zeilen. Jede Gruppe präsentiert ein Vierzeiler.

Wie finde ich ein Thema, das sich gut für ein Gedicht eignet?

ModerationstippLassen Sie bei Reimkarten-Sortieren die Kinder zunächst in Partnerarbeit Begriffe gruppieren, bevor sie gemeinsam überprüfen, ob alle Paare tatsächlich Reime sind.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind ein Blatt mit zwei leeren Zeilen. Bitten Sie die Kinder, zwei Wörter zu finden, die sich reimen, und diese auf das Blatt zu schreiben. Fordern Sie sie auf, einen Satz dazu zu schreiben, warum diese Wörter gut zusammenpassen.

AnwendenAnalysierenErschaffenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

RAFT-Methode30 Min. · Partnerarbeit

Rhythmus-Klopfen: Stimmungs-Gedichte

Wählen Sie ein Gefühl wie Freude oder Trauer. Kinder klopfen den Rhythmus mit Händen und bauen Zeilen darauf auf. In Paaren verfeinern sie das Gedicht gemeinsam.

Welche Wörter passen gut zusammen, um einen schönen Reim zu bilden?

ModerationstippFordern Sie die Kinder beim Rhythmus-Klopfen auf, selbst einfache Takte vorzuklopfen und diese von anderen nachklopfen zu lassen, um ein Gefühl für Gleichmäßigkeit zu entwickeln.

Worauf zu achten istLesen Sie ein kurzes, vierzeiliges Gedicht vor. Bitten Sie die Schüler, die Hand zu heben, wenn sie ein Reimpaar hören. Fragen Sie anschließend: 'Welche Wörter haben sich gereimt und was haben sie bewirkt?'

AnwendenAnalysierenErschaffenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

RAFT-Methode35 Min. · Ganze Klasse

Themen-Brainstorming: Gemeinsames Dichten

Die Klasse brainstormt Themen am Flipchart. Jeder schreibt individual zwei Zeilen, dann kombinieren Gruppen zu einem Gruppen-Gedicht und lesen es vor.

Gestalte ein Gedicht, das eine bestimmte Stimmung oder ein Gefühl ausdrückt.

ModerationstippVerteilen Sie beim Themen-Brainstorming bunte Karten und Stifte, damit jedes Kind seine Ideen sichtbar macht und die Klasse die Vielfalt der Themen entdeckt.

Worauf zu achten istLassen Sie die Kinder ihre Entwürfe für ein kurzes Gedicht (mindestens vier Zeilen) austauschen. Die Partner lesen sich gegenseitig vor und geben sich Feedback zu zwei Punkten: 1. Gibt es mindestens ein Reimpaar? 2. Kann man sich den Inhalt gut vorstellen?

AnwendenAnalysierenErschaffenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

RAFT-Methode40 Min. · Kleingruppen

Gedicht-Stationen: Reim und Rhythmus

Richten Sie Stationen ein: Reim-Suche, Silben-Zählen, Stimmung-Malzeichnen. Gruppen rotieren und notieren Ideen für eigenes Gedicht.

Wie finde ich ein Thema, das sich gut für ein Gedicht eignet?

ModerationstippRichten Sie Gedicht-Stationen mit klaren Aufgaben ein, an denen Kinder zwischen Reimübungen und Rhythmus-Spielen rotieren können.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind ein Blatt mit zwei leeren Zeilen. Bitten Sie die Kinder, zwei Wörter zu finden, die sich reimen, und diese auf das Blatt zu schreiben. Fordern Sie sie auf, einen Satz dazu zu schreiben, warum diese Wörter gut zusammenpassen.

AnwendenAnalysierenErschaffenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Deutsch-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Gedichte schreiben lernt man am besten durch Nachahmen, Experimentieren und Teilen. Beginnen Sie mit kurzen, bekannten Reimen oder Liedstrophen, um die Kinder mit Sprache vertraut zu machen. Vermeiden Sie lange theoretische Erklärungen zu Reimschemata – stattdessen lassen Sie die Kinder selbst entdecken, welche Klänge sich verbinden. Nützen Sie die Neugier der Kinder für ungewöhnliche Wortkombinationen und ermutigen Sie sie, Fehler als Teil des kreativen Prozesses zu sehen.

Erfolg zeigt sich, wenn Kinder Themen auswählen, die sie bewegen, Reime und Rhythmus bewusst einsetzen und ihre Gedichte mit klaren Bildern oder Gefühlen füllen. Am Ende präsentieren sie ihre Werke stolz und können erklären, warum bestimmte Wörter oder Zeilen besonders wirken.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während Reimkarten-Sortieren betonen Kinder oft: 'Gedichte müssen immer reimen.'

    Zeigen Sie in der Partnerarbeit bewusst Karten mit freien Gedichten (z.B. Haiku) und lassen Sie die Kinder diskutieren, warum manche Gedichte ohne Reim auskommen und trotzdem Stimmungen transportieren.

  • Während Rhythmus-Klopfen argumentieren Kinder: 'Rhythmus ist egal, solange es reimt.'

    Lassen Sie die Kinder ihre geklopften Takte mit den gedruckten Gedichten vergleichen und gemeinsam überlegen, wie der Rhythmus die Wirkung des Gedichts verändert.

  • Während Themen-Brainstorming nennen Kinder fast nur traurige oder ernste Themen.

    Führen Sie eine Vorleserunde mit humorvollen oder fröhlichen Gedichten ein und lassen Sie die Kinder in der Brainstorming-Runde bewusst nach positiven oder absurden Themen suchen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden