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Gefühle ausdrücken und erkennenAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Kinder Emotionen am besten durch eigenes Erleben und Nachahmen verstehen. Durch Bewegung, Mimik und Interaktion prägen sich die nonverbalen Signale tiefer ein als durch reine Erklärung.

Klasse 1Abenteuer Schriftspracherwerb: Lesen und Schreiben lernen4 Aktivitäten15 Min.30 Min.

Lernziele

  1. 1Die Schülerinnen und Schüler können vier grundlegende Gefühle (Freude, Trauer, Wut, Angst) anhand von Bildkarten benennen und beschreiben.
  2. 2Die Schülerinnen und Schüler können Mimik und Körperhaltung von drei verschiedenen Emotionen nachahmen und darstellen.
  3. 3Die Schülerinnen und Schüler können die Gefühle einer dargestellten Person in einer kurzen Filmszene identifizieren und begründen.
  4. 4Die Schülerinnen und Schüler können erklären, warum das Ausdrücken von Gefühlen wichtig für die Kommunikation ist.

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20 Min.·Partnerarbeit

Paararbeit: Gefühlsspiegel

Ein Kind zeigt eine Mimik oder Gestik für ein Gefühl, das Partner spiegelt nach und benennt es. Wechselt nach 2 Minuten die Rollen. Notiert gemeinsam Erfolge in einem Protokoll.

Vorbereitung & Details

Wie können wir unsere Gefühle so ausdrücken, dass andere uns verstehen?

Moderationstipp: Fordern Sie die Kinder während des Gefühlsspiegelns auf, ganz bewusst auf die Augen und den Mund des Partners zu achten und zu beschreiben, was sie sehen.

Setup: Spielfläche oder entsprechend angeordnete Tische für das Szenario

Materials: Rollenkarten mit Hintergrundinfos und Zielen, Szenario-Briefing

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
30 Min.·Kleingruppen

Kleingruppen: Gefühlscharaden

Gruppen ziehen Gefühlskarten und stellen das Gefühl pantomimisch dar, ohne Worte. Die anderen raten und diskutieren Hinweise. Rotieren die Darsteller.

Vorbereitung & Details

Welche Hinweise im Gesicht oder am Körper verraten uns, wie sich jemand fühlt?

Moderationstipp: Lassen Sie bei Gefühlscharaden die Gruppen ihre Szenen zuerst üben und geben Sie gezieltes Feedback zu Mimik und Körpersprache.

Setup: Spielfläche oder entsprechend angeordnete Tische für das Szenario

Materials: Rollenkarten mit Hintergrundinfos und Zielen, Szenario-Briefing

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
25 Min.·Ganze Klasse

Ganzer-Klasse: Gefühlsrunde

Jedes Kind teilt ein aktuelles Gefühl mit Mimik und Worten. Die Klasse nickt oder wiederholt, um Verständnis zu zeigen. Schließt mit Gruppengespräch ab.

Vorbereitung & Details

Warum ist es wichtig, über unsere Gefühle zu sprechen?

Moderationstipp: In der Gefühlsrunde achten Sie darauf, dass jedes Kind mindestens einmal selbst ein Gefühl benennt oder ein Beispiel aus dem Alltag erzählt.

Setup: Spielfläche oder entsprechend angeordnete Tische für das Szenario

Materials: Rollenkarten mit Hintergrundinfos und Zielen, Szenario-Briefing

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
15 Min.·Einzelarbeit

Individual: Gefühlsgesichter malen

Kinder malen Gesichter mit verschiedenen Emotionen und beschriften sie. Präsentieren optional und erklären Gestik.

Vorbereitung & Details

Wie können wir unsere Gefühle so ausdrücken, dass andere uns verstehen?

Setup: Spielfläche oder entsprechend angeordnete Tische für das Szenario

Materials: Rollenkarten mit Hintergrundinfos und Zielen, Szenario-Briefing

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung

Dieses Thema unterrichten

Erfahrene Lehrkräfte arbeiten mit klaren Strukturen und Wiederholungen, um Sicherheit im Umgang mit Gefühlen zu vermitteln. Vermeiden Sie es, Emotionen zu bewerten. Stattdessen lenken Sie den Fokus auf das Erkennen und Benennen. Forschung zeigt, dass Kinder durch spielerische Übungen schneller empathische Fähigkeiten entwickeln als durch reine Theorie.

Was Sie erwartet

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Kinder Gefühle nicht nur benennen können, sondern auch Mimik und Gestik gezielt einsetzen und deuten. Sie erkennen Signale bei anderen und drücken eigene Emotionen klar aus – auch ohne Worte.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungGefühle sind immer nur durch Worte erkennbar.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Während der Paararbeit Gefühlsspiegel achten Sie darauf, dass die Kinder beschreiben, welche Mimik und Gestik sie bei ihrem Partner sehen, bevor sie das Gefühl benennen. So wird klar, dass Signale oft vor den Worten kommen.

Häufige FehlvorstellungMan kann Gefühle vor anderen immer verstecken.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Beobachten Sie während der Gefühlscharaden, ob die Kinder Körpersignale wie verschränkte Arme oder geballte Fäuste zeigen. Nutzen Sie diese Momente, um zu besprechen, dass solche Signale oft schwer zu kontrollieren sind.

Häufige FehlvorstellungAlle Menschen zeigen dieselben Gefühle gleich.

Was Sie stattdessen lehren sollten

In der Gefühlsrunde fragen Sie gezielt nach Unterschieden zwischen den Kindern: 'Wie zeigt sich Freude bei dir? Vielleicht anders als bei deinem Nachbarn?' So fördern Sie ein differenziertes Verständnis.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach Gefühlsgesichter malen erhalten die Kinder eine Karte mit einer Mimik und sollen das Gefühl benennen sowie die Gesichtszüge beschreiben, die sie erkennen. Beispiel: 'Ich sehe hochgezogene Augenbrauen und einen geöffneten Mund – das ist Überraschung.'

Diskussionsfrage

Nach der Gefühlsrunde stellen Sie die Frage: 'Warum ist es wichtig, dass wir anderen zeigen, wie wir uns fühlen?' Sammeln Sie die Antworten an der Tafel und besprechen Sie gemeinsam, wie Mimik und Gestik dabei helfen.

Kurze Überprüfung

Während Gefühlscharaden zeigen Sie abwechselnd Bilder von Emotionen. Die Kinder halten eine Hand hoch (1 Finger für Freude, 2 für Trauer etc.) und ahmen anschließend die passende Geste nach. So überprüfen Sie, ob sie die Signale erkennen und umsetzen können.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie schnelle Kinder auf, eine kurze Szene mit drei verschiedenen Gefühlen zu spielen und die anderen raten zu lassen.
  • Unterstützen Sie unsichere Kinder, indem Sie ihnen Gefühlskarten mit Beispielen geben, die sie als Orientierung nutzen können.
  • Vertiefen Sie das Thema, indem Sie eine gemeinsame Geschichte über eine Figur erarbeiten, die verschiedene Gefühle durchlebt, und diese mit passenden Mimiken untermalen.

Schlüsselvokabular

GefühlEin inneres Erleben, das durch bestimmte körperliche Reaktionen und Gedanken begleitet wird, wie z.B. Freude oder Trauer.
MimikDie Bewegung der Gesichtsmuskeln, die dazu dient, Gefühle auszudrücken, zum Beispiel Lächeln oder Stirnrunzeln.
KörperspracheDie Art und Weise, wie wir unseren Körper bewegen oder halten, um Gefühle oder Absichten zu zeigen, wie z.B. geballte Fäuste oder offene Arme.
EmpathieDie Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen und mitzufühlen.

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