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Psychologie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie

Starten Sie diese Einheit mit der Frage, wie wir eigentlich wissen, 'wie jemand tickt', und decken Sie gemeinsam auf, wie sich die alltägliche Menschenkenntnis von der wissenschaftlichen Psychologie unterscheidet.

KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS Gymnasium Bayern: Psychologie - Psy 12.1 Persönlichkeit und ihre Entwicklung
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Vier-Ecken-Methode45 Min. · Kleingruppen

Mythen der Alltagspsychologie

Schülerinnen und Schüler sammeln in Kleingruppen bekannte Sprichwörter oder Alltagsweisheiten über die Persönlichkeit (z.B. 'Stille Wasser sind tief'). Anschließend bewerten sie diese anhand von wissenschaftlichen Gütekriterien wie Überprüfbarkeit, Objektivität und Generalisierbarkeit.

Erklären Sie den Unterschied zwischen alltagspsychologischen und wissenschaftlichen Annahmen über die Persönlichkeit.

ModerationstippStellen Sie eine Checkliste mit den wichtigsten wissenschaftlichen Gütekriterien zur Verfügung, um die Analyse zu strukturieren.

Worauf zu achten istExit-Ticket: Die Schüler fassen in drei Sätzen den wichtigsten Unterschied zwischen Alltagspsychologie und wissenschaftlicher Psychologie zusammen.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Vier-Ecken-Methode30 Min. · Partnerarbeit

Begriffs-Landkarte erstellen

In Partnerarbeit erstellen die Lernenden eine Concept-Map oder ein Venn-Diagramm, um die Beziehungen, Unterschiede und Überschneidungen der Begriffe Persönlichkeit, Charakter und Temperament visuell darzustellen. Ihre Ergebnisse stellen sie anschließend einem anderen Paar vor.

Vergleichen Sie die Begriffe Persönlichkeit, Charakter und Temperament.

ModerationstippFordern Sie die Schüler auf, für jeden Begriff konkrete Beispiele aus dem Alltag oder aus bekannten Filmen zu finden.

Worauf zu achten istKlausuraufgabe: Analyse einer kurzen Fallstudie, in der die Persönlichkeit einer fiktiven Person unter Anwendung und Abgrenzung der Begriffe Persönlichkeit, Charakter und Temperament beschrieben werden muss.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Vier-Ecken-Methode25 Min. · Einzelarbeit

Fallanalyse: Wissenschaftlich beschrieben

Die Schüler erhalten eine kurze, fiktive Fallbeschreibung einer Person. Ihre Aufgabe ist es, die Persönlichkeit dieser Person ausschließlich mit den neu erlernten wissenschaftlichen Begriffen zu beschreiben und dabei bewusst auf wertende oder alltagspsychologische Sprache zu verzichten.

Analysieren Sie, warum eine wissenschaftliche Herangehensweise an die Persönlichkeit notwendig ist.

ModerationstippErmutigen Sie die Schüler, sich auf beobachtbares Verhalten und konsistente Muster zu konzentrieren, anstatt Interpretationen vorzunehmen.

Worauf zu achten istDie Schüler bewerten anhand einer Checkliste, wie sicher sie die zentralen Begriffe definieren und voneinander abgrenzen können.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie bei den intuitiven Vorstellungen der Schüler zur Persönlichkeit. Führen Sie dann schrittweise die Kriterien der Wissenschaftlichkeit als Kontrastfolie ein. Nutzen Sie eine klare Tabelle oder ein Schaubild, um die Unterschiede zwischen Alltags- und wissenschaftlicher Psychologie sowie die Abgrenzung der drei Kernbegriffe zu visualisieren.

Am Ende dieser Lektion können Ihre Schülerinnen und Schüler die wissenschaftliche Perspektive auf die Persönlichkeit von alltäglichen Annahmen unterscheiden und die grundlegenden Fachbegriffe präzise anwenden.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Persönlichkeit ist angeboren und kann sich nicht ändern.

    Obwohl es eine starke genetische Komponente gibt (Temperament), ist die Persönlichkeit nicht starr. Sie entwickelt sich durch Erfahrungen, Lernprozesse und die Interaktion mit der Umwelt und kann sich über die Lebensspanne, insbesondere durch signifikante Lebensereignisse, verändern.

  • Alltagspsychologie ist immer falsch und nutzlos.

    Alltagspsychologie ist nicht zwangsläufig falsch, sie erfüllt im täglichen Leben eine wichtige Funktion zur schnellen Orientierung. Sie ist jedoch unsystematisch, subjektiv und nicht empirisch überprüft, weshalb sie den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Theorie nicht genügt.

  • Charakter und Persönlichkeit sind genau dasselbe.

    Während die Begriffe im Alltag oft synonym verwendet werden, hat 'Charakter' in der Psychologie oft eine wertende, moralische Konnotation und bezieht sich auf erworbene Eigenschaften. Der Begriff 'Persönlichkeit' wird in der Wissenschaft bevorzugt, da er neutraler ist und die Gesamtheit der stabilen Verhaltens-, Denk- und Gefühlsmuster beschreibt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden