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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Massentourismus vs. Sanfter Tourismus: Folgen und Alternativen

Aktive Lernformen eignen sich hier besonders, weil der Vergleich zwischen Massentourismus und sanftem Tourismus abstrakte Folgen für konkrete Menschen und Orte greifbar macht. Durch Bewegung, Rollenspiele und Analyse realer Beispiele entwickeln Schülerinnen und Schüler ein Gespür für die oft unsichtbaren Auswirkungen von Tourismusstrategien.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - RaumnutzungskonflikteKMK: Sekundarstufe I - Werte und Normen
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Tourismusfolgen

Richten Sie vier Stationen ein: Ökologische Auswirkungen (Bilder von Müllstränden), soziale Folgen (Videos von Einheimischen), sanfte Alternativen (Prospekte) und Kriterienentwicklung (Vorlage). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Beobachtungen und diskutieren in Plenum.

Analysieren Sie die negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen des Massentourismus auf Zielregionen.

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler bei der Stationenrotation in Kleingruppen arbeiten, damit sie sich gegenseitig beim Lesen und Diskutieren unterstützen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei negative Folgen des Massentourismus für ein Reiseziel und schlagen Sie eine Maßnahme des sanften Tourismus vor, die diese mildern könnte.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Tourismuskonflikt

Teilen Sie Rollen zu: Hotelier, Naturschützer, Einheimischer, Tourist. Gruppen simulieren eine Planungssitzung für ein Feriengebiet, argumentieren Positionen und finden Kompromisse. Abschließende Reflexion per Flipchart.

Vergleichen Sie die Prinzipien des sanften Tourismus mit denen des Massentourismus.

ModerationstippBeim Rollenspiel achten Sie darauf, dass jede Rolle klare Informationen und Ziele hat, damit die Diskussion strukturiert bleibt.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage in den Raum: 'Stellen Sie sich vor, Sie planen eine Klassenfahrt. Welche Kriterien würden Sie verwenden, um ein nachhaltiges Reiseziel und eine umweltfreundliche Unterkunft auszuwählen?' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Kriterien sammeln und begründen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Debatte35 Min. · Partnerarbeit

Kartenanalyse: reale Regionen

Verteilen Sie Karten von Mallorca oder den Alpen. Paare markieren Massentourismus-Hotspots, notieren Folgen und schlagen sanfte Routen vor. Gemeinsame Präsentation mit Begründung.

Entwickeln Sie Kriterien zur Bewertung der Nachhaltigkeit touristischer Angebote.

ModerationstippBei der Kartenanalyse verteilen Sie unterschiedliche Regionen, damit die Klasse später die verschiedenen Beispiele vergleichen kann.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf und geben Sie jeder Gruppe eine kurze Beschreibung einer touristischen Aktivität (z.B. All-Inclusive-Resort, geführte Wanderung im Nationalpark). Die Gruppen diskutieren und notieren für jede Aktivität zwei positive und zwei negative Folgen für das jeweilige Reiseziel.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Debatte30 Min. · Einzelarbeit

Bewertungsmatrix: Angebote prüfen

Schüler erhalten Flyer touristischer Angebote. Individual erstellen sie eine Matrix mit Kriterien wie Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit, vergleichen dann in Kleingruppen und bewerten.

Analysieren Sie die negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen des Massentourismus auf Zielregionen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei negative Folgen des Massentourismus für ein Reiseziel und schlagen Sie eine Maßnahme des sanften Tourismus vor, die diese mildern könnte.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen hier auf Perspektivwechsel: Indem Schülerinnen und Schüler die Rollen von Anwohnern, Touristen oder Politikern einnehmen, verstehen sie die Konflikte direkter. Vermeiden Sie reine Frontalphasen, da die Thematik durch konkrete Beispiele und Emotionen wirkt. Nutzen Sie lokale Bezüge, um die Relevanz zu erhöhen, z.B. durch Beispiele aus Europa oder dem eigenen Bundesland.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Klasse ökologische und soziale Folgen klar benennen kann und zwischen kurzfristigen Gewinnen und langfristigen Risiken unterscheiden lernt. Sie soll zudem in der Lage sein, nachhaltige Alternativen zu benennen und zu begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation 'Tourismusfolgen' hören manche Schüler den Satz: 'Massentourismus schafft immer mehr Jobs und Wohlstand.'

    Nach der Station zu sozialen Folgen konfrontieren Sie die Klasse mit echten Arbeitsverträgen aus Tourismusregionen und lassen sie die Saisonabhängigkeit und Qualifikationsstufen analysieren.

  • Während der Gruppenrecherche zu 'Angeboten prüfen' argumentieren Schülerinnen und Schüler: 'Sanfter Tourismus ist zu teuer für normale Familien.'

    Nutzen Sie die Bewertungsmatrix aus dieser Aktivität: Lassen Sie die Gruppen reale Preise und Leistungen vergleichen, um zu zeigen, dass sanfter Tourismus oft langfristig günstiger ist.

  • In der Diskussion nach der Fallstudie 'Tourismuskonflikt' behaupten einige: 'Touristen beeinflussen Kulturen nicht nachhaltig.'

    Fordern Sie die Klasse auf, während des Rollenspiels konkrete Beispiele für kulturelle Veränderungen in den Rollenbeschreibungen zu finden und zu diskutieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden