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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Geographische Exkursion und Beobachtung

Aktive Feldarbeit macht geographische Zusammenhänge im Nahraum greifbar und fördert nachhaltiges Lernen. Durch das eigenständige Planen und Durchführen einer Exkursion entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein tieferes Verständnis für lokale Ökosysteme und geographische Fragestellungen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FeldarbeitKMK: Sekundarstufe I - Methodenkompetenz
20–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Kleingruppen

Gruppenplanung: Exkursion vorbereiten

Schüler planen in Gruppen eine Beobachtungstour mit klaren Fragestellungen und Materialliste. Sie skizzieren eine Route auf einer Karte. Die Gruppen präsentieren ihre Pläne kurz.

Planen Sie eine kurze geographische Beobachtungstour in Ihrem Nahraum mit klaren Fragestellungen.

ModerationstippLassen Sie die Gruppen während der Gruppenplanung konkrete Beobachtungsfragen entwickeln, die auf die Besonderheiten Ihres Schulumfelds zugeschnitten sind.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält eine Karteikarte mit der Frage: 'Welche zwei geographischen Merkmale haben Sie heute im Nahraum am deutlichsten wahrgenommen und warum?' Die Antworten werden gesammelt und auf typische Beobachtungen hin ausgewertet.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen60 Min. · Partnerarbeit

Feldbeobachtung: Nahraum erkunden

Vor Ort notieren Schüler Beobachtungen zu Boden, Pflanzen und Relief. Sie verwenden vorbereitete Bögen für strukturierte Datenerfassung. Fotos ergänzen die Notizen.

Analysieren Sie die Bedeutung direkter Beobachtung für das Verständnis geographischer Phänomene.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler während der Feldbeobachtung auf, gezielt nach Indizien für ihre Fragestellung zu suchen, z.B. durch Bodenproben oder Pflanzenvergleiche.

Worauf zu achten istStellen Sie während der Exkursion gezielte Fragen zu den Beobachtungen: 'Können Sie mir erklären, warum die Pflanzen hier anders wachsen als dort drüben?' oder 'Welche Hinweise gibt der Boden auf die Wasserverhältnisse?' Notieren Sie stichpunktartig die Qualität der Antworten.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen20 Min. · Partnerarbeit

Dokumentation: Ergebnisse zusammenfassen

Zurück in der Klasse bearbeiten Paare die Daten und erstellen eine Tabelle oder Zeichnung. Sie diskutieren erste Erkenntnisse.

Dokumentieren und präsentieren Sie die Ergebnisse Ihrer Beobachtungen.

ModerationstippAchten Sie bei der Dokumentation darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Skizzen und Notizen mit eindeutigen Beschriftungen versehen, um spätere Auswertungen zu erleichtern.

Worauf zu achten istNach der Exkursion tauschen die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungsprotokolle aus. Jeder beurteilt das Protokoll des Partners anhand von zwei Kriterien: Sind die Beobachtungen klar und nachvollziehbar dokumentiert? Wurden mindestens zwei verschiedene Beobachtungsmethoden (z.B. Skizze und Notiz) angewendet? Die Partner geben sich gegenseitiges Feedback.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Ganze Klasse

Plenum: Beobachtungen teilen

Jede Gruppe berichtet über ihre Funde. Die Klasse bewertet die Relevanz der Beobachtungen gemeinsam.

Planen Sie eine kurze geographische Beobachtungstour in Ihrem Nahraum mit klaren Fragestellungen.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält eine Karteikarte mit der Frage: 'Welche zwei geographischen Merkmale haben Sie heute im Nahraum am deutlichsten wahrgenommen und warum?' Die Antworten werden gesammelt und auf typische Beobachtungen hin ausgewertet.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema lebt von der Verbindung zwischen Theorie und Praxis. Vermeiden Sie es, die Exkursion als bloße 'Ablenkung vom Unterricht' zu behandeln. Stattdessen sollten Sie die Methodenkompetenz gezielt schulen und die Schülerinnen und Schüler anleiten, ihre Beobachtungen systematisch zu dokumentieren. Nutzen Sie den Nahraum als Labor, um komplexe Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln.

Am Ende der Einheit können die Lernenden gezielte Beobachtungen im Nahraum durchführen und ihre Ergebnisse strukturiert dokumentieren. Sie nutzen dabei verschiedene Methoden, um geographische Phänomene zu analysieren und zu präsentieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppenplanung denken einige Schülerinnen und Schüler, Exkursionen seien bloße Spaziergänge ohne Lernziel.

    Nutzen Sie die Gruppenplanung, um die gezielten Fragestellungen und Methoden der Exkursion zu konkretisieren. Geben Sie den Lernenden klare Arbeitsaufträge, z.B. 'Erstellt eine Skizze des Bodens an zwei verschiedenen Standorten und vergleicht die Eigenschaften.'

  • Während der Feldbeobachtung glauben manche, dass Beobachtungen Karten und Modelle vollständig ersetzen können.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre direkten Beobachtungen mit einer vorbereiteten Karte zu vergleichen. Fragen Sie: 'Wo auf der Karte sehen Sie die von Ihnen beobachteten Strukturen und warum sind sie dort eingezeichnet?'

  • Manche Schülerinnen und Schüler sind der Meinung, nur ferne Orte eigneten sich für Exkursionen.

    Lenken Sie den Fokus während der Gruppenplanung auf den Nahraum. Fragen Sie: 'Welche geographischen Phänomene finden wir in unserer direkten Umgebung, die wir untersuchen können?'


In dieser Übersicht verwendete Methoden