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Geographie · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Plattentektonik: Kontinente in Bewegung

Aktive Lernmethoden eignen sich besonders für Plattentektonik, weil Schülerinnen und Schüler durch haptische und visuelle Erfahrungen Bewegungen begreifen, die sonst unsichtbar und unvorstellbar langsam sind. Durch Modelle und Simulationen wird abstrakte Dynamik greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - PlattentektonikKMK: Sekundarstufe I - Geomorphologische Prozesse
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Plattenkollision

Schüler formen Erdplatten aus Salzteig oder Keksen und drücken sie zusammen, um Faltengebirge zu erzeugen. Sie beobachten Risse für Erdbeben und notieren Veränderungen. Abschließend vergleichen sie mit Alpenbildern.

Wie bewegen sich die Kontinente auf der Erdoberfläche und welche Kräfte sind dafür verantwortlich?

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler beim Modellbau (Plattenkollision) die Kekse nicht nur verschieben, sondern die Faltenbildung mit ihren Fingern nachvollziehen, um die Krafteinwirkung zu spüren.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit drei verschiedenen Plattengrenzentypen (konvergent, divergent, transform). Sie sollen für jeden Typ eine kurze Beschreibung der Bewegung und ein typisches geologisches Phänomen (z.B. Gebirgsbildung, Vulkanismus, Erdbeben) notieren.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planspiel35 Min. · Partnerarbeit

Kartensimulation: Ring of Fire

Auf Weltkarten markieren Gruppen Plattengrenzen mit Bändern und platzieren Vulkan- und Erdbeben-Symbole. Sie ziehen Bewegungsrichtungen nach und erklären Ausbrüche. Präsentationen schließen ab.

Erklären Sie, wie die Kollision von Erdplatten zur Entstehung von Gebirgen wie den Alpen führt.

ModerationstippFühren Sie die Kartensimulation (Ring of Fire) mit echten Erdbebendaten durch, damit Schülerinnen und Schüler Muster selbst erkennen und nicht nur vorgefertigte Ergebnisse ablesen.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt Bilder von verschiedenen geologischen Formationen (z.B. Alpen, Grabenbruch, Mittelozeanischer Rücken). Die Schüler ordnen jeder Formation den entsprechenden Plattengrenztyp zu und begründen kurz ihre Wahl.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel50 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Grenztypen

Drei Stationen: Divergenz (auseinanderziehende Platten mit Magma), Konvergenz (Kollision mit Subduktion) und Transformfehler (seitliche Verschiebung). Gruppen rotieren, experimentieren mit Modellen und protokollieren.

Analysieren Sie den Zusammenhang zwischen Plattengrenzen und dem Auftreten von Vulkanen und Erdbeben.

ModerationstippBei der Stationenrotation (Grenztypen) achten Sie darauf, dass jede Station eine klare Handlungsanweisung hat und die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen sofort in ein gemeinsames Protokoll eintragen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wenn die Kontinente sich ständig bewegen, bedeutet das, dass sich auch die Landschaften auf der Erde verändern? Geben Sie Beispiele für Veränderungen, die durch Plattentektonik verursacht werden oder wurden.' Ermutigen Sie die Schüler, ihre Antworten mit den gelernten Begriffen zu untermauern.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Planspiel30 Min. · Ganze Klasse

Datenanalyse: Erdbebenkarten

Schüler analysieren interaktive Karten mit Erdbebenhäufungen, ordnen sie Plattengrenzen zu und diskutieren Muster. Sie erstellen eigene Vorhersagen für Risikogebiete.

Wie bewegen sich die Kontinente auf der Erdoberfläche und welche Kräfte sind dafür verantwortlich?

ModerationstippVerwenden Sie bei der Datenanalyse (Erdbebenkarten) farbige Markierungen, damit Schülerinnen und Schüler Cluster und Häufungen schneller identifizieren und Zusammenhänge zwischen Plattengrenzen und Erdbebengebieten herstellen können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit drei verschiedenen Plattengrenzentypen (konvergent, divergent, transform). Sie sollen für jeden Typ eine kurze Beschreibung der Bewegung und ein typisches geologisches Phänomen (z.B. Gebirgsbildung, Vulkanismus, Erdbeben) notieren.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Ein erfolgreicher Unterricht beginnt mit einem starken Einstieg, der Neugier weckt, etwa durch ein Bild von zusammenstoßenden Kontinenten oder einem kurzen Video eines Vulkanausbruchs. Vermeiden Sie Frontalunterricht bei diesem Thema, da die Dynamik der Plattenbewegungen aktiv erfahrbar gemacht werden muss. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler besonders gut lernen, wenn sie Modelle selbst bauen und Ergebnisse in Gruppen diskutieren, da so Fehlvorstellungen direkt korrigiert werden können.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler Plattenbewegungen mit geologischen Phänomenen verknüpfen und die Zusammenhänge zwischen tektonischen Prozessen und Landschaftsveränderungen erklären können. Sie nutzen Fachbegriffe wie Subduktion oder Faltenbildung präzise in Diskussionen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Modellbau: Plattenkollision, watch for the idea that 'Kontinente sind fest und bewegen sich nicht'.

    Nutzen Sie die Keks-Modelle, um zu zeigen, wie sich die Kekse unter Druck falten und verschieben. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Bewegungen zu beschreiben und mit echten Falten in Gebirgen wie den Alpen zu vergleichen. Zeigen Sie Fossilkarten von Pangäa, um die Kontinentaldrift zu visualisieren.

  • During Kartensimulation: Ring of Fire, watch for the idea that 'Erdbeben und Vulkane treten überall gleich auf'.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Erdbebendaten auf der Karte markieren und nach Mustern suchen. Fragen Sie gezielt: 'Wo häufen sich die Erdbeben? Warum ist das so?' und verknüpfen Sie die Beobachtungen mit Plattengrenzen.

  • During Stationenrotation: Grenztypen, watch for the idea that 'Gebirge entstehen nur durch Erosion'.

    Nutzen Sie die Faltenmodelle aus Ton oder Papier an der Station 'Konvergenz', um zu zeigen, wie sich Gesteinsschichten unter Druck falten. Zeigen Sie Bilder von jungen Gebirgen wie dem Himalaya und alten Gebirgen wie dem Schwarzwald, um den Unterschied zu verdeutlichen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden