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Geographie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Geo-Engineering: Chancen und Risiken

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Geo-Engineering ein komplexes, kontroverses Thema ist, das Abstraktionen in konkrete Entscheidungsprozesse übersetzt. Schülerinnen und Schüler können durch Debatten, Rollenspiele und Analysen ein tieferes Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Technik, Ökonomie und Ethik entwickeln als durch reine Wissensvermittlung.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Umweltpolitik
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Kleingruppen

Debatte: CDR vs. SRM

Teilen Sie die Klasse in Befürworter- und Gegnergruppen auf. Jede Gruppe recherchiert drei Argumente pro Ansatz, inklusive Daten zu Wirksamkeit und Kosten. Nach 15 Minuten Präsentation folgt eine offene Abstimmung mit Begründung.

Erklären Sie verschiedene Ansätze des Geo-Engineerings (z.B. CO2-Entnahme, Solar Radiation Management).

ModerationstippBehalten Sie während der fiskalischen Debatte die Zeit im Auge und achten Sie darauf, dass alle Gruppen gleich viel Redezeit erhalten, um eine ausgewogene Diskussion zu fördern.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: Befürworter und Kritiker von Geo-Engineering. Geben Sie jeder Gruppe 15 Minuten Zeit, um Argumente basierend auf den gelernten Chancen und Risiken zu sammeln. Leiten Sie eine Debatte, in der jede Gruppe ihre Position verteidigt und auf die Argumente der Gegenseite eingeht.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: UN-Gipfel zu Geo-Engineering

Weisen Sie Rollen zu: Vertreter von USA, China, Inselstaaten, Umwelt-NGOs. Jede Gruppe bereitet Positionspapiere vor und verhandelt ein Moratorium. Schließen Sie mit Plenarreflexion ab.

Bewerten Sie die potenziellen Chancen und Risiken von Geo-Engineering-Technologien.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer Karteikarte eine Geo-Engineering-Methode (CDR oder SRM) zu nennen und zwei potenzielle Risiken sowie eine ethische Frage zu formulieren, die diese Methode aufwirft. Die Antworten sollten prägnant und auf den Unterrichtsinhalt bezogen sein.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Philosophische Stühle30 Min. · Partnerarbeit

Risiko-Matrix: Szenario-Analyse

Schüler erstellen in Paaren eine Matrix mit Achsen Wahrscheinlichkeit und Auswirkung für Risiken wie Monsunveränderungen. Diskutieren Sie priorisierte Maßnahmen in der Klasse.

Diskutieren Sie die ethischen und politischen Fragen, die das Geo-Engineering aufwirft.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Reihe von Multiple-Choice-Fragen, die spezifische Aspekte von Geo-Engineering abfragen, z.B. 'Welche der folgenden Technologien fällt unter Solar Radiation Management?' oder 'Nennen Sie einen Hauptunterschied zwischen CDR und SRM'. Verwenden Sie die Ergebnisse, um Verständnisdefizite zu identifizieren.

AnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Philosophische Stühle40 Min. · Kleingruppen

Experten-Podcast: Chancen-Risiken

Gruppen simulieren Podcasts: Ein 'Experte' erklärt einen Ansatz, ein 'Kritiker' hinterfragt. Aufnahme mit Handy, anschließende Peer-Feedback-Runde.

Erklären Sie verschiedene Ansätze des Geo-Engineerings (z.B. CO2-Entnahme, Solar Radiation Management).

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: Befürworter und Kritiker von Geo-Engineering. Geben Sie jeder Gruppe 15 Minuten Zeit, um Argumente basierend auf den gelernten Chancen und Risiken zu sammeln. Leiten Sie eine Debatte, in der jede Gruppe ihre Position verteidigt und auf die Argumente der Gegenseite eingeht.

AnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Geo-Engineering sollte als politisches und ethisches Thema behandelt werden, nicht als rein technisches. Vermeiden Sie es, die Schüler in Details der Technologien zu verlieren – der Fokus liegt auf den übergeordneten Fragen: Wer entscheidet? Wem nützt es? Welche Alternativen gibt es? Nutzen Sie die KMK-Standards zu Umweltpolitik als roten Faden, um Bezüge zur politischen Bildung herzustellen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler Geo-Engineering-Methoden nicht nur beschreiben, sondern in globalen Zusammenhängen bewerten können. Sie erkennen die Grenzen technischer Lösungen, benennen Zielkonflikte und entwickeln eigene, begründete Positionen zu Chancen und Risiken.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels zum UN-Gipfel beobachten Sie, dass Schüler Geo-Engineering als alleinige Lösung für den Klimawandel darstellen.

    Nutzen Sie die Abschlussrunde des Rollenspiels, um gezielt nachzufragen: 'Welche Rolle spielen Emissionsreduktionen in Ihrer Strategie?' und verweisen Sie auf die während der fiskalischen Debatte erarbeiteten Argumente zu 'Moral Hazard'.

  • Während der Risiko-Matrix zur Szenario-Analyse unterschätzen Schüler die Nebenwirkungen von SRM.

    Fordern Sie die Schüler in der Matrix auf, gezielt nach Kaskadeneffekten zu suchen, z.B. durch die Spalte 'Globale Gerechtigkeit' oder 'Regionale Klimafolgen' und vergleichen Sie die Ergebnisse mit echten Fallbeispielen.

  • Während der Experten-Podcasts wird Geo-Engineering von Schülern als rein technisches Problem dargestellt, ethische Fragen bleiben unbeachtet.

    Nutzen Sie die Reflexionsphase nach dem Podcast, um gezielt Fragen zu stellen wie: 'Wer profitiert von dieser Technologie? Wer trägt die Risiken?' und verweisen Sie auf die Rollenprofile aus dem UN-Gipfel.


In dieser Übersicht verwendete Methoden