Lern-Sammelkarten

Lern-Sammelkarten

Erstellung und Tausch von Charakter- oder Konzeptkarten

2545 min1236 Schüler:innenStandardbestuhlung für die Erstellung, Freifläche für die Tauschphase

Auf einen Blick

Dauer

2545 min

Gruppengröße

1236 Schüler:innen

Raumgestaltung

Standardbestuhlung für die Erstellung, Freifläche für die Tauschphase

Materialien

  • Blanko-Vorlagen für Sammelkarten
  • Buntstifte/Marker
  • Referenzmaterialien
  • Regelblatt für den Tausch

Bloom’sche Taxonomie

ErinnernVerstehenAnwendenErschaffen

Kompetenzen für Soziales und Emotionales Lernen

SelbstmanagementBeziehungsfähigkeit

Was ist Lern-Sammelkarten?

Trading Cards ist eine Methode des aktiven Lernens, bei der Schülerinnen und Schüler komplexe Informationen in standardisierte, handliche Karten destillieren, um den Wissensaustausch und die Synthese unter Gleichaltrigen zu fördern. Durch die Umwandlung abstrakter Konzepte in greifbare „Sammelobjekte“ setzen sich die Lernenden intensiv mit Zusammenfassungen und Kategorisierungen auseinander, was das Langzeitgedächtnis und das konzeptionelle Verständnis erheblich verbessert. Diese Methodik nutzt den „Lerneffekt durch Lehren“ (Protégé-Effekt): Lernende dringen tiefer in die Materie ein, wenn sie sich darauf vorbereiten, anderen etwas zu vermitteln, kombiniert mit der haptischen Komponente physischer oder digitaler Gestaltung. Über das reine Auswendiglernen hinaus erfordert die Strategie eine Bewertung, welche Informationen „essenziell“ und welche „ergänzend“ sind, was das kritische Denken schult. Das soziale Element des „Tauschens“ schafft eine angstfreie Umgebung für formative Assessments und gemeinsame Wiederholungen. Besonders effektiv ist dies in Fächern mit klar abgrenzbaren Einheiten wie historischen Persönlichkeiten, chemischen Elementen oder literarischen Figuren, da Muster und Beziehungen über einen breiten Datensatz hinweg sichtbar werden.

Ideal für

Vergleich historischer Persönlichkeiten oder KonzepteWiederholung von Fachbegriffen und SchlüsselwörternKreative Auseinandersetzung mit LerninhaltenSpielerische Wiederholungseinheiten (Gamification)

Anwendungszeitpunkt

Altersstufen

Kl. 1–2Kl. 3–5Kl. 6–8Kl. 9–12

Eignung nach Fach

MathematikDeutschNaturwissenschaftenGeschichte/SozialkundeSoziales und Emotionales LernenKunst

Durchführung von Lern-Sammelkarten

1

Kategorien festlegen

Legen Sie 4–5 einheitliche Kriterien fest, die auf jeder Karte erscheinen müssen, wie z. B. „Wichtigste Errungenschaft“, „Entstehungsdatum“ oder „Prägendes Merkmal“.

2

Themen individuell zuweisen

Verteilen Sie spezifische Unterthemen, historische Figuren oder wissenschaftliche Elemente an einzelne Lernende oder Paare, um ein vielfältiges „Kartendeck“ zu gewährleisten.

3

Entwurf und Synthese

Lassen Sie die Lernenden zu ihrem Thema recherchieren und prägnante Zusammenfassungen verfassen, die in den begrenzten Platz der Kartenvorlage passen.

4

Illustrieren und Finalisieren

Fordern Sie die Lernenden auf, eine visuelle Darstellung oder ein Diagramm auf einer Seite der Karte zu ergänzen, um das Prinzip der dualen Kodierung für eine bessere Erinnerungsleistung zu nutzen.

5

Den Austausch moderieren

Organisieren Sie eine strukturierte „Tauschbörse“, bei der sich die Lernenden im Raum bewegen, ihre Kartendaten präsentieren und sich Notizen zu den Karten ihrer Mitschüler machen.

6

Die Sammlung auswerten

Geben Sie ein Arbeitsblatt oder einen Reflexionsimpuls aus, der die Lernenden dazu auffordert, Muster, Ähnlichkeiten oder Unterschiede zwischen den „gesammelten“ Karten zu finden.

Forschungsergebnisse

Dunlosky, J., Rawson, K. A., Marsh, E. J., Nathan, M. J., & Willingham, D. T.

2013 · Psychological Science in the Public Interest, 14(1), 4-58

Das Zusammenfassen und Erstellen von Materialien für verteiltes Üben, wie z. B. Lernkarten, verbessert die Behaltensleistung durch elaboratives Hinterfragen und Selbsterklärung.

Fiorella, L., & Mayer, R. E.

2013 · Journal of Educational Psychology, 105(2), 472-483

Generative Lernaktivitäten, wie das Erstellen visueller und textlicher Darstellungen von Daten, führen zu einem besseren Wissenstransfer als passives Lesen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Unterrichtsmethode „Trading Cards“?
Trading Cards ist eine schülerzentrierte Aktivität, bei der Lernende Profile zu Schlüsselkonzepten erstellen, um diese mit Gleichaltrigen zu teilen und zu vergleichen. Die Methode fördert die aktive Synthese, da Lernende gezwungen sind, die wichtigsten Fakten in einem begrenzten Format zu priorisieren.
Wie setze ich Trading Cards im Unterricht ein?
Weisen Sie jedem Lernenden ein Thema oder eine Person zu, die recherchiert und auf einer standardisierten Kartenvorlage aufbereitet wird. Führen Sie anschließend einen „Tausch“ oder einen Gallery Walk durch, bei dem Informationen von den Karten der Mitschüler gesammelt werden müssen, um einen grafischen Organizer zu vervollständigen.
Welche Vorteile bieten Trading Cards für den Lernerfolg?
Der Hauptvorteil liegt in der Entwicklung von Zusammenfassungsfähigkeiten und der Identifikation von Kernmerkmalen. Zudem wird das gegenseitige Lehren gefördert, was das Selbstvertrauen und das Engagement durch soziale Interaktion stärkt. Die Karten dienen zudem als exzellente Lernhilfe für spätere Prüfungen.
Können Trading Cards in digitalen Lernumgebungen genutzt werden?
Ja, digitale Tools wie Canva oder Google Slides ermöglichen die virtuelle Erstellung und Freigabe. Digitale Versionen erleichtern den Austausch über gemeinsame Ordner oder kollaborative Boards wie Padlet, wodurch gleichzeitig die Medienkompetenz gefördert wird.

Eine Mission mit Lern-Sammelkarten erstellen

Nutzen Sie Flip Education, um einen vollständigen Lern-Sammelkarten-Unterrichtsentwurf zu erstellen – abgestimmt auf Ihren Lehrplan und bereit für den Einsatz in der Klasse.